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  • Kompositionslehre

  • Paco
    Paco Kompositionslehre
    Kann mir jemand von euch eine (möglichst didaktisch gehaltene und nicht allzu elitär auf den Leser herabschauende) Kompositionslehre empfehlen? Also dazu, wie die Gewichte innerhalb eines Bildes am besten angeordnet oder verschoben werden für einen harmonischen oder disharmonischen Eindruck, Farben als Gegengewichte zu Formen etc. Am besten auch mit beredten Beispielen aus der Kunstgeschichte (Raffael etc.).
    Es gibt zwar ein paar auf dem Markt, aber alle etwas teuer - deshalb wäre es gut, wenn gleich der erste Schuss sitzen würde. Danke für Rückmeldungen jeglicher Art.
  • siku
    das Gute vorweg, du kannst auch Erfolg haben ohne eine Kompositionslehre, letztendlich hilft nur "bei anderen abgucken" und selbst ausprobieren, auf die "Innere Stimme" hören.

    Standardwerk: Max Doerner: Malmaterial.
    Vielleicht findest du ein gebrauchtes Exemplar. Warum das Buch so teuer im Internet angeboten wird ist mir schleierhaft. Ich habe hier ein Exemplar aus den 80er Jahren 20. Jh. neu für 58 DM.
    Dann wird wohl noch der Welte empfohlen.
    Doerner liefert Beispiele aus der Kunstgeschichte.
    Erschienen ist das Buch 1954 mit weiteren Auflagen, dennoch, die Angaben haben auch heute noch Gültigkeit, auch wenn sich nicht jeder Künstler "zur Freude" der Restauratoren daran hält.
  • Paco
    Paco
    Danke siku, aber der Doerner, den ich hier auch stehen habe, bezieht sich ja auf das rein Handwerkliche: Farben anmischen, Leinwände grundieren etc.
    Das, wonach ich suche, ist eine kunsttheoretische Darstellung mit Techniken, wie Elemente im Bild angeordnet werden, so dass das Bild im Gleichgewicht bleibt (oder eben nicht): eine Kompositionslehre halt (unter dem Stichwort findet man auch ein paar Bücher zur Kunst (neben solchen zur Musik und Fotografie))
    Also z.B., dass ein Bild nicht nach rechts "abkippt", wenn rechts unten ein zu "schweres" Element (eine menschliche Figur o.ä.) steht oder wie gesagt, dass auch Farben im Bild ein unterschiedliches "Gewicht" haben und Figuren auf der anderen Seite tlw. aufwiegen können.
    Und in kunsthistorischer Hinsicht könnte das Buch darstellen, wie sich die Neigungen hinsichtlich der Komposition über die Zeit verändert haben: Im Mittelalter die Liebe zur Symmetrie, die Renaissance mit Ausgewogenheit, dann der Bruch im Barock mit betont asymmetrischen Kompositionen etc.
  • siku
    @Paco

    Also z.B., dass ein Bild nicht nach rechts "abkippt", wenn rechts unten ein zu "schweres" Element (eine menschliche Figur o.ä.) steht oder wie gesagt, dass auch Farben im Bild ein unterschiedliches "Gewicht" haben und Figuren auf der anderen Seite tlw. aufwiegen können.
    Und in kunsthistorischer Hinsicht könnte das Buch darstellen, wie sich die Neigungen hinsichtlich der Komposition über die Zeit verändert haben: Im Mittelalter die Liebe zur Symmetrie, die Renaissance mit Ausgewogenheit, dann der Bruch im Barock mit betont asymmetrischen Kompositionen etc.

    Hallo Paco,
    wenn etwas "nach rechts abkippt" das erkennt das bloße Auge.
    Es gibt m.E. keine schnelle Zusammenfassung, das muss man sich Epoche für Epoche selbst erarbeiten.
    Es gibt noch "Belser Stilgeschichte" in 3 Bänden, die kann man im Internet sogar günstig gebraucht kaufen, allerdings ist die auch schon älter. Heute kannst du dir die Stilepochen doch günstig bei wikipedia ansehen.

    Mal ein Beispiel aus der Renaissance (nicht aus wiki, sondern aus der Erinnerung):
    Christi Himmelfahrt wurde an einer aufsteigenden Diagonale ausgerichtet, Leserichtung von links unten nach rechts oben,
    die Kreuzabnahme an einer abfallenden Diagionale von links oben nach rechts unten,
    das braucht heute kein Mensch mehr zu wissen ;-).

    Aber vielleicht gibt es ja noch Hinweise, ich wäre auch mal gespannt darauf.

  • Paco
    Paco
    Hab mir jetzt erst einmal das Buch Michael Becker: Eine universelle Kompositionslehre gekauft:
    https://d-nb.info/1001373936
    Der erste Eindruck ist für mich kein guter, weil mir die Darstellung zu verkopft und zu wenig praxisnah erscheint, aber mal sehen.
  • Yes! Art
    Yes! Art
    Früher, als die Kunst noch auf festem Fundament stand, da gab es gewisse Regeln, auch was die Komposition anbelangt. Heute werden von Künstlern vorwiegend Luftschlösser angefertigt, dazu braucht es keinen Plan, just do it.
  • efwe
    efwe
    @Yes! Art
    blöd nur dass diese regeln noch immer gelten und das hat erstmal mit kunst gar nix zu tun.
    Signature
  • Yes! Art
    Yes! Art
    @efwe welche Regeln?
  • efwe
    efwe
    @Yes! Art
    @efwe welche Regeln?

    die du selbst angesprochen hast- Darling
    Signature
  • Yes! Art
    Yes! Art
    ich sprach von gewissen Regeln. Sei´s drum, ich studier das jetzt mal bei Malewitch, Stichwort suprematistische Komposition 🆗
  • Paco
    Paco
    Apropos Komposition(slehre): Bei diesem Bild habe ich das Gefühl, dass die Daisy gleich links aus dem Bild kippt. Dabei scheint sie von Ihrem entspannten Gesichtsausdruck her ganz bei sich zu sein, in sich zu ruhen. Deshalb sollte sie doch durch die Schrägstellung eigentlich nicht dynamisiert werden, oder? Die Baumschatten rechts sind zu schwach und ebensowenig kann der Zopf als Gegengewicht nach rechts das Umkippen aufhalten. Ich meine den dumpfen Aufprall schon zu hören ...

    daisy
  • efwe
    efwe
    schade dass sich der Erzeuger hier nicht angesprochen fühlt.
    wäre ja interessant.
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