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  • Ich behaupte - ' Gehorchen bringt mehr Erfolg '

  • El-Meky
    El-Meky Ich behaupte - ' Gehorchen bringt mehr Erfolg '


    Ist es ein Trugschluss, wenn der Kunstschaffende glaubt, er selbst
    kreiert seine Werke?
    Ist es nicht doch die 'Kundschaft', die vorbestimmt?

    Der Kunstschaffende merkt anhand der 'likes' , was gut ankommt
    und er/sie verkauft besser/leichter, wenn er/sie sich mehr und mehr darauf spezialisiert,
    zu schaffen, was dem Kunden/der Allgemeinheit/Galerie gefällt.
    Fleiß wie am Fließband dem Kunden zum Gefallen zahlt sich (leider) gut aus.
    Und am Ende denkt der/die Kunstschaffende, er/sie sei tatsächlich ein/e echte/r Künstler/in
    und hat einen eignen Stil.
    Aber ist dann noch eine künstlerische Freiheit bzw. eine Veränderung möglich?
    Oder ist 'festgefahren' die sichere Seite?
    - die Betrachter bestimmen - wir mögen's lieber so und so.
    Schafft nun ein echter Künstler für sich selbst
    oder ist er doch nur eine Marionette des (Zeit-)Geschmacks der Anderen?

    Ich glaube genau da befindet sich der Übergang zwischen Künstler und Handwerker.
    In meiner (evtl. Klischee-)Vorstellung schafft ein echter Künstler für sich selbst
    und wenn er Glück hat , kommts auch noch gut bei den Anderen an.



    ἷʰʳ ʷᵉʳᵈᵉᵗ ˡᵃᶜʰᵉᶰ,ᶤᶜʰ ᵐᵉᶤᶰᵉ ᵉˢ ᵉʳᶰˢᵗ.►►►zᵉᶤᵍᵉ ᵐᶤʳ,ʷᶤᵉ ᵈᵘ ᵐᵃˡˢᵗ ᵘᶰᵈ ᶤᶜʰ ˢᵉʰᵉ ʷᵉʳ ᵈᵘ ᵇᶤˢᵗ.ˑ
  • U ja aber und nein aber auch wiederum, andererseits und überhaupt
    Ist Lernen generell ein Weggehen von sich selbst?

    Gehört zur Kunst, sich weiterzuentwickeln, nicht auch ein offenes Ohr, ein selektierendes Hirn, eine Bereitschaft, das eine aufzunehmen, das andere abzulehnen, je nachdem, wie es sich mit dem Eigenen verträgt?
    Schwierige Balance. Yeph.

    Die Warnung, sich vor Beeinflussung durch den Geschmack anderer zu hüten, ist jedenfalls was für volles Volumen in den Lautsprecherboxen.

    Kritiküberempfindlichkeit und innere Komplettabschottung lässt einen aber auch nur im eigenen Hamsterrad laufen, wenn man nicht selbst die Weite und Weisheit der ganzen Welt eh schon in sich trägt.

    Fragezeichen.

    Gutes Thema.
  • ecaep Wie definierst du "Erfolg"?
    Kurzfristig verkaufst du sicher mehr und hast dann eher die Chance über die Runden zu kommen, wenn du Erfolg am Umsatz festmachst und den Massengeschmack bedienst.
    Wenn Erfolg für dich bedeutet, in der Welt der Kunst einen Namen zu haben, dann muß du dein Ding machen und hoffen, dass du irgendwann "entdeckt" wirst.
    Wenn aber dein Ziel erreicht ist, in dem Gefühl, das, was du transportieren willst optimal umgesetzt zu haben, dann brauchst du weder die Meinung der anderen, noch Geld. Alles was du brauchst ist ein Brotjob.:-D
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  • siku



    Ist es ein Trugschluss, wenn der Kunstschaffende glaubt, er selbst
    kreiert seine Werke?

    Ist es nicht doch die 'Kundschaft', die vorbestimmt?

    Schafft nun ein echter Künstler für sich selbst
    oder ist er doch nur eine Marionette des (Zeit-)Geschmacks der Anderen?

    Ich glaube genau da befindet sich der Übergang zwischen Künstler und Handwerker.
    In meiner (evtl. Klischee-)Vorstellung schafft ein echter Künstler für sich selbst
    und wenn er Glück hat , kommts auch noch gut bei den Anderen an.


    wow, tolle Schwarz-Weiß-Malerei. :-)

    wenn ein Maler, Bildhauer kein Künstler ist, weil er nach Auftragsvergabe arbeitet, dann sind Donatello, Raffael also keine Künstler gewesen?
    Wenn heutige Künstler "aus sich heraus schaffen" und dann auf Sponsoren hoffen, dann sind sie "wirkliche, freie" Künstler?
    Es kommt nicht darauf an, wie ein Bild entsteht, sondern auf seine Ausdrucksstärke, die kann bei Auftragsmalerei stärker sein als bei der so beliebten Innenschau.
    Manche "Fließband-Arbeit" ist künstlerischer als die Malerei von selbstverzückten Kreativen.
    Es kommt auf die (Blick-)Perspektive an.
    Z.B. sind Werbespots oft künstlerischer als Kunstwerke, die zur "klassenischen Kunst" gezählt werden.
    PS: diese scjönen Thread konnte ich nicht unbeantwortet an mir vorüber ziehen lassen.
    Ein echter Künstler ist Profi,der arbeitet nicht m Zeitvertreib, oder nur aus einem inneren Ausdruckszwang, wobei natürlich Ausnahmen von der Regel gibt.
  • heinrich
    Der Kunde hat immer recht.
    Ja...
    Höre auf den Kunden,
    wenn du ihm was verkaufen willst...

    :-}
  • annette_r
    annette_r
    Zum Thema finde ich eine Aussage von Markus Lüpertz interessant, man beachte vor allem den letzten Satz :„Das ist Erfolg wenn sie in der Lage sind zu produzieren zu malen, das ist das Einzige, der einzige Erfolg den es gibt, der einzige ist der Respekt vor den Kollegen das die Kollegen sie schätzen oder hassen und das sie in der Lage sind sich ein Leben zu arrangieren in dem sie nach ihrem Gustus nach ihrer Vorstellung ihre Produktion durchziehen können und auf die öffentlich Anerkennung kann ich eigentlich scheißen, wenn ich davon leben kann.“ ( WDR Westart-Magazin).
  • siku
    Zum Thema finde ich eine Aussage von Markus Lüpertz interessant, [...]und das sie in der Lage sind sich ein Leben zu arrangieren in dem sie nach ihrem Gustus nach ihrer Vorstellung ihre Produktion
    durchziehen können und auf die öffentlich Anerkennung kann ich eigentlich scheißen, wenn ich davon leben kann.“ ( WDR Westart-Magazin).

    man beachte: " Produktion" und "wenn ich davon leben kann"

    was sagte Jörg Imme ndorf:
    Verdammt nochmal, wenn ich 25 Jahre maloche und Erfolg habe, dann gibt es auch Bares, sonst kannst du es vergessen.
    und Horst Janssen : Heute gibt es nur noch Ego, Ego, Ego in der Kunst.

    Lasst euch euren Idealismus nicht vermiesen.
    PS: Künster werden erst dann "ausgebeutet", wenn es sich für Galeristen auch lohnt, nicht für ein oder zwei expressive Kunstwerke :-(

    PPS: "Massengeschmack" kannst du erst bedienen, wenn du gut malen kannst, sonst kannst du das auch vergessen.;-)
    Dann ist das sich-der-schnöden-Vermarktung-entziehen nicht mehr als nur ein "frommer Wunsch".

  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr
    Meiner Meinung nach ist es eine Frage von Glück und Leid.

    Wenn ich mich als Künstler zu sehr verbiegen muss, um finanziellen Erfolg zu haben; wenn ich meine Bilder und die Käufer verabscheue, dann bin ich sicher glücklicher, wenn ich mich vom Markt fernhalte oder nichts verkaufen kann.

    Natürlich kann man auch nur für sich allein malen. Aber läßt sich die bildende Kunst vom Publikum trennen? Bin ich dann nicht ein Schauspieler ohne Bühne?
    Signature
  • siku
    Meiner Meinung nach ist es eine Frage von Glück und Leid.

    Wenn ich mich als Künstler zu sehr verbiegen muss, um finanziellen Erfolg zu haben; wenn ich meine Bilder und die Käufer verabscheue, dann bin ich sicher glücklicher, wenn ich mich vom
    Markt fernhalte oder nichts verkaufen kann.


    wenn du Käufer "verabscheust" ist das keine Situation, welche deine Malerei betrifft, sondern ein psychischer Aspekt. Du "verabscheust" dann ja Zeitgenossen wie "Du und Ich". Potentielle Bilderkäufer sind in der Regel ganz normale Konsumenten, die erstmal Geld ansparen müssen, um ihre Wohnung zu verschönern. Wenn du allerdings den Zwischenhandel, die "lieben, uneigennützigen Galeristen" meinst, dann solltest du nicht am Verkauf verzeifeln, sondern andere Absatzkanäle suchen. ;-)

    Wenn du deine Bilder verabscheust, liegt es wahrscheinlich daran, dass du selbst mit deiner künstlerischen Ausdruckstärke unzufrieden bist. Man kann jedes Motiv entweder verunstalten oder künstlerisch gut umsetzen - die Qualität liegt nicht im Motiv, vielmehr ist das Motiv abhängig vom Künstler und seinen gestalterischen Fähigkeiten. :-).
  • ubiraM
    Ich glaube, ein "echter" Künstler - also einer, der freischaffend ist, möchte auch gern essen und Miete zahlen und von daher seine Bilder verkaufen. Und logischerweise verdient man mit dem Geld, was anderen gefällt und sie auch dafür zahlen möchten. Inwieweit man sich verbiegen muss, liegt wohl an jedem selbst.

    Hier herrscht bei manchen ein seltsames Bild von einem Künstler. Einerseits ist nur der ein Künstler, der keiner anderen Arbeit nachgeht - weil, dann ist es ja nur ein Hobby - und andererseits soll er/sie aber bitte schön ja nichts kreieren, was den potientiellen Kunden gefallen könnte, weil, dann verbiegt man sich und es ist keine Kunst mehr. Ja, was denn nun? :-)

    Ich glaube auch nicht, dass ein "echter" Künstler nur für sich selbst schafft. Natürlich will man für seine Leistung Bestätigung von anderen, alles andere ist unrealistisch und gegen die menschliche Natur. Deswegen ist man nicht gleich ein Egomane.

    Manche sind sicher nur wegen dem Geld dabei, wenn sie mal herausgefunden haben, dass sich Dackel und hässliche Portraits gut verkaufen lassen. Aber die nehmen das Verdiente vielleicht, um zuhause ganz tolle Bilder zu malen, wer weiß das schon. Andere sind komplett festgefahren und machen immer das gleiche, weil es halt funktioniert oder sie sich nicht trauen was Neues auszuprobieren.
  • egaawressaW

    Ob sich ein Künstler innerhalb seines Schaffens
    "verbiegen" lässt, ist m.A.n. nicht davon abhängig,
    ob dieser "freischaffend" arbeitet oder nicht.
    Vielmehr denke ich, dass Disziplin, Kontinuität, Idealismus,
    eine gehörige Portion Selbstbewusstsein und die Fähigkeit,
    "sich" zu vermarkten, dafür entscheidend sind,
    eigene Kunst erfolgreich in bare Münze umzusetzen.
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Zum Thema finde ich eine Aussage von Markus Lüpertz interessant, man beachte vor allem den letzten Satz :„Das ist Erfolg wenn sie in der Lage sind zu produzieren zu malen, das ist das Einzige, der einzige Erfolg den es gibt, der einzige ist der Respekt vor den Kollegen das die Kollegen sie schätzen oder hassen und das sie in der Lage sind sich ein Leben zu arrangieren in dem sie nach ihrem Gustus nach ihrer Vorstellung ihre Produktion durchziehen können und auf die öffentlich Anerkennung kann ich eigentlich scheißen, wenn ich davon leben kann.“ ( WDR Westart-Magazin).


    Ja, darum bewundere ich Lüpertz: er kann Gedanken sehr gut ausdrücken.

  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Ich habe es mit der Kundschaft immer noch ganz leicht, da ich nichts verkaufe/verkauft bekomme. Auch, weil alle meine "Werke" höchstens geschenkt haben wollen, was ja nicht mal die Materialkosten deckt. In meinem Leben habe ich mit meiner nur Kunst 40 Euro verdient, fragt mich aber nicht, was sie mich bisher gekostet hat. Ökonomisch das totale Verlustgeschäft. Künstlerisch bin ich dadurch aber zur Zeit immer noch frei.

    Aber ich bin ja auch nur "Hobbykünstler" und "Dilettant" in den bildenden Künsten, also auch kein Maßstab für gehaltvolle Aussage in diesem Ordner.
  • kceierdsednur
    scheissegal, was man produziert. hauptsache, der mist verkauft sich. im idealfall wie geschnitten brot.
    ist schlager singen kunst? dem konto ists egal. im zweifelsfall kann sich der kontoinhaber ja von seiner kohle billig gute musik vom idealistenpack kaufen.
    :-)
  • oeli
    oeli
    Ich glaube das nicht der Künstler bestimmt was Kunst ist. Der Künstler biete eine Leistung an und der Sammler entscheidet wieviel seine Kunst wert ist. Likes sind unwichtig. Wenn keiner bereit ist für das Bild zu zahlen wird es irgendwann im Müll landen ..Der Sammler möchte das Besondere. Wie eine Briefmarke die nur er allein besitzt. Also erschaffe was einmaliges und man wird sich um deine Kunst reissen
  • iaPamlaT
  • iaPamlaT
    Haltbarkeit, begrenzte Gesamtmenge und Identifizierbarkeit - machen einen Vermögenswert aus. Je haltbarer, begrenzter und sicherer identifizierbar - um so eher kann es ein Vermögenswert sein - Gold, Diamanten, Werke von van Gogh, Geldscheine, seltene Bücher, was auch immer. mit Kunst an sich hat das nicht unbedingt zu tun.
  • rundesdreieck
    rundesdreieck

    Haltbarkeit, begrenzte Gesamtmenge und Identifizierbarkeit - machen einen Vermögenswert aus. Je haltbarer, begrenzter und sicherer identifizierbar - um so eher kann es ein Vermögenswert sein - Gold, Diamanten, Werke von van Gogh, Geldscheine, seltene Bücher, was auch immer. mit Kunst an sich hat das nicht unbedingt zu tun.


    du musst ein toter, der noch im internet rummachen kann, sein.

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  • iaPamlaT
    um mich gehts weder in meinem beitrag - noch in der Themenüberschrift.
  • rundesdreieck
    rundesdreieck

    um mich gehts weder in meinem beitrag - noch in der Themenüberschrift.


    quatsch.
    von dem moment an, von dem man sich auf was einlässt, hat das auch was mit einem selbst zu tun.
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