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  • Die Kulturkrise - die menschliche Kreativität ist am Ende

  • paul gribov
    paul gribov Die Kulturkrise - die menschliche Kreativität ist am Ende
    Das es in der Kunst schon lange nicht mehr möglich ist, etwas absolut neues oder originelles zu erschaffen, ist für viele leider schon längst kein Geheimnis mehr.
    Wie erklärt man sonst die immer steigende Tendenz der Industrie, alles zu recyceln, neu aufzulegen, zu remastern?
    Was ist, wenn sich die menschliche Kreativität bereits erschöpft hat?
    Drohen dann über die kommenden Jahre nur noch Remakes von Remakes, Neuauflagen von alten Klassikern bis es zu dem Punkt kommt, wo der gelangweilte Konsument jegliches Interesse an jeder Art von Kunst und Unterhaltung verliert?
    Täusche ich mich, oder befindet sich gerade die Kultur in einer Kriese? Menschliche Kreativität ist an sich nur durch die Limitierung des Gehirns begrenzt, selbst Drogen öffnen für die meisten Künstler keine neue Wege mehr. Es wird einen anderen Weg geben müssen, um auf neuartige Ideen zu kommen...
  • heinrich
    Nein, keine Kriese,
    mit Unterhaltung kannst du schneller und mehr Geld verdienen...
    als mir der Kunst...

    :-}
  • rundesdreieck
    rundesdreieck
    Das es in der Kunst schon lange nicht mehr möglich ist, etwas absolut neues oder originelles zu erschaffen, ist für viele leider schon längst kein Geheimnis mehr.
    Wie erklärt man sonst die immer steigende Tendenz der Industrie, alles zu recyceln, neu aufzulegen, zu remastern?
    Was ist, wenn sich die menschliche Kreativität bereits erschöpft hat?
    Drohen dann über die kommenden Jahre nur noch Remakes von Remakes, Neuauflagen von alten Klassikern bis es zu dem Punkt kommt, wo der gelangweilte Konsument jegliches Interesse an jeder Art von Kunst und Unterhaltung verliert?
    Täusche ich mich, oder befindet sich gerade die Kultur in einer Kriese? Menschliche Kreativität ist an sich nur durch die Limitierung des Gehirns begrenzt, selbst Drogen öffnen für die meisten Künstler keine neue Wege mehr. Es wird einen anderen Weg geben müssen, um auf neuartige Ideen zu kommen...


    dass das jetzt hier erscheint, nenne ich synchronizität der ereignisse.
    kurz vorher ging mir der begriff "inhaltsleere" durch den kopf. und zwar in bezug auf diese gesellschaft. eigentlich auf die heutige zivilsation.
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  • Doktor Unbequem


    kurz vorher ging mir der begriff "inhaltsleere" durch den kopf.

    absolut spitze! Freud lässt grüssen..
    :)))
  • -Ren-
  • rundesdreieck
    rundesdreieck


    absolut spitze! Freud lässt grüssen..
    :)))

    über dich selbsternannten "doktor unbequem" (freud lässt vor allem diesbezüglich grüssen) kann man sich nicht allzuviele gedanken machen. selbst wenn man verzweifelt nach einem motiv dafür suchen würde.

    auch nicht sehr viel mehr gedanken kann man sich über den "israel"-pinsler machen, da er seine picts (die sind ok gemalt, aber mehr auch nicht) wie beliebige, 360°-deutbare kommentare irgendwohin stellt.
    ich hab mir den kubistischen copy-scheiss nicht weiter angesehn. er ist mir langweilig und schon 100 jahre vorher von anderen erzeugt worden. (das ist im gesellschaftlichen, kulturellen kontext dann tatsächlich interessant)

    weiterhin zu mr. "israel"
    diese art der kommentation wirkt auch etwas dümmlich. text, (der nicht pseudomysto-religiös daherschwabbert, sondern was mit dem thema zu tun hat), wäre mir dagegen recht. (falls man da was ernst nehmen soll.)
    ansonsten ist das alles bloss scheisse, die in´s kunstnet-klo abgeseilt wird, weil man grade den befehl "von ganz oben-unten" bekam : JETZT KACKEN !

    :-)))




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  • paul gribov
    paul gribov
    Ich glaube langsam nicht nur die Kultur, sondern die Menschheit selbst steht kurz davor von ihren eigenen Kreationen nach und nach ersetzt, abgelöst und am Ende ausgelöscht zu werden. Es möge vielleicht 30 Jahre dauern, vielleicht länger vielleicht geht es auch schneller, je nachdem wie schnell die Forschung in Bereichen der Künstlichen Intelligenz und Robotik voranschreitet. Ich persönlich bin mir ziemlich sicher das ich eines Tages eine Maschine begegnen werde, gegen die selbst Leonardo wie ein absoluter Amateur dar steht. Was mache ich dann, wenn der einzige Lebensinhalt keinen Sinn mehr macht, denn jede Art von Forschung, Philosophie oder Kunst wird überflüssig. Für den Tag habe ich nen alten Colt mit nur einer Kugel am geheimen Platz vergraben ;)
  • Doktor Unbequem


    über dich selbsternannten "doktor unbequem" (freud lässt vor allem diesbezüglich grüssen)




    das bedarf nun aber einer genaueren erklärung!
    oder wieder nur rhetoriksalat?
  • rundesdreieck
    rundesdreieck vielleicht wär die nachahmung ne befreiung für euch
    wäre dann zwar auch schon abgegessen aber ne echte alternative.
    FLATZ - demontage IX
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  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Ich habe mir einige Vorträge von Michael Spitzer angehört und sie rumoren in meinen Gedanken herum...

    Aber ich glaube langsam auch: Die Menschheit schaft sich ab und zwar mit den technischen Mitteln, die sie selbst dazu schafft. Ich denke, wir erschaffen immer mehr Mittel, die uns das Leben bequemer machen, uns das Arbeiten, das Denken erleichtern sollen und letztlich das Schaffen ersetzen und schlussendlich abschaffen. Die digitale Revolution, die alle so feiern, wird uns in die Abhängigkeit, Überwachung, virtuelle Realitätsvorspiegelung, ja Überflüssigkeit führen. Und wir bejubeln das in einem fast schon rauschhaften Geschwindigkeits-, Schnelligkeits- und Datenanbeten. Aber: es gibt noch einen kleinen Hoffnungsschimmer: schaltet die Geräte aus, geht an die Luft, in die Sonne und unter den Mond, setzt euch der Planetenfrequenzen aus, greift nach handfesten echten Mitteln, fühlt die Elemente, fühlt die erd- und kosmischen Energien und besinnt euch aufs eigene Denken und Fühlen. Dann gelingt auch ein Schaffen jenseits der digitalen Scheinrealitäten.

    Ich drücke uns allen die Daumen für die Zukunft!
  • El-Meky
    El-Meky Zeitalter der Klone
    Tiere, Pflanzen, Menschen und Kunst- alles nur noch Kloniert.
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  • paul gribov
    paul gribov
    Also ganz vereinfacht dargestellt: die Menschen bauen immer komplexere Maschinen und Roboter. Die Software für diese Roboter wird immer besser. Bereits heute ist es möglich den Beruf eines Börsenmaklers weg zu digitalisieren. Es gibt bereits eine spezielle Form von KI, die dazu in der Lage ist, eigenständig Gedichte, Storylines zu schreiben, Musik zu machen und natürlich digitale Kunst zu erschaffen.
    Es werden enorme Geldmengen in solche Forschungen gesteckt. Die Roboter und deren Software wird im Laufe der kommenden 30 Jahre solche technologischen Sprünge machen, das sie die Menschen auf jedem erdenklichen Gebiet überflügeln werden, auch in der Malerei. Wenn es einen solchen Roboter gibt, wird es natürlich einen riesigen Aufschrei geben.

    Die Behauptung, das wenn es so weit ist, Kunst,Wissenschaft und Philosophie überflüssig werden, bezog sich hingegen auf Stanislaw Lem. In einer seiner düsteren Erzählungen geht es um die Erschaffung einer übermächtigen KI, die am Ende allwissend ist und die Antwort auf jede Frage weiß. Wenn es keine Fragen mehr gibt, verliert Forschung,Philosophie, gar jede Art von Wissenschaft an Bedeutung.
    Ich fürchte mich konkret davor, das es zu meinen Lebzeiten einen Roboter geben wird, der schneller und effizienter Bilder malen könnte,als der größte Kunstgenie der Geschichte.
    Wenn es einem Chirurg heute gesagt wird, sie sind in 20 Jahren arbeitslos, weil eine Maschine kommen wird, die besser, billiger und effizienter operiert wie er, schüttelt er vielleicht mit dem Kopf. In 10 Jahren wird er schon heimlich damit beginnen, anderen Beruf zu erlernen, in 20 Jahren gibt es keine menschlichen Chirurgen, Maler, Doktoren,Philosophen mehr.
    Worauf ich hinaus will, ist die Angst vor der Technologie die selbst Künstlern gefährlich werden konnte. Auch wenn es komisch, futuristisch, aber gar unrealistisch klingen mag, es ist einer der Gründe, Angst vor der Zukunft zu haben. Es wird in den kommenden 30 Jahren einen derartigen kulturellen, technologischen und sozialen Wechsel geben, das es alle heutige Werte in Frage stellen wird. Aber dieses sehr komplexe Thema ist nicht so leicht in einem einzigen Forumbeitrag zu erläutern.
  • rundesdreieck
    rundesdreieck ansichten eines nachdenkenden ingenieurs
    Kultur ist ein wesentliches Medium für Moral. Wissenschaft und Bildung vermittelt Moral über den Verstand, die Kunst über die Emotionen.
    Im engeren, künstlerischen Sinne ist Kultur fast ausschliesslich erfreulich, denn sie hat viel mit Ästhetik, Emotionen, Freude, angenehmen Gefühlen und geistiger Freiheit zu tun.

    Kunst wurde und wird immer von den Mächtigen bezahlt und für ihre Zwecke benutzt (Auftragskunst). In Machtmissbrauch ist Kunst immer involviert (Religionen, Diktaturen).
    Kunst geht nach Brot. Künstler liessen und lassen sich kaufen und prostituieren sich für Geld und Ansehen. Sie sind die modernen Hofnarren der Reichen und Mächtigen.
    Die Religionen haben den grossen psychologischen Effekt von Kunst frühzeitig erkannt und für ihre Zwecke genutzt.

    Kunst hat neben der Wissenschaft die grössten menschlichen Werke hervorgebracht: Gedankliche Systeme, Philosophische Denkgebäude, Barockmusik, Klavierkonzerte, impressionistische Bilder, Jugendstil, Bauhaus-Design, Architektur, Fotografien, Romane, Gedichte.
    Die Kunstszene der Moderne lebt vom Tabubruch, der Provokation und dem Event. Kunst kommt nicht mehr von Können, sondern von Klamauk.
    Die Beliebigkeit und Inhaltslosigkeit der Kunst der Moderne funktioniert überall.

    Künstler werden heute nicht ausgebildet, sondern von den Medien gemacht: Viel Selbstüberschätzung, exhibitionistische Neigungen und eine auffällige Macke sind die Startvoraussetzungen.
    Die künstlerische Freiheit war immer nur eingeschränkt vorhanden. In der Kunst der Moderne existiert sie gar nicht mehr. Kunst für die kein Markt auszumachen ist, besitzt keine Existenzberechtigung.
    Damit aber zeigt die Kunst ihre begrenzte Bedeutung: Kunst ist im Existenzkampf des Menschen (um das nackte Überleben oder um Besitzt und Macht) nur eine Marginalie, nur das Decor.
    Kunst transportiert Wertvorstellungen, sie macht aber (leider) aus den Menschen keine besseren Menschen. Dazu eignet sich Bildung (im Verein mit Kunst) besser.

    es geht weiter.
    in seiner gesamtbetrachtung (hier kommt ein bisschen "brücke" zum thema) sieht er 3 perspektiven.

    die optimistische:

    1. Diese Zivilisation wird mit fortschreitender Bildung und Technik die Mittel in die Hand bekommen, um die vorhandenen Widersprüche zu überwinden.

    2. Der Bildung wächst in Zukunft eine Schlüsselrolle zu. Deshalb wird der Anteil der 'Intelligenzprodukte' zunehmen und Bildung zum bevorzugten Exportartikel der ersten Welt werden.

    3. Das Verhalten der Menschen lässt sich nicht ändern, es wird aber durch Vernunft und gesellschaftliche Normen zunehmend 'zivilisiert'.

    4. Mit zunehmender Bildung und einem naturwissenschaftlichen Weltbild nimmt die Gewalt ab und die Vernunft zu. Die Einzelstaaten der Erde wachsen zu einer Weltgemeinschaft zusammen und lösen alle Konflikte mit Vernunft.

    5. Bildung ist auch der Schlüssel zur Überwindung der Konflikte zwischen Arm und Reich: Die Reichen teilen zunehmend ihren Wohlstand mit den Armen und die Armen können mit Hilfe der Technik selber reich werden.

    6. Der exzessive Verbrauch natürlicher Recourcen und die damit verbundene Zerstörung der Umwelt sind temporäre Erscheinungen. Spätestens bei knappen Recourcen macht die Not erfinderisch.

    7. Die Risiken der Technik sind vorhanden, weil die Technik noch in den Anfängen steckt (was sind 150 Jahre?!). Technische Risiken sind prinzipiell beherrschbar.

    8. Die Religionen werden durch den steigenden Bildungsstand der Gläubigen gezwungen, ihr Weltbild den wissenschaftlichen Erkenntnissen anzupassen. Auf Basis der Naturwissenschaften wird sich ein wissenschaftliches Weltbild entwickeln, das den Religionen Konkurrenz macht.

    9. Es gibt keine Beweise für eine Verschärfung der Widersprüche. Im Gegenteil: Sind Widersprüche erst einmal erkannt, werden sie beseitigt, mindestens aber entschärft.

    -------
    die realistische:

    1. Spekulative Fragen nach der fernen Zukunft unserer Gesellschaft sind völlig überflüssig. Wen interessiert das und warum? Es ist wichtiger, sich um die brennend aktuellen Probleme zu kümmern.

    2. Ob diese Widersprüche existieren oder nicht, ist belanglos. So oder so muss jeder für sich persönlich das Beste aus diesem Leben machen.

    3. Die Menschen sind nun mal so, wie sie sind. Die Gesellschaft ist genau darauf eingespielt. Was soll daran verkehrt oder 'unnatürlich' sein?

    4. Macht und Gewalt sind prinzipiell nicht aus der Welt zu schaffen. Aber schon Goethe wusste den Ausweg: Du mußt herrschen und gewinnen / Oder dienen und verlieren, / Leiden oder triumphieren, / Amboß oder Hammer sein.

    5. Genau so, wie es Dumme und Schlaue gibt, wird es immer auch Reiche und Arme geben.

    6. Steht nicht schon in der Bibel: 'Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und macht sie euch untertan, und herrscht über die Fische im Meer und die Vögel des Himmels, über das Vieh und alle Tiere, die auf der Erde sich regen.' Was soll das ganze Gerede über die Zukunft der Umwelt? Die Erde hält uns doch offensichtlich aus.

    7. Die Technik ist die grösste Errungenschaft der Menschheit. Überall gibt es Risiken, nicht nur bei der Technik. Das ist einfach der Preis, den man für den technischen Wohlstand bezahlen muss.

    8. Religion gehört zur Kultur des Abendlandes. Ohne das Christentum wäre diese Welt ärmer. Es ist gut, dass sich trotz der vielen Technik noch etwas von der ursprünglichen Kultur erhalten hat. Auch wenn die meisten Menschen kaum noch zur Kirche gehen - was wäre Weihnachten ohne Glockengeläut und Gottesdienst?

    ---
    die pessimistische:

    Auch diese Zivilisation wird (wie alle bisherigen Zivilisationen) an ihren Widersprüchen untergehen. Untergang heisst mindestens: Der Massenwohlstand der ersten Welt ist nicht mehr aufrecht zu erhalten. Der Untergang kann graduell sehr unterschiedlich sein: Vom Zusammenbruch aller Technik bis zum Aussterben der menschlichen Art.

    2. Allein zwei Widersprüche haben bisher immer für den Untergang ausgereicht: Entweder Menschen haben sich gegenseitig abgeschlachtet oder sie hatten nichts mehr zu essen. Die Kombination war noch wirkungsvoller. Nie aber gab es die heutige Abhängigkeit von Technik und technische Risiken in der heutigen Dimension.

    3. Ist der Untergang schleichend und kein kurzzeitiger Kollaps, werden sich in Europa und Amerika letzte, militärisch gesicherte 'Wohlstandsinseln' entwickeln: Wenige Reiche verbarrikadieren sich vor dem Massenansturm der Armen.

    4. Der Untergang könnte durch nur einen Paradigmenwechsel vermieden werden: Das Primat der Vernunft gegenüber der Gewalt. Warum aber sollte sich die Menschheit gerade jetzt zu einer Verhaltensänderung entschliessen?

    5. Der Untergang ist nur eine Frage der Zeit, denn die Industriegesellschaft ist unfähig zu prinzipiellen Reformen. Mit der jetzt auf der Erde lebenden Sorte von Menschen funktioniert ein qualitativ anderes Gesellschaftssystem nicht.

    6. Der Untergang der menschlichen Zivilisation bedeutet nicht gleichzeitig auch den Untergang des Lebens auf dieser Erde. Der Untergang ist also keine Apokalypse. Die Natur hat Schlimmeres überlebt.

    7. Es gibt genug Ursachen, die Anlass für den Untergang sein können: Krieg und Terrorismus, Einsatz von ABC-Waffen, Unfall (Militär, Technik, Genmanipulation ...), Cyber War, globaler Stromausfall, Recourcenverknappung, Klimawechsel.

    8. Der Zeitpunkt des Untergangs ist nicht vorherzusagen. Nur Indizien sprechen dafür. Wenn die Sonne scheint denke ich, es könnte noch ein paar hundert Jahre weiter gehen. Ist es grau, trübe und nasskalt, wie jetzt im November, gebe ich dieser Zivilisation nicht mehr als fünfzig Jahre.
    ----------------

    mal so nebenbei: er schrieb das 2002.
    das ist nun nicht das absolute "amen in der kirche" aber ich stimme ihm fast komplett zu.
    schaltkreise. - auch wenn ich nicht online bin... mein lieber avatar tröstet dich in meiner ab wesen heit und leitet dich zu dir selbst. (und ! ich bin die dna, der du dich verweigern darfst)
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Ach ja, ich sehe leider zuviel in Richtung pessimistische Perspektive, zumindest sind diese Symptome für meine Sinne zur Zeit am Deutlichsten wahrzunehmen...

    Mit dem Blick Richtung Kunstmarkt bekomme ich Schwindelgefühle. Da sind ganz eigentümliche Prinzipien und Mechanismen am Werk. Ich verstehe einige "Hypes" überhaupt nicht mehr. Das ist eine abgeschottete Welt, die nicht viele neue Spieler(Innen) zulässt. Als ob man als Künstler irgendwann seine Seele verkaufen muss, um dazuzugehören - wenn man es denn unbedingt will; aber vielleicht werden einige da ja auch hinein gesogen und hinein vereinnahmt...
  • iaP_amlaT Jens
    Jede Lebensform hat ein gewisses Konzept. Der Löwe frisst Jungtiere, wenn sie nicht von ihm sind, damit er die Weibchen begatten kann. Manche Spinnen fressen das Männchen und so weiter. Da es bei jeder Lebensform anders ist, hat das gesamte Leben eine gewisse Flexibilität und eine hohe "Dichte".
    Es ist beim Menschen genau so.
    Ein Aspekt dieses Konzeptes beim Menschen besteht darin, sein Leben zu schützen. Dennoch kann ein Mensch die Neigung haben, sein Leben zu riskieren oder zu opfern, um ein anderes zu retten. Denn bei all diesen Konzepten geht es nicht darum, dass ein Individuum überlebt, sondern die gesamte Lebensform - und nicht darum, dass eine bestimmte Lebensform überlegt, sondern das gesamte Leben. Ein wunderbares komplexes System.
    Insofern ist vieles, wonach sich ein Individuum richtet, grundsätzlich vorgegeben. Ich nenne das seine Moral. Insofern wäre es total unmoralisch, wenn so ein Löwenmännchen die Jungtiere nicht töten würde.
    Während wir in der Tierwelt sehen, dass die meisten Individuuen einer Lebensform, gleiche Eigenschaften teilen, ist sie bei manchen - wie dem Menschen - stärker verteilt. Das Gnu flüchtet - der Löwe greift an. Jäger - Flüchter. Beim Menschen ist das - und das macht die Lebensform Mensch flexibel - unter den Einzelnen verteilt.
    Jedoch hat der Einzelne die Fähigkeit, sich über die vorgegebene Eigenschaft insofern hinwegzusetzen, als dass er sie verleugnet und eine andere anstrebt, bei allen inneren Konflikten. Wenn nun also der Mensch eine künstliche Moral schafft, bei der er das Flüchten negativ besetzt und das Kämpfen positiv und damit eine Orientierung oder Norm schafft, und darüber hinaus noch andere Ideale schafft, dann kann es logischerweise kein Individuum mehr geben, dass diesem Ideal entspricht. Damit wird aber auch ihr Potenzial insgesamt stark geschwächt. Je umfassender und stärker durchgesetzt, diese künstliche Moral wird, um so bedrückender - und das ist natürlich auch ein Kunstkiller. Vielleicht auch ein Förderer, wenn es dazu führt, dass der innere Konflikt - eine Spannung - sich ihren Ausdruck sucht und findet. So jemand tritt aber dann wohl kaum in einen Wettstreit um Bewertungen ein oder sieht im Vergleich seine Ausdrucksfähigkeit mit der eines anderen eine Konkurrenz.
    Und wenn nun ein Einzelner in sich geht - könnte es sein, dass er all diese Dinge, die manche als innere Werte bezeichnen, als etwas erkennt, das mit ihm im wesentlichen nichts zu tun hat - und dass nur das wesentlich ist, dass unbewertbar ist - dass all diese sogenannten inneren Werte nur Äusserlichkeiten sind, mit denen er im wesentlichen gar nix zu tun hat. So wie auch niemand weniger da ist, wenn ihm ein Finger abhanden kommt. Und dann seiht man sich womgöglich auch besser mit anderen und dem Leben verbunden und kommt zu dem Schluss, dass man mit all dem Kram, wie Abrüstung, Steuerbescheide, Maschinen - im wesentlichen nichts zu tun hat, während man auf der Toilette sitzt und scheisst - sein Arsch, seine Kacke aber wirklich seins? Ja selbst wenn Du mit der Hand nach etwas greifst, passieren so viele Dinge in Deinem Köprper, die Dir gar nicht bewusst sind und sein können. Unwesentlich. Sich dem Leben zuzuwenden bedeutet nicht den Tod zu ignorieren - aber im einfachen da sein stellt sich diese Frage gar nicht erst und ma existiert nicht mehr in einer Art digitalem Dasein - entweder oder -
  • buatsnenrets
    falls es ein ideal gibt, liegts wahrscheinlich, wie fast immer, "in der mitte"
  • Tim Weber
    Tim Weber
    Ich finde, dass Frauke Petry eine schöne Frau ist.
  • Tim Weber
    Tim Weber
    Ach ja, und Mariah Carey ist auch eine schöne Frau. Finde ich.
  • Tim Weber
    Tim Weber
    Heidi Klum ist ja nicht so meins.
  • iaP_amlaT tja Timuska
    Du bringst es indirekt auf den Punkt:
    Die Frage ist einfach: Was bleibt? lol
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