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  • contesting/contexting SPORT 2016

  • Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
    Kunstraum Kreuzberg/Bethanien contesting/contexting SPORT 2016
    Eine Ausstellung der nGbK in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. nGbK-Projektgruppe ccSPORT: Mikel Aristegui, Imtiaz Ashraf, Z¹eljko Blac´e, Sarah Bornhorst, Andreea Carnu, Caitlin D. Fisher, Carmen Grimm, Stuart Meyers
    Ausstellung mit: Pascal Anson, Aquahomo, Imtiaz Ashraf, Berlin Bruisers, Boxing Queers, Cassils, Manuela Covini, Antoni Hervas Cortes & Panteres Grogues, David Crespo, Tristan Deschamps, Discover Football, Estelle Fenech, Caitlin D. Fisher, Zsuzsi Flohr/The Jewish Renaissance Boxing Club, Gabriele Fulterer & Christine Scherrer, Grrrls* Can Skate, Barbara Gruhl, Guerreiras Project, Jason Hall, Tabea Huth, Justin Jorgensen, Brian Kenny, Lola Lasurt, Julia Lazarus, Llobet & Pons, Albert Markert, Marthe’Oh, Tara Mateik, Marisa Maza, Dayna McLeod, Stuart Meyers, David Miguel, Frank J. Miles, Maximilian Moll, Marc Ohrem-Leclef, Les Dégommeuses, Tanja Ostojic´, Open Games, Pirate Cinema, Max Pelgrims, Kathrin Rabenort, Rafucko, Saul Selles, Marc Serra, Coral Short, Julia Smit, Spielaufbau, Katja Stuke, Ilaa Tietz, Tools for Action/Artúr von Balen & QueerSport/ Z¹eljko Blac´e, Alexa Vachon, Verena Melgarejo Weinandt, Tom Weller, QueerSportSplit & Zagreb, Queerfitness Berlin
    Die Ausstellung und das Veranstaltungsprogramm fordern durch kritische Kunst und kreative aktivistische Praktiken das Feld des Sports heraus. Das Projekt schaut auf Diskriminierung aus feministischer und queerer Perspektive und ermutigt zur Emanzipation im Sport. Die „Welt des Sports“ wird kontextualisiert, fernab ihrer vermeintlichen Neutralität und Autonomie. Diverse gesellschaftspolitische Einflüsse, Erfahrungen und Bedingungen von und im Sport werden sichtbar gemacht.
    Der Kontext SPORT prägt Normen und Identitäten maßgeblich – und meist auf einengende und schädigende Weise. Diese Ungerechtigkeit hat verschiedene Konturen, Formen und Orte im Sport – von Geschlechterdiskriminierung und der Unsichtbarkeit und Unterdrückung von LGBTIQ bis hin zur Arbeitsausbeutung und den städtischen Zwangsräumungen im Vorfeld sport-industrieller Großereignisse. Diskriminierung findet auf der persönlichen und lokalen Ebene statt; zwischen Sportler_innen, in Teams, Vereinen, zwischen Trainer_innen, Verwalter_innen, Fans, Sponsor_innen, in den Medien; auf der institutionellen Ebene und in Ausbildungsstrukturen, innerhalb der Berufsverbände, in Richtlinien und Regeln, in Organisationsabläufen sowie in der Gesetzgebung oder ihren Fehlstellen; auf der globalen, überkommerzialisierten Ebene sportlicher Großereignisse durch die Kommodifizierung von Körpern, Köpfen und Seelen, durch städtische Infrastrukturen und die Propaganda nationalstaatlicher Oligarchien; sowie überall dazwischen. Hier wird Rassismus, Sexismus, Kolonialismus, Homo-/Bi-/Transphobie/-feindlichkeit, Altersdiskriminierung, und Behindertenfeindlichkeit, Nationalismus, immer gemeinsam mit sozio-ökonomischer, kapitalistischer Klassenteilung und anderen Differenzachsen wirksam, die einander nähren und stützen. Leider werden die Systeme des SPORT überaus selten angefochten und kontextualisiert – stattdessen werden sie in ihrer derzeit bestehenden Form oft als selbstverständlich hingenommen.
    2016: Diesen Sommer finden zwei SPORT-Großereignisse statt – die Männerfußball-Europameisterschaft (10. Juni - 10. Juli) in Frankreich und die Olympischen Spiele (5. - 21. August) in Rio de Janeiro, Brasilien. Dies bietet Gelegenheit und Notwenigkeit gleichermaßen, sich zu vernetzen und gemeinsam Räume für unabhängige, individuelle und basisdemokratische Ausdrucksweisen von, in und mit SPORT zu schaffen. Sport kann ein wirkmächtiges Feld sein, um Diskriminierung und Ungerechtigkeit im SPORT – aber auch darüber hinaus – anzugehen.
    contesting/contexting SPORT 2016 in der nGbK und im Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien etabliert eine Plattform für transdisziplinären Austausch an den Schnittstellen von Kunst, Sport und Politik. Forscher_innen, Kritiker_innen, Fans und all ihre Visionen kommen zusammen und bestehende Auseinandersetzungen werden öffentlich weitergeführt. Es gilt neue Strategien zu entwickeln, um grenzübergreifend Nationalismus, Sexismus, Trans-/Inter-/Homophobie und Rassismus zu bekämpfen.
    Das Diskursprogramm SWEAT DREAMS beinhaltet Performances, Workshops, Präsentationen, Vorträge, Dokumentationen, Artefakte und Mediales. Hier wird die Diskussion um Normen im SPORT weiter intensiviert, kritische Stimmen hörbarer gemacht und die Spannungsfelder zwischen Sport und sozialer Gerechtigkeit aufgedeckt.
    Mit: Mikel Aristegui, Z¹eljko Blac´e, Alex Brahim, Vanessa Brazeau, Berlin Bruisers, Jules Boykoff, Copy & Dance, Julien Carrel, Veronica Cendoya, Jennifer Doyle, Zsuzsi Flohr, Caitlin D. Fisher, GEGEN, Diego Grandry, Guerreiras Project, Andrea Liu, Antoine LeBlanc, Philippe Liotard, Llobet & Pons, Tara Mateik, Stuart Meyers, Tanja Ostojic´, Rafucko, RKS Gwiazda, Martin Schick, Saul Selles, Coral Short

    Marc Ohrem-Leclef, Olympic Favela, 2013
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