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  • wodurch wird ein bild zu etwas, das man als kunst sehen MUSS? (wenn man unbedingt will.)

  • absurd-real
    M.ich selbst nochmals korrigiert; Genauso wie bspw. die Natur benötigt auch ein entstandenes Werk..keine anderen Meinungen, damit es das sein darf/kann was es bereits seit seiner Existenz ist.
    Das bemerkenswerteste erschaffene Meisterstück menschlicher Existenz, könnte, natürlich von mir erschaffen, Jahrhundertelang unentdeckt geblieben sein, und war dennoch von Beginn an bereits dieses Kunststück. Es wird eben bloß durch Meinung anderer nochmals (anders) definiert -besser gesagt- bestätigt.
    Ist man völlig unabhängig, und muss sich nicht darum scheren ob das Ergebnis anderen soweit gefällig ist,i dass es verkauft werden kann etc, reicht es völlig aus die Bilder im stillen Kämmerlein zu horten, da sie durch den Entstehungsprozess und deren Notwendigkeit bereits ihren Zweck erfüllten. Macht man jedoch seine Kunst öffentlich, erreicht man damit die Möglichkeit auch in anderen Menschen etwas zu bewegen (Ich finde, dass geht manchmal am Besten indem man die Dinge so nachstellt wie man sie empfindet, nicht wie sie aussehen mögen.). Somit besteht schon eine Gegenseitige Abhängigkeit zwischen Werk und Betrachtern, aber bloß um der Bezeichnung Willens. Und natürlich wegen des Egos, das Bestätigung braucht, als wäre man Gott himself (wenn es so etwas gäbe).
    Vieles ist aber auch ne Frage der Enstehungszeit. Einige Kunstwerke gefallen einfach mehr auf Grund historischen Hintergrundes. Oder eben wegen der persönlichen Geschichte, der Entstehungsprozess, der Grund, die Ursache, die Intention dahinter, welches Schicksal steckt dahinter, welche Notwendigkeit obliegt dieses Werk, oder hat die Person einfach nur dicke Titten wie Dolly Buster!?!
  • U
    Kunst definiert haben wir ja schon hier: Was ist eure Definition von Kunst?

    Ein Werk, das "man" gesehen haben "muss" (wenn man will) entsteht letztlich über Ruhm und Preis - sofern "man" die Durchschnittsmasse meint und "muss" den gesellschaftlich motivierten inneren (Sensations-)Drang, der dem Betrachten eines Fußball-WM-Endspiels entspricht oder einer Reise zu den Pyramiden.

    Also ist die Frage hier, wie entstehen Ruhm und Preis.
    Und hier kommt siku ins Spiel, nicht das Schubfach und nicht der Selbstwert.
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  • Doktor Unbequem
    Wie kann "man" denn ein Bild "als Kunst sehen"?
    :))
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  • annette_r
    annette_r
    @siku Ohne in einen Diskurs zu Kant gehen zu wollen, erinnere ich mich, dass Kant das analytische a priori Urteil zu wenig Erkenntnisreich war und er sich mehr auf das synthetische a priori Urteil bezogen hat. Unter zur Hilfenahme der Arithmetik. Das synthetische a priori Urteil (6x3=18) bezieht sich meines Wissens auf die Vernunft, Notwendigkeit, Erkenntnis, Allgemeingültigkeit, Wahrheit und ist damit Folge des logischen Denkens und des Konstruktiven. Wenn Kunst also ein synthetisches a priori Urteil wäre müsste es dann eine Terminologie dafür gegeben, so wie sich für jede mathematische Gleichung eine Formel herleiten lässt.
    Bei Kant Zitat Siku: ist das Kunsturteil ein Geschmacksurteil und das Erkennen ist uns eingepflanzt. Wenn das Erkennen uns also immanent ist, so stellt sich mir die Frage ob dieser Kunstgeschmack individuell somit nicht allgemeingültig und damit ein Bild deshalb Kunst ist weil es als solches z. B. vom Produzenten definiert wird unabhängig davon ob andere es als solches bezeichnen oder ist er archetypisch und müsste es dann nicht eine allgemeine Terminologie dafür geben an Hand derer ein Bild erst zur Kunst wird unabhängig von Ruhm oder Preis?
  • U
    @annette_r
    @siku Ohne in einen Diskurs zu Kant gehen zu wollen, erinnere ich mich, dass Kant das analytische a priori Urteil zu wenig Erkenntnisreich war und er sich mehr auf das synthetische a priori Urteil bezogen hat. Unter zur Hilfenahme der Arithmetik. Das synthetische a priori Urteil (6x3=18) bezieht sich meines Wissens auf die Vernunft, Notwendigkeit, Erkenntnis, Allgemeingültigkeit, Wahrheit und ist damit Folge des logischen Denkens und des Konstruktiven. Wenn Kunst also ein synthetisches a priori Urteil wäre müsste es dann eine Terminologie dafür gegeben, so wie sich für jede mathematische Gleichung eine Formel herleiten lässt.
    Bei Kant Zitat Siku: ist das Kunsturteil ein Geschmacksurteil und das Erkennen ist uns eingepflanzt. Wenn das Erkennen uns also immanent ist, so stellt sich mir die Frage ob dieser Kunstgeschmack individuell somit nicht allgemeingültig und damit ein Bild deshalb Kunst ist weil es als solches z. B. vom Produzenten definiert wird unabhängig davon ob andere es als solches bezeichnen oder ist er archetypisch und müsste es dann nicht eine allgemeine Terminologie dafür geben an Hand derer ein Bild erst zur Kunst wird unabhängig von Ruhm oder Preis?
    selbst wenn es dann Kunst wäre - warum sollte "man" es dann sehen "müssen"?...

    Edit: selbst wenn es -nach welcher Terminologie auch immer- als Kunst definiert wäre, warum sollte "man" es dann sehen "müssen"? Ab wann und wodurch ist es dermaßen großartige Kunst, dass "man" sie gesehen haben "muss" vor dem Ableben?
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  • Doktor Unbequem
    Ja, die Fragestellung ist mehrfach verschwurbelt...
  • heinrich



    ...also Altarretabel bemalen :-)




    ja, im übertragenen Sinne natürlich...

    :-}



    .
  • heinrich
    Alles anderes ist Nicht-Kunst,
    die ich nicht sehen MUSS...

    :-}
  • annette_r
    annette_r
    @U Meine Antwort bezieht sich zum einen auf a priori zum andern auf die Fragestellung des Threads die aus meiner Sicht nicht darum geht, ob ich etwas gesehen haben muss, sondern was muss ein Bild haben damit es als Kunst gesehen werden muss. Und wie schon bei Siku erwähnt ist der Kunstgeschmack jedem immanent, die Frage die ich stelle ist, ist er individuell oder archetypisch. Ist er archetypisch muss es eine allgemein gültige Terminologie für Kunst geben, das heißt nicht das alle dieses Kunstwerk gesehen haben müssen aber jeder der es sehen wird es als Kunst sehen und das nicht weil es berühmt ist oder einen hohen Preis hat. Die Sixtinische Kapelle ist nicht Kunst, weil sie berühmt ist, sondern sie ist berühmt weil sie Kunst ist und die meisten Menschen die sie sehen werden sie als solches wahrnehmen.
  • b29
    b29 wodurch wird ein bild zu etwas, das man als kunst sehen MUSS? (wenn man unbedingt will.)
    Wenn irgendwer, von der oder dem man sagt, sie oder er haben Ahnung von Kunst, sagt: Das ist Kunst.
  • U
    @annette_r: ich wollte -da es den Kunstdefinitionsthread ja schon so oft gab- den Titel (schon wg der Aufforderung von overboard...) absichtlich missverstehen, einfach um auf Abwege zu führen. Aber ist eh nicht mein Tag heut, und Taktik nicht mein Ding. Egal

    (Stand da anfangs schon "Bild"? Nicht "Kunstwerk", was ja schon Kunst wäre? Hm. Zu wenig Schlaf. Vergiss mich einfach.)

    ((Obwohl mich das echt mal interessiert hätte: welche Kunst meint man für welchen Zweck -oder welches Gefühl- gesehen haben zu MÜSSEN. Was bringt es einem Kreativen und was kann es ihm schaden, der Blick auf die Anderen, die Großen?...Kann es nicht auch schaden? Weil das eigene überdecken? Na ja, egal. Zu müde. Sry))
  • annette_r
    annette_r
    ((Obwohl mich das echt mal interessiert hätte: welche Kunst meint man für welchen Zweck -oder welches Gefühl- gesehen haben zu MÜSSEN. Was bringt es einem Kreativen und was kann es ihm schaden, der Blick auf die Anderen, die Großen?...Kann es nicht auch schaden? Weil das eigene überdecken? Na ja, egal. Zu müde. Sry))

    @U Ist durchaus eine interessante Frage. Dazu vielleicht einfach mal einen eigenen Thread eröffnen.
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Wenn das Bild bei anderen Betrachter(Inn)en ein Gefühl erzeugt, eine Emotion hervorruft, oder ein Denken ingang setzt, wenn es eine nichtlogische Verwirrung erzwingt, dann ist es für mich Kunst. Danach suche und strebe ich. Vielleicht glückt mir ja irgendwann mal ein Kunstbild? Bis dahin muss ich aber noch viel arbeiten und üben, das ist mir wohl bewusst, aber dieses Arbeiten und Üben ist ja notwendig, um sich zum Kunstschaffenden zu bilden und zu formen. Ob einem jemals Kunst glückt, weiß man ja nie, dass ist ganz schwer an und über sich einzuschätzen, wo doch die Frage, was denn überhaupt Kunst ist, schon so schwer zu beantworten ist.
  • Thomas Lenz
    Thomas Lenz
    Die Antwort, auf die Frage was Kunst ist, wird wohl nie zufriedenstellend beantwortet werden können. Dazu müsste man Erschaffendes durch ein Raster laufen lassen, ähnlich wie das Sortieren von Äpfeln. Nicht zu groß, nicht zu klein..... und dann wäre das Erschaffene ja keine Kunst mehr! Jeder beantwortet diese Frage für sich selbst. Bei jedem Werk vom Neuen! Und das wird auch so bleiben.
  • absurd-real
    Solange die Antworten auf die immer gleiche Frage vorhersehbar sind, scheint sich diese Kunst auch nicht anders verhalten zu können. Naja, Hauptsache eure Art von Kunst passt ins Förmchen.
  • buatsnenrets

    Solange die Antworten auf die immer gleiche Frage vorhersehbar sind, scheint sich diese Kunst auch nicht anderes verhalten zu können. Naja, Hauptsache eure Art von Kunst passt ins Förmchen.


    was ist denn " eure art" von kunst ?
    und wie unterscheidet sie sich von "deiner" art von kunst???

  • Doktor Unbequem
    Wenn das Bild bei anderen Betrachter(Inn)en ein Gefühl erzeugt, eine Emotion hervorruft, oder ein Denken ingang setzt, wenn es eine nichtlogische Verwirrung erzwingt, dann ist es für mich Kunst.


    Erzeugt nicht jede Betrachtung ein Gefühl, nur Art, Körperregion und Intension variieren?
    Die Betrachtung eines Löffels kann Denken aktivieren, ist er dann Kunst?
    Gibt es auch logische Verwirrung? Bzw.: Ist Unlogik nicht immer verwirrend, so man sich drauf einlässt?
    Wenn ich einen Stein zerschlage, in einer Vitrine platziere und ein Schild mit dem Wort "Pups" danebenstelle, mag dies verwirrend sein. Ist es dann Kunst?
    WIeder mal Fragen über Fragen...
    :)
    Signature
  • otto_incognito
    otto_incognito Rasterfahndung
    Die Antwort, auf die Frage was Kunst ist, wird wohl nie zufriedenstellend beantwortet werden können. Dazu müsste man Erschaffendes durch ein Raster laufen lassen, ähnlich wie das Sortieren von Äpfeln. Nicht zu groß, nicht zu klein..... und dann wäre das Erschaffene ja keine Kunst mehr! Jeder beantwortet diese Frage für sich selbst. Bei jedem Werk vom Neuen! Und das wird auch so bleiben.


    Nachdem hier die einzig denkbare Methode zur Klärung, was Kunst sein könnte,
    vogeführt wird und gleichzeitig als ungeeignet erklärt wird, bleibt nichts zurück als
    eine kleine, gemütliche Verwirrung.. Das ist virtuos, fast genial.
    Besser noch als Äpfel eignen sich übrigens Kartoffeln.


    ...
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  • Doktor Unbequem



    gleichzeitig als ungeeignet erklärt wird
    ...

    hmmm - also von mir hat er grün gekriegt, keiner votete dagegen...
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