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  • Woodcut

  • Gast, 1 Holzschnitt
    hallo,
    dieses Forum habe ich jetzt gefunden auf meiner Suche nach Informationen rund um den Holzschnitt, an den ich mich vor 1 1/2 Jahren herangewagt habe, und hier habe ich erstaunliche Insiderkenntnis gefunden. (Zum Teil liegen die Posts schon Jahre zurück, ich hoffe, das funktioniert noch). Auf youtube und auch sonst im Internet sind wirklich gute Anleitungen kaum zu finden. Mich interessiert alles (!!) rund um den Holzschnitt, obwohl bisher eigentlich hauptsächlich schwarz-weiß. (Mit Farbe habe ich Versuche gemacht, aber nicht sehr erfolgreich, interessiert mich bisher auch nicht so. "Verlorene Platte" mag ich irgendwie gar nicht.)
    Das Schneiden klappt nach viel mühevollem Üben jetzt doch ganz gut. (Ich arbeite mit den Pfeil-Werkzeugen und benutze viel die Schnitzmesser von Frost, Mora, von denen ich sehr begeistert bin. Ich benutze Linden-Massivholz und Ceiba-Sperrholz. Ich nehme Ölfarbe von Cranfield (Gerstäcker) und zwar die, die man mit Wasser auswaschen kann. Die mag ich gern. (Wasserfarben finde ich furchtbar.)
    Ich bin dabei, den Handdruck zu üben, da gibt es noch viel zu tun. Papier, das habe ich schon gemerkt, daß man für den Handdruck besser kein schweres nimmt. Auch da wäre ich für Tips dankbar, aber meine zentrale Frage im Moment ist:
    Wo kriege ich eine vernünftige, ziemlich professionelle Farbwalze her?????
    Ich habe im Internet nichts gefunden trotz sehr viel Suchens. Es ist mir klar, daß ich über 200 € werde auslegen müssen. Dazu bin ich aber bereit, denn diese Abig und dergleichen Dinger sind irgendwie frustrierend. (oder ich kann nicht richtig damit umgehen?) Und welche Breite wäre ratsam. (Ich arbeite mit Formaten zwischen ca. 150 x 200 bis 200 x 300 mm, kleiner oder größer bisher nicht.)
    Für Ratschläge bezgl. Papier wäre ich wie gesagt auch dankbar. Habe jetzt eine Rolle von diesem chinesischen Japan-Papier (Wenzhou), aber noch nicht ausprobiert (muß man ja feucht reißen, damit man die schöne Kante bekommt, aber ich weiß noch nicht so richtig, wie man den Druck richtig in die Mitte des Papiers bekommt) und übe immer auf billigem aber recht saugfähigem 70g schwerem Skizzenpapier.
    Jetzt habe ich eine Menge geschrieben, und wenn jemand Zeit und Interesse hat, das zu lesen, freue ich mich.
    Wie gesagt, im Moment wäre ich glücklich mit der Information:
    was wäre die wohl richtige Farbwalze für mich und wo kriege ich sie her?

    Vielen Dank im Voraus
    und liebe Grüße
    Valentin
  • Gast, 2 für die Rolle mal hier schauen vielleicht ist etwas dabei
  • Gast, 1 Holzschnitt
    Vielen Dank, Flush!
    Die Drucker-Farbwalze bei Gerstäcker hatte ich im Katalog gesehen, war mir aber unschlüssig. Gut zu hören, daß sie gut ist.
    Aber die von Hauer scheinen auch sehr interessant (mit Messingkern!), und ich dachte auch, es ist vielleicht besser mit einer 200 mm breiten zu arbeiten......

    Danke jedenfalls!
  • xylo
    xylo
    Es macht keinen grossen Unterschied, ob Du eine 150 oder eine 200 Farbwalze nimmst.
    Wichtig ist die Abwicklung der Walze.
    Immer die Walze aufsetzen, als wenn Du mit einem Flugzeug landenwolltest, dann wieder hinten abheben, dass die Rolle durchdreht, dann wieder aufsetzen u.s.w. Somit veränderst Du den (Farbauftrag) Abwicklungsprozess. Immer schön dünn die Farbe auf die Rolle nehmen. Eine gute Einfärbung, hat nichts mit einer grossen oder kleinen Rolle zu tun. Der Einfärbeprozess an sich,will gut geübt sein.

    Um das Papier gut auf den Druckstock zu bekommen und eine Regelmässigkeit herstellen zu können (wichtig bei Farbholzschnitten, ohne Druckpresse) musst Du Dir eine Anlage bauen.

    Nimm immer die Linke Ecke.

    Also Winkel aus Krepppapier kleben. In diesen Winkel die Holzplatte
    ,dann das Papier ausmessen und die linke Kante des Papieres ebenfalls mit Kreppklebeband als Winkel festlegen.

    Tataa... Du weisst immer, wo der Druckstock liegt und.. Du weisst immer, wo das Papier angelegt werden muss.

    Wenn das Papier zu dünn ist und du vielleicht mit einem Barren oder einem Löffel den Struckstock abziehst, leg ein Backpapier zwischen Papier und Barren.. dann rauht Dir das Papier nicht auf bzw. schont es.

    Viel Glück
    Xylo

    ps: Zeig doch mal ein Druckergebnis. Anhand von Drucken, kann man auch die Fehler oder Schwächen ableiten.

    Signature
  • Paco
    Paco
    @Gast, 1
    Holzschnitt, an den ich mich vor 1 1/2 Jahren herangewagt habe [...] Das Schneiden klappt nach viel mühevollem Üben jetzt doch ganz gut. [...] (Danach einige WERBE-JINGLES für Klingel-Abos ...) Ich bin dabei, den Handdruck zu üben, da gibt es noch viel zu tun. [...] Wo kriege ich eine vernünftige, ziemlich professionelle Farbwalze her?????
    [...] Es ist mir klar, daß ich über 200 € werde auslegen müssen. [...] Habe jetzt eine Rolle von diesem chinesischen Japan-Papier (Wenzhou), aber noch nicht ausprobiert (muß man ja feucht reißen, damit man die schöne Kante bekommt, aber ich weiß noch nicht so richtig, wie man den Druck richtig in die Mitte des Papiers bekommt) [...] Valentin


    Valentin, ein merkwürdiger Post, mit Verlaub. Du arbeitest 1 1/2 Jahre im Holzschnitt, wobei das Schneiden technisch mittlerweile leidlich klappt und du dabei bist, den Handdruck zu üben?!
    Und in dem absoluten Anfangsstadium (trotz 1 1/2 Jahren Übung) willst du dir eine Rolls-Royce-Farbwalze für über 200,- EUR kaufen? Kommt mir vor wie jemand, der sich eine Stradivari kauft, um darauf "Alle meine Entchen" zu üben ...

    Ich persönlich würde dir nach deinen Schilderungen wärmstens empfehlen, dir eine BILLIGE Walze für 10,- EUR zu kaufen (ich arbeite damit noch heute zur vollsten Zufriedenheit, und das, obwohl sie keinen tiefergelegten Walzenkern mit Front- und Heckspoiler haben wie die, die dir vorschwebt). Dann kannst du, sobald irgendwann auch das Schneiden des Druckstocks klappt, ausprobieren, ob auch das Einwalzen und Ausdrucken gelingt und hast nicht einen hohen Geldbetrag in den Sand gesetzt, wenn du kurz nach dem Kauf feststellst, dass der Holzschnitt doch nichts für dich ist.

    Der ganze Ton, in dem dein Text geschrieben ist, ich für mich arg befremdlich, eine ungute Mischung aus Überheblichkeit und Naivität: Wer sagt denn, dass man Japanpapier vor dem Reißen anfeuchten MUSS? Du kannst es auch mit der Schere schneiden - die Welt wird dann nicht mit einem Riesen-Knall untergehen (auch wenn das Reißen in feuchtem Zustand natürlich vorteilhafter ist). Und dementsprechend hast du wahrscheinlich irgendwo auch gehört, dass man eine Walze mit Front- und Heckspoiler haben MUSS? Man sollte ab und an auch den eigenen Kopf benutzen und nicht alles ÜBERerfüllen, was Andere einem einreden ...
    Dann zwischendrin auch noch die Werbe-Jingles mit der (ungefragten) Aufzählung aller Produkte, die du aktuell verwendest - alles etwas verstörend, tut mir leid ...
  • xylo
    xylo @ Paco
    Von der Seite, hatte ich das ganze Paket noch nicht betrachtet...
    ;-)

    Irgendwie kam mein Helfersyndrom wieder zum tragen.. grinz

    (PS, Japanpapier kann man übrigens hauchfein , gleichmässig anfeuchten, wenn man mit wasserlöslichen Druckfarben arbeitet... der Druck wird satter und legt sich auch besser auf den Druckstock...) ich meine damit nicht... tropfnass...
    Nebelfeucht...wäre der richtige Begriff
    Signature
  • Gast, 1 Holzschnitt
    Zunächst vielen Dank für die prompten schnellen Antworten. Freue mich sehr!
    Xylo, Deine Tips sind wirklich ausführlich und hilfreich für mich. So etwas fehlte mir. Es liegt wohl an meiner „Technik“ und viel weniger an der Farbwalze, das erkenne ich nun. Ich wußte nicht, daß man immer nur in einer Richtung walzt, also von hinten nach vorne und nicht hin und her. Und dann die Walze „in der Luft“ noch etwas rollen (durchdrehen) lassen? Daß man die Farbe ziemlich dünn auf die Rolle nimmt, habe ich schon gemerkt. Mit dem Auflegen das habe ich noch nicht richtig kapiert. Ich lege immer das Holz aufs Papier und wenns haftet, drehe ich das Ganze rum. (Deswegen eine Markierung aufs Papier? Aber was für eine Anlagebauen?) Der Tip mit dem Backpapier ist super.
    Ich hänge mal vier Drucke verschiedener Art nach meiner bisherigen „Methode“ an. Wobei der vierte ganz missglückt ist, sowohl vom Schneiden als auch vom Drucken. Das Papier, das hatte ich noch, ist wahrscheinlich ungeigent,viel zu glatt, war nur ein Probedruck.
    Paco, also was Du sagst, diese Mischung aus Überheblichkeit und Naivität, ich glaube das trifft es bei mir sehr gut. Könnte ein grundsätzlcher Charakterzug von mir sein. Schleicht sich dann natürlich überall ein…… Dennoch halte ich mich für belehrbar. (Wahrscheinlich kam ich recht großmäulig daher. Man will ja nicht gleich als so totales greenhorn erscheinen. Obwohl man damit dann wohl noch eher entlarvt wird. Nach der Anleitung von Xylo verstehe ich, daß die Probleme offenbar meine „Technik“ sind und viel weniger von der Walze stammen. (So eine 10-€- Walze habe ich ja schon.) Man sollte wohl immer versuchen, aus einfachen Mitteln (und Fleiß und Mühe!)das Beste zu machen, statt zu denken, daß teure Mittel automatisch gute Ergebnisse bringen. Ein sehr guter Hinweis für mich.
    Ob die 1 ½ Jahre wenig sind oder viel, kommt ja darauf an, wieviel Zeit ich in den 1 ½ Jahren investieren konnte. Ich mache das als Hobby und kann nicht so sehr viel Zeit aufbringen. Trotzdem glaube ich sagen zu können, daß der Holzschnitt etwas für mich ist. In erster Linie macht es Spaß. Ich suche hier hauptsächlich für mein noch recht laienhaftes Verständnis anwendbare Ratschläge und auch etwas Ermutigung. Und natürlich Kritik. Ich freue mich, wenn man mir antwortet.
    Vielen Dank
    Grüße
  • Gast, 1 Holzschnitt
    Jetzt muß ich erstmal sehen, wie das mit dem Anheften geht
  • Gast, 1
    Na wie es aussieht, kann ich - wenn es mal klappt - nur einen Druck hochladen. Die anderen sind, wenn auch sehr verändert, nach Fotovorlagen entstanden.
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