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  • Tipps bgl. Ölkreide sowie Ölfarbe

  • peter schnaak
    peter schnaak
    Hallo Cocteau,
    "Dein" Künstler malt wohl eher in der angedeuteten Technik Bilder?
    Das mit der ausgesprochenen Härte find ich hoffnungsvoll. Ich glaub ich probiers mal.
    Den Begriff "patinieren" habe ich in meinem Kopf übrigens ganz fest mit der Bronze verbunden als "malen" mit chemischen Reaktionen, Wärme etc.
    Bei Gips muss ich immer an die grottigen Bronzeimitationen in Gips denken brrr...
    Einen so unschuldig blütenweissen Schellack wie Du ihn bescheibst
    habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen bei mir ist er immer eher braun,also leider nicht 1A.
    Kann man Holz auch unklassisch mit dieser "Mortand Vergoldung"vergolden :?: (sorry Herr gewesener Vergolder), Wachs nehme ich eh immer zum (farbigen)behandeln
    der Oberfläche, natürlich gelöst in Terpentin.
    Übrigens hat mein Lehrer in den sechzigern im Wilden Osten feuervergoldet,er hat mir auch erklärt wie das geht(klingt nicht sonderlich schwierig) meinte aber ich solle das nur machen wenn es mir egal sei,dass mir die Zähne aus dem Maul
    fallen davon.
    Also ich hätte das gerne mal probiert
    ich habs mir aufgrund der Warnung nicht getraut. sicher besser so nur noch Suppe...
    Aber das sieht wirklich irre schön aus.
    Gruß Peter
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  • uaetcoc
    hallo peterschnaak,
    "mein" künstler malt auch keine bilder damit, sicherlich nicht im herkömmlichen sinne. bei uns ist patinieren eigentlich "künstlich - altern" egal mit welchen medien und techniken, dass dies die "bronze-heinis" anders sehen ist mir, so am rande, auch bewusst. :wink:
    klar kannst du mortand eigentlich auf allem anwenden, es ist einfach die sache mit dem polieren, richtig (ober-)glänzend wird es halt doch nur mit kreidegrund/polimet wenn du danach mit dem achat darüber polierst.
    auch wenn wir amalgan im munde tragen benötige ich vermutlich doch keine quecksilber-infusion, dies mit dem feuervergolden lasse ich sicherlich auch bleiben. suppen sind ja ok, aber trotzdem..... :wink:
    gruss, cocteau
  • peter schnaak
    peter schnaak
    Hallo Cocteau.
    Kann man was von diesem Künstler sehen auf dem Netz?Sicher ersetzt das Gepixel nicht den Zauber einer gut angewendeten Technik, aber das klingt interessant (ein Link nur, bitte bitte...) :o
    Hast Du was gegen "Bronze Heinis"?
    Bronze ist als Technologie sicher genauso komplex wie eine gute Tempera Malerei und deswegen denke ich, sollte man es als Gestalter/Bildhauer nicht den "Nur" Handwerkern überlassen.
    Entschuldige, wenn ich angstochen reagiere aber wenn es etwas gäbe, was ich predigen würde ist das: Bronze.
    Und damit meine ich einen Guß wie etwa die "Errichtung der ehernen Schlange" von Giambolgna im Barghello in Florenz, ruppig virtuos mit dem Material gespielt, hier noch ein Überfangguß da noch einer, wenn was fehlt einfach draufpappen/wegmeisseln(Das Relief sah für mich von hinten genau so interessant aus wie von vorne).Aber gut ich will niemand bekehren. Mir ist auch bewusst das der Nippes immer lauert. Man sollte eben nur das mache was einem wirklich wichtig ist...
    gruss Peterschnaak
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  • uaetcoc
    hallo peterschnaak,
    habe überhaupt nichts gegen "bronze-heinis" :wink: bin ein grosser fan von (guten) bronze - objekten, egal aus welcher dekade. vermutlich geht es uns ähnlich bei objekten "mach aus gips bronze", da wird mir meist auch ganz anders..... :(
    was mich persönlich sehr beeindruckt, ist die "alterung" von bronze, ein prozess der keine (eigentliche) degradation, sondern nur eine "veränderung" beinhaltet.
    was ich immer "lustig" finde ist höchstens die verwirrungen der terminologie in den verschiedenen künstlerischen / gestaltierischen bereichen. so ist eine ziselierung im bereich der holzbearbeitung, also bei den "holz-fritzen", etwas anderes als bei den "metall-heinis" usw.
    noch zu den vergoldungen / versilberungen: theoretisch kannst du mit jedem medium auf jeden untergrund vergolden, ausnahme bildet sicherlich kreidegrund auf metall, hier gibt es aber auch (aufwändige) lösungen. das ergebnis wird einfach mehr oder weniger glänzen, und sich entweder, oder eben nicht, polieren lassen.
    gruss, cocteau
  • peter schnaak
    peter schnaak
    guten morgen Cocteau
    ja die technologische Unbedarftheit die in der Herstellung einer Bronze nur eine Dienstleistung sieht, ist wirklich nicht mein Fall.Gips KANN eine Vorstufe sein, aber es ist ein Transformationsprozess. Mein Lehrer hat uns im Studium Kristallbildungen im Naturkundemuseum zeichnen lassen, ich hielt ihn damals für verrückt... Heute begreife ich Stück für Stück, was dahinter steckt. Metall ist eine Kristallstruktur und von da her sollte man die Geschichte denken. Das hilft bei dem Umgang mit den meisten Metallbearbeitungstechniken, sei es gießen, treiben, schmieden.
    Das ist allerdings die handwerkliche Seite welche eine durchdachte-empfundene "gute" Gestaltung nicht ersetzt oder überflüssig macht.
    Diese Pohle stellen im Idealfall eine Einheit dar, und das eine befruchtet das andere.
    Ja das "Altern" ist wirklich beeindruckend das kann man aber auch bis zu einem gewissen Grade steuern: Reine Gussstruktur altert anders als eine mit dem Hammer verdichtete, polierte, da kann die Versalzung weniger Angriff finden.
    Antike Bronzen wurden an der Oberfläche meist komplett schlaggehärtet und Zerstörungen des Materials greifen meist von innen an. Gegen eine gute Säure ist dann doch kein Bronzekraut gewachsen.
    Die Vorstellung "Knallgelber Kunstharz" auf Bronze treibt mir schon die Nackenhaare hoch- aber Kreide? Die gute Bronze! :wink:
    Gruß peterschnaak
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