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  • Leinwand schlaff/wellig nach Grundierung

  • waves Leinwand schlaff/wellig nach Grundierung
    Ich habe folgendes Problem:
    Ich habe Leinwände aufgespannt (25x30 cm/Stoff Provence/Classic-Keilrahmen von boesner) und diese anschließend grundiert. Nach dem Aufspannen/Tackern ist der Stoff trommelstramm, nach der getrockneten Grundierung ist er jedoch wesentlich schlaffer und teilweise sogar wellig.

    Grundiert habe ich mit Gesso von guardi (wässrig verdünnt). Das Ergebnis waren stark gewellte Leinwände. Anschließend habe ich neu bespannte Rahmen mit Plextol grundiert (wässrig verdünnt und auch in sämiger Konsistenz). Das Ergebnis ist besser, es entstand keine Wellung, jedoch ist der Stoff wesentlich schlaffer als vor der Grundierung.

    Das Nachspannen mit Keilen funktioniert temporär, im Laufe der Zeit werden diese tendenziell locker und der Stoff wieder schlaffer. Momentan ist es sehr heiß, evtl. hat das Verhalten des Stoffs mit der Witterung zu tun? So richtig glaube ich das jedoch nicht.

    Kennt jemand das Problem oder hat eine Lösung? Oder anders gefragt: wie bekomme ich richtig straffe und zugleich grundierte Keilrahmen?

    Herzlichsten Dank.
  • Martin Mißfeldt
  • efwe
    efwe
    eigentlich sollte das Gewebe sich zusammenziehen.
    od grundier erst den Stoff und spann danach auf den dafür vorgesehenen rahmen
    lg..
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  • Thorsten Bechtluft
    Thorsten Bechtluft
    Mit dem Provencegewebe hatte ich bisher noch keine Probleme. Allerdings mach ich eine Vorleimung mit Hasenleim, bevor die Grundierung draufkommt.
    Es kann auch einfach sein, dass durch die Verdünnung mit Wasser der Auftrag zu dünn ist. Vorgeleimte, dünne Gewebe haben meistens auch starke Wellen bevor die Grundierung drauf kommt.
    Versuch mal, ob es besser wird mit einer 2. Schicht Gesso, möglichst unverdünnt.
  • iaPamlaT wenn
    Wenn jemand mal ein umfassendes Video zum Thema Grundierung machen wollte, sollte er erst mal damit anfangen auf welchem Stoff er grundiert. Grundierung auf Holz, auf Leinen, auf Baumwolle etc. . Dann mehrfache Grundierung oder einfache - wann was und so weiter. Und dabei dann alles möglichst begründen - zb wieso viele Pigmente in der Grundierung und so weiter.
    Nach tausenden von Jahren Kunst und den Möglichkeiten des Internet finde ich es enorm traurig, wieviel wirklich über das Internet ausgetauscht wird in Sachen Kunst.
    Nichts gegen Dich Martin - es sei denn Du hättest das Video erstellt.
  • Martin Mißfeldt
    Martin Mißfeldt
    ja, das Video ist von mir. Klar gibt es dutzende Methoden, die vom Bildträger und den zu verwendeten Farben abhängen. Was ich im Video zeige, ist halt sehr einfach und kostengünstig.

    Ein Hauptproblem ist oft, dass man sich durch eine zweite Grundierung die Spannung aus dem Gewebe nimmt. Mit der ersten Schicht wird zwar viel Flüssigkeit aufgetragen, aber zu wenig Binder. Dann kommt es zwar zu einer straffen Oberfläche, die aber eben nicht wirklich versiegelt ist. Mit der nächsten (wässrigen) Schicht lösst sich das Ganze dann auf - meist ist die Zugfähigkeit des Gewebes dann aber "verbraucht". Daher würde ich insbesondere Einsteigern immer empfehlen, nur eine Schicht aufzutragen, die möglichst gut geeignet ist..

    Edit: ach so: und ich verwende fast nur feste Baumwolle (auch im Video) - finde ich viel einfacher zu verarbeiten als echte Leinwand, die doch recht spröde ist....
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  • iaPamlaT ok
    bin halt nur frustriert, weil in so vielen Videos das Gleiche dargestellt wird, ohne näher drauf einzugehen, was Du ja jetzt gemacht hast - also ok wenn es Dein Video ist, Du es hier reinstellst und dann für Fragen dazu offen bist, nehm ich alles zurück.
    Frage dazu: Wieso sollte sich jemand die Mühe machen, selbst zu bespannen und zu grundieren. Meinst Du, dass wenn man das beherrscht, dadurch eine höhere Qualität gewährleistet ist, oder machst Du es nur wegen Kostengründen selber? Ernste Frage - zumal ich inzwischen sehr viele Rahmen habe, die bespannt werden müssten, da ich die Leinwand vollständig zerstört habe.
  • Roderich
    Roderich
    .....und täglich grüsst das murmeltier!
    dieses thema hatten wir doch schon mehrmals im forum..............und ich kenne es aus erfahrung nur andersrum, das gewebe wird bei mir durch die grundierung immer deutlich straffer, hatte sogar schon leichte probleme das die spannung zu hoch war und die holzlatten sich geringfügig dadurch verzogen (verbogen wurden) haben.
    kann eigentlich nur an dem verwendeten maltuch (baumwolle, leinen, kaktusseide usw.) liegen, oder?
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  • waves
    Herzlichen Dank für die Tipps.
    Ja, ich werde mal ein anderes Maltuch verwenden und mit der Verdünnung der Grundierung experimentieren und schauen, wie sich das verhält.
    @Martin: Dein Video zum Aufspannen der Leinwand auf youtube ist super!

    Schönen Sonntag
  • Martin Mißfeldt
    Martin Mißfeldt
    @waves Danke :-)

    @TamlaPai Selber bespannen und grundieren lohnt sich ab etwa 5 - 7 Leinwänden (ca. 70 x 50 cm). So grob über den Daumen ... (wenn man Kosten für Keilrahmen, Baumwolle / Leinwand und Grundierung addiert).

    Der Vorteil liegt vor allem bei den Keilrahmen-Leisten: diese kann man im Markt (z.B. Bösner) gut raussuchen und dann ca. 6 Monate hinlegen und lagern. Danach sieht man, wenn schiefe oder krumme dazwischen sind, die man dann ausmustert. So hast Du auf jeden Fall dauerhaft gute Leisten. Bei der Leinwand bzw. Baumwolle ist es auch so, dass Du das Zusammenspiel zwischen Material und Grundierung bzw. Farbe viel besser einschätzen kannst (wenn Du erste negative Erfahrungen gemacht hats, kannst Du den Prozess entsprechend anpassen). Man kann auch z.B. mit Nessel, Jute oder ähnlichem experimentieren ...

    Wer pro Halbjahr nur ein oder zwei Bilder malt, ist sicherlich besser beraten, sich fertige Leinwände zu kaufen. Man verliert damit nur die Kontrolle über einen wichtigen Teil des Schaffensprozesses.
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  • iaPamlaT
    ok danke martin
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