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  • Streben nach Perfektion

  • xer
    Hallo Gabi, herzlich willkommen hier in unserem turbulenten (aber/und deshalb lebendigem) Forum! Vielen Dank für deine offenen Worte über die Gedanken, die du dir, zu diesem Thema (wahrscheinlich nicht erst heute) gemacht hast. Ich spüre eine Übereinstimmung. Das wird man mir wohl nun als große Schwäche vorhalten, aber ich schreibe "spüre" weil ich, trotzt der Tatsache dass ich deinen Text 2 mal aufmerksam durchgelesen, noch nicht wirklich alles 100%-ig verinnerlicht habe. Mag an der späten Stunde liegen :o/
    Wie dem auch sei. Dein Text gefällt mir sehr, weil er so offen und direkt das beschreibt was du denkst. Und das was du denkst, zufällig meiner Sichtweise entspricht (sofern ich das, wie gesagt, quasi aus dem Stehgreif beurteilen kann)
    Grüße,
    Rex

    @Knuffi: meine Antwort auf deinen Beitrag ist am Ende der 2-ten Seite
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    was gabi sagt, kommt dem, was ich zu dieser frage denke, ziemlich nah.
    sie unterscheidet zwischen "perfektion" als erdachtem system - also einer idee von etwas - und "gleichgewicht" , das aus sich selbst heraus und ohne eingreifen von aussen eine qualität darstellt.

    man könnte auch mal betrachten, dass der begriff "unperfekt" sich immer noch am begriff "perfekt" orientiert bzw. definiert - also wiederum nur eine relative bemessung, die sich an ein- und denselben wertvorstellungen ausrichtet.

    als menschliches streben ist und bleibt perfektion nichts als eine idee, die auf erdachten wertvorstellungen und maßstäben beruht und daher niemals eine absolute wahrheit darstellen kann.

    ein grashalm hingegen IST perfekt.
    Signature
  • xer
    Ich merk schon, die Antwort auf die Frage ist viel schwieriger als ich dachte.
    Werde mal versuchen die Gedanken von Sabine und Gabi für mich irgendwie weiter zu spinnen.
    Diese Problematik richtig zu kapieren und zu verinnerlichen, ist aus meiner Sicht von grundlegender Bedeutung für ein "ausgewogenes" künstlerisches Schaffen. Manche haben´s im Blut, manchen müssen´s mühsam erlernen :-/
    Wie dem auch sei... vielen Dank
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  • Horst Fischer
    Horst Fischer
    Was ist es, das uns nach Perfektion streben lässt?
    ...Wieso hatte Adam seine Werkzeuge verbessert? Er wollte effizienter jagen und sein Leder bearbeiten können. Aber wieso? Wäre er sonst verreckt? Wieso Da Vinci, Edison, Einstein? Wieso Dürer, Rembrandt, Baselitz? Wieso und wozu???
    Was treibt uns dazu, perfekt sein zu wollen?


    Alle Erfindungen wurden aus Faulheit gemacht.
    Es eben leichter das Rad zu benutzen als den eigenen Buckel.
    Das läßt sich bis heute fortsetzen: Besser schlecht gefahren als gut gelaufen. Hab´ ich mal gelernt.
    Das ist Technik und die hat mit Perfektion nichts zu tun. Die gibt es nicht. Das unterscheidet uns, unter weiterem, vom Tier.

    Ebenso wie menschliches Streben. Das wurde hier schon gesagt. Wir wollen, für uns selbst, eine Verbesserung unserer Fähigkeiten erreichen. Nicht für uns, sondern im Kontext uns Maßstab mit anderen. Das gebietet uns unsere Eitelkeit. Besser als die anderen sein. Das hat etwas mit dem Urinstinkt der Partnerwahl, und Anerkennung derselben, zu tun. Der bessere bekommt den "besseren" Partner. Bevor wir eine Entscheidung treffen hat unser Unterbewußtsein diese bereits vorweg genommen. Wir plappern nur nach was in uns bereits festgelegt wurde. Wie sonst ist zu erklären das es hochintelligente Menschen gibt die noch heute darauf hereinfallen Kapitalanlagen mit 60% Gewinn zu zeichnen? Ich denke es ist nicht der Wunsch perfekt zu sein, sondern einfach nur besser zu sein als andere.
    Oder zumindest mich nicht zu blamieren. Und da kann das eigene Weltbild durchaus völlig schief liegen. Aber das ist etwas anderes.
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