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    MCWendt WEISZ
    FINISSAGE: 29.Januar 2017 13 bis 18 Uhr

    Eröffnung: 04. Dezember 2016  13 Uhr
    Dauer: 04. Dezember 2016 bis 29. Januar 2017 
    Offen: Freitag, Samstag, Sonntag  13 bis 18 Uhr
    Platz: Kunst im Taut Haus 
    Parchimer Allee 85b, 12359-Berlin
    Künstler: Judith Karcheter
    Malte Hagen Olbertz
    Sven Stuckenschmidt
    Stephan Brenn 
    Sonja Blattner
    Nadya Dittmar
    Jake Blaschka
    Jennifer Braun
    Kurator: Mirjam C. Wendt


    WEISZ
    Weiß ist alles und nix. 
    Tautsche Farbpalette trifft ins Weiße.
    Ist die Heterotopie der Farben. 
    Das Tischtuch ohne gestärkte Sitten. 
    Schwarz auf Weiß mit Tipp Ex korrigiert. 
    Prismatisch zerbricht das Reine, setzt sich wieder zusammen. 
    Weißes Gold des leisen Todes.
    Horror vacui des weißen Blattes gebiert alle Möglichkeiten. 
    Weiße Landschaft schläft.





    Unfassbar, was Farben alles können!
    Einige wärmen, andere kühlen, aktivieren Glückshormone, sind einfach da und überall. Sie können eine Liaison eingehen und uneigennützig in sich selbst aufgehen oder zu einer ganz neuen Farbe verschmelzen. Andere beißen sich. Schmerzen in den Augen oder flirren. Farben schaffen Stimmungen, senden Signale aus, sprechen andere und zugleich alle Sprachen.
    Unterschiede und Geschmack werden sprachlich zu Zinnober, Curry, Lindenblütensorbet, Pistazie, Masala.
    Aber was ist mit Weiß? Der Reinheit, das Unbefleckte, die Weisheit. Weiß ist ein Versprechen. Das weiße Hemd schafft Autorität, die weiße Weste ist ein Ehrenwort.
    Am Anfang war das Nichts, und Gott sprach, es werde Licht. Weiß ist die Heimat des Lichtes, dass alles Sichtbare gebiert. Und doch ist Weiß keine Farbe. Weiß ist die Summe aller Farben im Lichtspektrum, eine Nichtfarbe. Und zugleich pure Reinheit, unbefleckt.
    Isaak Newton zeigte das in seinen Prisma Experiment. Johann Wolfgang von Goethe erforschte stattdessen den Raum zwischen den reinen Farben.
    Weiß ist die leere Leinwand, der Neuanfang, der symbolische Frieden, die Reinheit. Weiß ist weiß ist schwer zu fassen. Auf Dauer ist es schwer zu ertragen. So grell kann es sein. Erst das Spiel von Licht und Schatten gibt dem Weiß seine Lebendigkeit. Schneeweiß, Brilliantweiß, Zinkweiß, Käseweiß, Kreidebleich.
    Ein weißes Blatt Papier kann einen horror vacui auslösen. Und ein winziger Fleck auf Weiß kann die gesamte Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

    Weiß trägt alles und ist damit vielleicht die schwerste Farbe.


    WHITE
    White is everything and nothing.
    Taut's colour palette meets white.
    It is the heterotopy of all colour.
    The tablecloth without strong manners.
    Black on white, corrected with Tip Ex
    The pure breaks prismatically, settles again.
    White gold of silent death.
    Horror vacui of the white leaf offers all possibilities.
    White landscape sleeps.




    Unbelievable, what colours can do!
    Radiate warmth, breath cold or activate endorphins. They are here, there and everywhere.
    They can connect with one another, unselfishly absorbed in themselves or melding together into a whole new colours. Others bite; burn like a pain in the eyes or flicker with motion. Colours create moods, send signals, intercommunicate simultaneously in one and all languages. Differences and tastes take forms of cinnabar, curry, lime blossom syrup, pistachio and masala.

    But what about white? The purity, the immaculate, the wisdom. White is a promise; the white shirt creates authority, the white collar/vest a word of honour. In the beginning was the void, and God said, let there be light. White is the home of light where everything visible is born. And yet white is no colour. White is the sum of all colours in the spectrum, a non-colour at the same time as absolute taintless purity. Isaac Newton proved with his prism experiment while Johann Wolfgang von Goethe explored the space between the pure colours. White is the blank canvas, the new beginning, the symbolic peace and purity. White is white is hard to grasp. In the long run, it is difficult to bear, as glaring as it can be. Only the game of light and shadow gives white its vibrancy. Snow white, brilliant white, zinc white, chalk-white.
    A white piece of paper can trigger a horror vacui and a tiny stain of white can attract full attention.

    White bears everything and is perhaps, the most difficult colour.


    http://www.judithkarcheter.com
    http://www.maltehagen.de
    http://www.svenstuckenschmidt.de
    https://www.brenn-projects.com/
    http://www.sonjablattner.de
    http://www.nadyadittmar.de
    https://www.jakeblaschka.com/
    http://jennifer-braun.de/

    Jake Blaschka und Stepahn Brenn

    Sonja Blattner, Malte Hagen Olbertz, Judith Karcheter

    Sven Stuckenschmidt, Nadya Dittmar, Malte Hagen Olbertz

    Nadya Dittmar, Sonja Blattner, jake Blaschka

    Jenifer Braun

    Stephan Brenn, Nadya Dittmar, Jake Blaschka
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