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  • Mord und Totschlag

  • absurd-real Mord und Totschlag
    Frohes Fest. ..
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  • Guru
    Guru
    ...hat doch alles kein Zweck mehr, kommt lasst uns nach Hause gehn!
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  • schroedinger
    schroedinger
    interessiert vor allem
    totschlagargumente.
    ö
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  • absurd-real
    Totschlagradar lokalisiert Totschlag ARgumente an der KN-Totschlagader.
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  • Guru
    Guru
    postfaktische Argurumente sind Kunst
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  • schroedinger
  • absurd-real PostRaumArTische Traumumarmung
    Die posttraumatische ARTillerie bereit zum Blutgefecht. Schroedingers KatZen-Guru b.rüstet auf...
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  • fpmlhcs
    Wie findet Ihr:
    Jemanden der einen liebt, mit Selbstmord zu erpressen?

    Ich kenn da jemanden (27 J., extrem unselbstständig, hochintelligent) der das macht.
    Bei jeder kleinsten Anforderung an ihn, sagt er zu seiner Mutter: „dann bring ich mich um“. (Ohne aber je einen ernsthaften Versuch gemacht zu haben.)
    Ich würde ihm bzw. seiner Mutter wirklich gerne helfen, bin aber ratlos.
    (Therapeutische Hilfe lehnt er ab.)
    Seine Mutter leidet massiv darunter. An Geld mangelt es nicht. Wenn sie ihn in eine Wohnung steckt, wo er allein für sich sorgen muss, lässt er innerhalb kürzester Zeit alles vergammeln u. ernährt sich nicht mehr. (Isst nur mehr Würfelzucker u. Nudeln.) Er meidet jegl. Sozialkontakte, ist nicht mal fähig selbst einkaufen zu gehen.
    Die Konsequenz wäre, dass er in einer psychiatrischen Anstalt landet, wo er mit Medikamenten vollgepumpt wird, u. das will seine Mutter um jeden Preis verhindern.
    .
  • El-Meky
    El-Meky schlmpf

    Ich habe auch viele Jahre lang, wenn mir etwas nicht gefiel, geäussert, dass ich mich 'weg mache'-
    Ich habe das so aber nicht gesagt, weil ich jemanden erpressen wollte, sondern weil ich es so meinte.
    Ich war auch nicht in der Lage, einzukaufen, zum Arzt zu gehen, oder Kontakte zuzulassen.
    Wenn ich nix zu essen hatte, legte ich mich eben ins Bett und wollt einschlafen/sterben.
    Erst als einmal total verheult mein lieber Bruder vor meiner Wohnungstür stand, weil ich mal wieder tagelang nicht ans Telefon ging und er dachte, ich hätte mir etwas angetan, da erst wurde mir bewusst, wie schlimm es ist, wenn ich solche Äußerungen mache.
    Von da an habe ich meine Selbstmordgedanken nicht mehr ausgesprochen.

    schlmpf, dein Bekannter ist schwer depressiv und er wird sich eines Tages etwas antun, wenn er keine professionelle Hilfe bekommt.
    Meine Familie, Sohn, Mutter und meine Brüder haben lange Jahre sehr unter meiner Depression gelitten.
    Ihr könnt ja dem jungen Mann eine Liste an Telefonnummern zusammenstellen, wohin er sich wenden kann, wenns ihm dreckig geht. Eine psychosomatische Klinik in der Nähe wäre gut. Der Mutter kannst du ja ausrichten, dass heutzutage sehr viel sensibler mit der Krankheit Depression umgegangen wird, als damals. Kein Patient wird einfach nur ruhig gestellt.
    Es gibt dort ein grosses Angebot an verschiedenen Therapien.
    Ich hatte mich auch geweigert Medikamente einzunehmen, weil ich dachte , diese würden mich verfälschen und meine echten Gefühle unterdrücken. Ein Arzt erklärte mir aber, dass die Depression meine Wahrnehmung verfälscht und Medikamente mir helfen würden, meinen Blick auf die Welt wieder gerade zu rücken.
    Wenn es ganz arg schlimm mit deinem Bekannten wird, und seine Mutter 'fühlt' dass er sich etwas antun wird,
    kann sie ihn auch zwangseinweisen lassen. das klingt hart, kann aber hilfreicher sein, als nur ohnmächtig daneben zu stehen und aufs bittere Ende zu warten.
    Es gibt sicherlich auch Selbsthilfe Gruppen für Angehörige von Depressiven. Dort kann sie bestimmt von mitbetroffenen Müttern erfahren, wie sie ihrem Sohn helfen kann.
    Leider kenne ich Fälle, wo der Depressive am Ende dochnicht von seinem Vorhaben abgebracht werden konnte.
    Gott habe sie alle selig!
    Gut wäre ein Versprechen, ihn zu all seinen Dates mit Ärzten zu begleiten.

    ἷʰʳ ʷᵉʳᵈᵉᵗ ˡᵃᶜʰᵉᶰ,ᶤᶜʰ ᵐᵉᶤᶰᵉ ᵉˢ ᵉʳᶰˢᵗ.►►►zᵉᶤᵍᵉ ᵐᶤʳ,ʷᶤᵉ ᵈᵘ ᵐᵃˡˢᵗ ᵘᶰᵈ ᶤᶜʰ ˢᵉʰᵉ ʷᵉʳ ᵈᵘ ᵇᶤˢᵗ.ˑ
  • Guru
    Guru
    @schlmpf
    ...hmm, hört sich nach Bindungsstörung an.

    LG
    Rudi .
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  • fpmlhcs
    @El-Meky + Guru

    Herzlichen Dank für Euren Beitrag.
  • fpmlhcs
    Danke Rudi nochmal für den Link. Werde ich heute Abend durchlesen. Ich bin sicher, dass da etwas hilfreiches drinsteht. Die Person hat als Baby eine Gehirnhautenzündung gehabt und war ein paar Wochen alleine (Isolationsstation ohne Mutter) im Krankenhaus. Deswegen, meine ich ist Dein Hinweis wertvoll.
  • neuronales rauschen
    neuronales rauschen
    @schlmpf

    dazu gibt's eigentlich wenig zu sagen. Außer vielleicht, wie viel Menschen bereit sind auszuhalten, bevor sie sich Hilfe suchen und was machen. Der Weg zum Arzt wäre der erste Schritt, ein Aufenthalt in einer Klinik für Psychosomatik wohl der nächste. Daran ist nichts schlimmes. Hab ich auch schon hinter mir.
  • 7akx3tx
    die mutter wird ihn nicht helfen können. klinik ist dringend nötig
  • nighthawk
    nighthawk
    hi schlmpf,
    wenn jemand dauernd von selbstmord redet, ist es ein fast sicheres indiz dafür, dass er es nicht tut. manche stellen sich auch aufs dach und warten, bis sie von polizei und feuerwehr heruntergeholt werden. die leute die es tun, erzählen meist nichts davon, so dass die angehörigen oft aus allen wolken fallen, weil sie vorher nichts bemerkt haben. (das ist ja das schlimme daran.) der selbtmord verlangt ja auch eine gewisse fähigkeit eigene entscheidungen treffen zu können und die auch durchzuziehen, und das sehe ich in diesem fall nicht. er droht ständig damit, um die bedingungslose rundumversorgung durch die mutter wieder sicherzustellen, die sie ihm einmal versagt hat, nachdem sie ihn aus dem "hotel mama" auszuquartieren versuchte. das ist natürlich ein problem, aber ob hier medikamente helfen, wage ich zu bezweifeln? .

    ps. ich habe mir mal geschworen mich umzubringen, wenn es mit der künstlerkarriere nicht klappt. und da ich meine versprechen immer einzulösen bemüht bin, war das der beste antrieb, um nicht aufzugeben. meiner mutti habe ich nichts davon erzählt, was soll sie sich noch mehr sorgen um ihren bekloppten sohn machen?
  • nighthawk
    nighthawk
    um mal meine küchenpsychologiekenntnisse zu bemühen, könnte es sich auch um eine schwere persönlichkeitsstörung handeln. dependente, schizoide oder schizotype störung kämen mir da zb. in den sinn. wobei die schizos ja erstmal redlich bemüht sind, sich an die verhältnisse anzupassen und irgendwann mal zusammenbrechen, weil sie das nicht können. dependente werden immer dann schwerstdepressiv, wenn sie ihren "versorger" verlieren. das kann der ehepartner, der bruder oder die mutter, wer auch immer sein, an den sie sich klammern können. wenn schnell kein neuer "versorger" (das auch und vor alleim im emotionalen sinne) gefunden wird, empfinden diese leute das als lebensbedrohlich. in kombination mit borderlinestörung gibt es dann tatsächlich dramatische szenen mit selbstverletztungen und demonstrativ aus dem fenster springen wollen, usw. das ist dann nicht mehr so lustig. das problem ist, dass diese leute ihre störung als ich-synton empfinden, das heisst - sie betrachten sie als zu ihrem wesen dazugehörig. das unterscheidet sie von den klassisch depressiven, denn sie wissen, wie sie vorher waren und empfinden ihren zustand als ich-dyston, haben großen leidensdruck und sind daher eher bereit sich hilfe zu holen, als persönlichkeitsgestörte, wo die depression dann irgendwann mal als begleiterscheinung auftreten kann. warum sollen sie sich auch behandeln lassen wenn nicht sie, sondern die anderen, die mutti oder gar die ganze welt spinnen? die anderen sollen sich ändern und nicht man selbst! nur sehr schwer behandelbar, die ganze geschichte..
  • El-Meky
    El-Meky
    Ich denke mal, dass es viele verschiedene Formen von Depressionen gibt,
    so viele, wie es auch Auslöser gibt.
    Die Wissenschaft heute räumt sogar ein, dass eine chronische Depression in den Genen angelegt sein könnte.

    Bei mir war es so, dass ich mich selbst, mein Umfeld und die ganze Welt nicht ertragen konnte und wollte.
    Das ist nicht meine Welt!
    Alles, angefangen von den kleinsten alltäglichen Tätigkeiten, die ich ohne enorme Kraft(Energie) Anstrengung nicht mehr bewältigen konnte und wollte, alles fiel mir unendlich schwer. Hinzu kommt die bleiernde Müdigkeit, eine Sehnsucht, wie ein Dornröschen einfach für 100 Jahre einzuschlafen. Es war, als stünde ich still von dem großen Spieltisch auf, keine Lust mehr mitzuspielen, weil die Spielregeln für mich unverständlich und willkürlich sind.
    Und dann war da noch so eine nicht enden wollende Traurigkeit. Als wenn jemand einen Hahn aufgedreht hat und ich dicke Tränen weine und weine und weine.....

    ..
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  • Prozessblack
    @ Schimpf

    Ich halte diese Nahbeziehung auch nicht geeignet um therapeutisch wirksam zu werden. Dazu braucht es eine professionelle Beziehung. Die Mutter soll Mutter bleiben, die Gefahr einer Co-Abhängigkeit ist gegeben. Ein Professioneller weist bei Suizidandrohung ein, er ist dazu verpflichtet, als nahestehender Angehöriger wird man im Dilemma bleiben und es nur im Ausnahmefall tun, er bleibt mit seinen Ängsten und Erpressbarkeit in gespannter Beziehung mit dem Betroffenen.

    Ich empfehle genauso dringend psychosoziale Hilfe für Angehörige anzunehmen! (Vor allem weil auch der Betroffene selbst nicht gewillt ist, eine solche aufzusuchen)

    Das Kontakthalten und die Beziehungen im Umfeld finde ich dennoch außerordentlich wichtig!

    Dass jemand der von Suizid spricht keinen begehen wird, ist leider nachweislich ein Irrtum, wenn auch weit verbreitet. Die meisten Suizide werden angekündigt. Und ein "Nicht-Ernstgenommen-Werden" im eigenen Leid verstärkt den Druck.

    .
  • nighthawk
    nighthawk
    @ ella; hm, sowas kenne ich nicht. ich komme aus einer welt, in der es vorrangig erstmal ums überleben ging, und so ein sohn natürlich als pure plage und strafe gottes empfunden wurde. da hätte jeder gewünscht, dass der mal von einem laster überfahren wird, damit die familie ihn los ist und endlich ruhe einkehrt. psychologische hilfe gab es nicht, höchstens anstalten, wo an solchen leuten die neuesten medikamente getestet wurden, damit die gesellschaft wenigstens etwas davon hatte. entweder man funktionierte, oder man ging unter. aber die udmurten bei uns waren noch viel schlimmer. die haben solche typen früher einfach in den wald gejagt. ich stamme ja sebst zu einem viertel aus dieser volksgruppe.
    meine vorfahren waren noch vor 100 jahren furchtlose bärenjager, die nur mit einem spieß und messer bewaffnet auf bärenjagd gingen. dann kam die sowjetmacht und zwang sie in die kolchosen und die kinder steckte man ins internat um halbwegs zivilisierte menschen aus ihnen zu machen. sie sind alle zu furchtbaren säufern geworden. meine udmurtische oma hatte in den 50gern eine illegale kneipe bei sich im keller betrieben mit selbstgebrannten wodka im angebot. alles wussten das, alle gingen heimlich hin und keiner unternahm was dagegen. es gab ja sonst keine kneipen, sondern nur einen "kulturpalast der werktätigen" - wo die armen werktätigen nach feierabend mit leienhaften theaterdarstellungen gequält wurden und sich danach in eine liste eintragen mussten, damit der "politruk" am nächsten tag überprüfen konnte ob wirklich alle an der "kulturellen erbauung" teigenommen haben. meine oma war eine echte punkerin nach heutigen maßstäben. das sind die gene, die ich geerbt habe. ..
  • annette_r
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