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  • halbkreidegrund saugt zu stark und farben schlagen ein

  • schwadro
    schwadro halbkreidegrund saugt zu stark und farben schlagen ein
    liebes forum,

    ich hab offenbar schon wieder mist gebaut. ich hatte den halbkreidegrund halbwegs vorschriftsmässig (nach rezepten der maltechniklehrerin (die auch restauratorin war) meiner alten hochschule und die hatte das aus dem doerner bzw aus eigener berufspraxis) – aus hautleim, wasser, champagnerkreide, titanweiss und leinölfirnis zusammengerührt.
    woran es dann lag, dass die farben sofort einschlugen und der grund für mein gefühl auch viel zu doll saugt, kann man daher wohl erstmal nicht zurückverfolgen. vielleicht stimmten die verhältnisse doch nicht so ganz bei mir.

    meine frage ist jetzt jedenfalls: wie würdet ihr den grund am besten so sperren, dass man "normal" weitermalen kann. dass nix mehr einschlägt aber dass die farbe darüber trotzdem natürlich ausreichend haftung hat?
    leimwasser kann ich jedenfalls nicht mehr nehmen weil auf den gründen jetzt schon ölfarbe ist (dabei hab ich ja das einschlagen bemerkt).

    ich habs mit einem fertig-zwischenfirnis (von guardi) versucht, den ich noch hatte. den hatte ich allerdings nochmal 1:1 verdünnt mit balsamterpentinöl (andere lösungsmittel gingen scheinbar nicht, wurde trübe) weil er mir zu dickflüssig vorkam.

    in englischsprachiger literatur wird immer von "oiling out" geschrieben, also das bild mit mit lösungsmittel verdünntem leinöl abreiben. aber leinöl?! das gilbt doch.
    von meiner balsamterpentinöl-planscherei allerdings kann ich mich in meinem atelier fast nicht mehr aufhalten.

    bei kremer gibt es sonst noch einen dammar-shellsol firnis. vielleicht kann ich den ja nehmen? habt ihr erfahrungen damit oder generell mit zwischenfirnissen?

    alles in allem kommt es mir aber auch irgendwie komisch vor, gleich nach der imprimitur schon zu firnissen und ich frage mich auch, ob das ok so ist.
  • Gast, 2
    Warum malst du nicht einfach mit Ölfarbe weiter. Warum so kompliziert. Du hast doch mit dem ersten Ölfarbenanstrich in gewisserweise grundiert. Ich werde nie verstehen warum man umbedingt auf einen Kreidegrund malen muss.
  • Ralf Heynen
    Ralf Heynen
    oiling in nützt ja nur wenn du weiterhin nur mit Leinöl als medium weiteregehst. Aber es geht. Amsonsten ein Paar Monate stehen lassen und dann mit ein Alkydmedium das kreide sättigen. Das Problem tritt auch auf bei manche Pigmente, die Ton in sich haben.
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  • schwadro
    schwadro
    @Gast, 2 ich hatte mal gelesen, man soll auf eingeschlagenen flächen nicht malen weil das dann auch immer wieder nur weiter einschlägt. das hab ich jedenfalls auch schon so erlebt. ölfarbe ansich sperrt scheinbar ja nicht.

    warum kreidegrund: ach, ich wollte das einfach mal ausprobieren. ich hab sonst immer faulheitshalber nur auf fertig-leinwänden gearbeitet und zuletzt fand ich die gründe auch irgendwie immer nicht mehr gut. ich dachte, ich probiers mal klassisch ;)
    ausserdem hatte ich seit fast 30 jahren ne tüte hautleim mit der ich schon x-mal umgezogen bin und nie benutzt. und n bekannter von mir schwört auf hautleim also dachte ich: versuch ichs auch mal.
    hat ja auch toll geklappt wenn man von den 500 neuen problemen mal absieht ;)
  • efwe
    efwe
    nimm etwas Dammarfirnis und geh ueber die eingeschlagenen Flächen.
    das sollte klappen.
    Signature
  • Gast, 2
    @schwadro. Ölfarbe sperrt extrem gut. Es kommt nur drauf an wie fett die Ölfarbe ist. Bei stark saugenden Untergründe zieht das Bindemittel eben sehr tief ein. Beim nächsten Auftrag(erst nachdem die Ölfarbe getrocknet ist) zieht es weniger tief ein und bleibt fetter stehen. hängt natürlich davon ab wie stark du verdünnst oder ob du Öl beigibst . Wieviel Schichten willst du denn übereinandermalen?. Und solange der Untergrund LEICHT saugend ist hast du auch keine Haftungsschwierigkeiten. Erst bei dichten und ausgehärteten Ölfarben kann es Schwierigkeiten geben..
  • schwadro
    schwadro
    @Gast, 2 wieviele schichten: so zwischen 2 und 8 vielleicht. also keine traditionelle schichtenmalerei, sondern sone mischung aus alla prima und schichten. malmittel nehme ich neo megilp von gamblin und selten lösungsmittel aber nie leinöl. früher hab ich ne mischung aus terpentin und leinöl benutzt aber ich kann kein lösungsmittel mehr offen stehen haben. neo megilp hat bisher noch keine probleme bereitet, deswegen nehme ich das.
    alles in allem also eher mager.
    aber was du sagst, das mit den schwierigkeiten bei dichten und ausgehärteten farben, das ist mir tatsächlich mal exakt so passiert. die farbschicht darauf konnte man mit dem fingernagel abkratzen.

    ok, das ist aber sehr interessant, ich werde das mal beobachten mit dem sperren via farbe
  • Gast, 2
    Bei Terpetin muss man immer auf der Rückseite schauen ob es auch Terpentin ist. Terpetin ist ein ätherisches Öl und wird aus Kiefernharz gewonnen. Meistens wird mit Terpentinersatz gestreckt,welches eher mit dem Benzin verwandt ist und meistens für die gesundheitlichen Probleme sorgen. Darum sagt man auch zu Terpetinersatz auch Testbenzin.
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