KunstNet uses cookies and displays interest-based ads. details.
  • schatten in der malerei

  • VBAL
    VBAL schatten in der malerei
    Hallo,
    in der Frühzeit der Malerei wurden keine Schatten dargestellt. Aber ab wann? Wie war die Entwicklung?
    Begannen die Griechen damit, oder erst die Künstler der Renaissance?
  • Alle Beiträge anzeigen
  • VBAL
    VBAL
    O heinrich, ich danke dir für diesen überaus informativen Hinweis :-{
  • parkgalerie-berlin
    parkgalerie-berlin
    Worauf zielt deine Frage?
    Schatten gab es auch in der Römischen, romanischen, gotischen Kunst, hauptsächlich zur Modulation von Figuren und Gewändern. Allerdings haben sie bei weitem nicht die kompositionelle Bedeutung, die sie dann in der Hochrenaissance und im Barock erlangen und sind, gerade in der Romanik, doch sehr zurückgedrängt.
    Eigentlich ein grusliger Rückschritt, diese Hell-Dunkel Malerei. Macht die Farbigkeit kaputt.
    Ab Hochrenaissanse kommt die Zeit der düsteren braunen Schinken.
  • siku
    Worauf zielt deine Frage?

    Ab Hochrenaissanse kommt die Zeit der düsteren braunen Schinken.


    och nee ;-)
    "die düstere Schinken" von denen Parkgalerie schreibt sind die Wegbereiter zur realistisch, illusionistischen Bildgestaltung: dazu gehört die Chiaroscuro - Malerei von Caravaggio, Rembrandt als Nachfolger: als "düstere Schinken" würde ich die Arbeiten nicht bezeichnen.

    Aber ich kann mit der Frage auch nicht wirklich was anfangen. Schatten gab es bereits in der Höhlenmalerei. Immer dann, wenn Körperlichkeit malerisch dargestellt wird, braucht man Schatten.

    Wo Schatten ist, ist erstmal Licht, das die Schatten wirft und Farbe überhaupt erst zur Erscheinung bringt.
    Ab der Renaissance wurden sie zur illusionistischen Malerei mit Luftperspektive wichtig. Ein berühmtes Beispiel die Mona Lisa. Auch in der Malerei mit Zentralperspektive zur Darstellung der Räumlichkeit waren Schatten wichtig.

    @VBAL vielleicht kannst du deine Frage präzisieren, damit erkennbar wird, was du beantwortet haben willst. Allgemein "Schatten" ist zu ungefähr.

    PS: auch in der Ikonen-Malerei gibt es Schatten, mit deren Hilfe Gesichter und Hände geformt wurden, oder der Faltenwurf der Gewänder usw. endlos
  • heinrich
    Vielleicht hat VBAL einen?

    Haaaaaaaaa......ha
    "schenkelklopf"


    :-}
  • efwe
    efwe
    Hey Parki, es gibt auch düstere bunte schinken.
    Deine permanente Polemik gegen hell-dunkelmalerei nervt :-).
  • Gast, 6
    Wie arm wäre die Welt ohne die gebrochenen Farben. Ich mag sie. .
  • Gast, 6
    @ Parkgalerei. Leuchten (bei der Ölmalerei) die bunten Farben nicht neben Schwarz mehr als neben Weiß?
  • parkgalerie-berlin
  • Gast, 6
    Ein Bild nur aus Primär und Sekundärfarben ist zwar ganz nett. Schränkt es einen aber nicht zu sehr ein wenn man die unbunten Farben weglässt?
  • VBAL
    VBAL
    ok, war etwas ungenau.
    Ich meine in erster Linie die Schlagschatten, nicht die Eigenschatten. Also nicht das Helldunkel, das einen Bildgegenstand plastisch erscheinen lässt. Zumindest von der Höhlenmalerei sind mir keine Schlagschatten bekannt. Bei antiken Wandmalereien auch nur eher verhalten bei den Römern und in der Romanik doch wohl eher auch nicht. Da war ja sogar kaum Plastizität zu finden. Die Eigenschatten zum Beispiel der Gewandfalten sind ja eher Zeichen für Schatten, als wirkliche Darstellungen von Schatten.
    Aber ich bin da kein Fachmann, und frage ja um Genaueres zu erfahren.
  • VBAL
    VBAL
    @siku, braucht man wirklich Schatten um Körperlichkeit malerisch darzustellen?
    Im Eigenschatten sind doch die Bereiche eines Körpers, die nicht von einer Lichtquelle beleuchtet werden.
    Man kann aber ein Objekt malen, bei dem alles Sichtbare beleuchtet ist. Da ist die plastische Wirkung zwar gering, aber er muss deswegen nicht völlig flach erscheinen.
  • siku
    edit, da doppelt
  • siku

    Im Eigenschatten sind doch die Bereiche eines Körpers, die nicht von einer Lichtquelle
    beleuchtet werden.


    was ist denn der "Eigenschatten"? Schatten entsteht immer erst durch eine Lichtquelle. Der Körper kann keinen "Eigenschatten" bilden, wenn es keine Lichtquelle gibt.
    Du wirst wahrscheinlich Schwierigkeiten bekommen, wenn du die Malerei nach deinem Prinzip trennen willst, in Eigenschatten und Schlagschatten.
    Schlagschatten wie bei de Chirico oder teilweise bei Dali sind ja nicht natürlich, sondern Gestaltungselemente, die eine gezielte Stimmung in der Komposition hervorrufen sollen.
    Auch schon Rembrandt setzte Licht- und Schatten als psychologisches Gestaltungselement ein, das sich primär an der Komposition und nicht an den natürlichen Lichtverhältnissen orientierte, z.B. durch zwei unterschiediche Lichtquellen, eine künstliche und eine natürliche (Fenster) in Kompositionen, die geschlossene Räume abbilden und die noch dazu nicht genau den tatsächlichen Lichtverhältnissen entsprachen.
    Um die Frage nach den Schatten zu klären, müsste man eigentlich einzelne Bilder nach der Beleuchtung und der dadurch beabsichtigten Wirkung untersuchen.
    Eine Kunstepoche, die nur mit harten Schlagschatten arbeitete, kenne ich nicht.
    ..
  • Alle Beiträge anzeigen
  • heinrich
    VBAL möchte mit ihrem "Eigenschatten" hoch in der Luft ewig schweben bleiben,
    VBAL möchte nicht auf den Boden der Schlagschatten landen...
    Das tut weh....
    Mimoschen...

    :-{
  • VBAL
    VBAL
    http://deacademic.com/pictures/dewiki/69/Etruscan_Painting_1.jpg

    hier kann ich keine Schatten finden, wohl aber eine gewisse Plastizität

    https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/kunst/artikel/roemische-malerei

    hier sind Schlagschatten zu sehen, deutlich an der Nase der Frau

    https://www.kunstkopie.de/kunst/fra_angelico/verkuendigung.jpg

    und Fra Angelico hat hier auch nicht wirklich Schatten gemalt


    Ich überlege, ob sich nicht kunstgeschichtlich eine Entwicklung festmachen lässt?
  • VBAL
    VBAL
    Die Heinrich nervt immer gern, aber kann sie auch mal etwas "erhellendes" beitragen?
  • Alle Beiträge anzeigen
  • heinrich
    Ja, ich bohre gerne...
    Aber es bleibt alles ganz!

    Ich bin kein "Nihilist"...

    Ich versuche nichts kaputt zu machen.

    :-}..
  • siku



    Ich überlege, ob sich nicht kunstgeschichtlich eine Entwicklung festmachen lässt?


    Kunstgeschichtliche Entwicklungen kannst du verfolgen, nur finde ich deinen Ansatz, die Setzung der Schatten, dann nicht zielführend und zu eng eingegrenzt.
    Besser wäre es gesamt-ikonographisch vorzugehen. Bildmotiv, Kopmosition, Räumlichkeit, Farbe, Licht.
    Wie haben Maler in verschiedenen Epochen ihre Motive in Szene gesetzt, welche Mittel hatten sie zur Verfügung, welches Zeitverständnis floss mit in die Komposition ein.

    Besser sagt es vielleicht folgender Buchtitel: Die Räume der Maler zur Bilderzähluing seit Giotto. Wolfgang Kemp Das buch kannst du online aufrufen. In Kap 7, S. 153 gelangst du zur Gestaltung der Komposition bei Fra Angelico. über google: fra angelico räumlichkeit...
  • Page 1 of 2 [ 38 Posts ]

  • Sign in to respond or to ask a question.

Related topics and pictures