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  • Fragen zur Kunst

  • Fragen zur Kunst
    Hallo Leute,
    ich habe nicht alle Beiträge hier gelesen, aber über Künstler und das Dasein als solches wurden schon einige Worte verloren vielleicht auch über folgende Fragen - versuche aber trotzdem, ob dazu jemand was sagen mag:

    Kunst und Kommerz...
    immer gerne genommen - ist das schon Kommerz, wenn ein Bild gekauft wird, wenn es einfach nur GEFÄLLT, und nicht, weil es eine unglaublich tiefgehende Aussage in sich birgt, oder weil es
    A) eine Wertsteigerung verspricht
    B) ein offizielles Statemnet oder eine Beweis des persönlichen ach-so-guten-Geschmacks ist
    oder C) offiziell anerkannte Kunst ist, also schon mal in der art stand oder etwas ähnliches – übergreifend zu A

    Wann ist Kunst elitär?
    Wenn ich also nicht künstlerisch arbeite, um die Kunstwelt d.h. Kunstkritiker und KünstlerInnen, zu beeindrucken, sondern um mich zu äußern oder einfach eine Wahrnehmung „aufzuzeichnen“ und damit auch gerne mal „normale Menschen“ ansprechen will, die sich vielleicht aus purem Spaß an der Freud oder gar als „DEKORATION“ für ihre Praxis ein Bild von mir kaufen mögen – bin ich dann keine Künstlerin, sondern Handwerkerin? Oder was?

    Muß Kunst politisch sein?
    Hatten wir ja gerade auf der documenta11, aber zwischen den vielen kritischen Statements und Werken hingen auch (ganz, ganz wenige) Stilleben und Rundum-Ansichten von antikem Kopf, also findet Herr Enwezor nicht, das Malerei nur kritisch sein muß – oder vielleicht meinte er, Malerei kann nur dekorativ sein? Er wird' s mir hier wohl nicht beantworten - aber wie seht Ihr das?

    Also, Gauguin hat Inselmädchen gemalt – müssen wir richtig was für bezahlen heute, aber so richtig kritisch war das meistens nicht, auch van Gogh hat mehr nach seiner Wahrnehmung als "Statements" gemalt - mir fallen die beiden gerad' als erstes ein - sorry... etc....

    Ist es so das...
    also der hungernde Kunstschaffende gern gesehen und vor allem überzeugend ist, weil er wenigstens nicht "seine Seele verkauft", nur um überleben zu können?
    Menschen, die einem anderen Job nachgehen wären demnach nur Hobby- und Freizeitmaler, auf jeden Fall keine authentischen Kunstschaffenden...
    Und dann gibt es ja noch viele Künstler, die notgedrungen lehren, aber das machen sie wirklich NUR nebenbei, es gibt keine Kunstlehrer, nur lehrende Künstler – hmmmm?
    Da gibt es eine Menge Vorurteile, wie ist das hier?

    Eine befreundete Künstlerin sagt:
    Der Maßstab eines Künstlers ist der Füllstand seines Kühlschranks...

    Soweit meine Fragen, bin gespannt und wünsche noch einen schönen Tag/Abend allerseits...

    eine Künstlerin
  • nam-tniap
    Ich habe das Gefühl, das es in keinem anderen Fach der Kunst, so viele kontroverse Ansichten gibt, wie in der bildenden Kunst.
    Sei es der Anspruch, der Zweck, oder was auch immer.
    Auch wird dem Kunststudium hierbei zuviel Gewicht beigemessen, oder dies als Indikator für gute Kunst gesehen.
    Vor kurzem sah ich einige großformatige Bilder eines sogenannten Künstlers mit Studium und Refferenzen im Fojer des Justus Liebig Hauses in Darmstadt.  (Abstrakt, z.T. Gegenstandslos im Format 1,8*2,1 Meter ca. zum Stückpreis von ca.2200,-€)
    Es hat mich zunächst schockiert, mit welcher Dreistigkeit dieses Geschmier einen Öffentlichen Raum beanspruchen kann. Dann hat es mich aber beruhigt und in meiner Kunstauffassung bestärkt.
    Diese Bilder lösten in mir nichts aus, sie Langweilen nur.
    -- nicht nur meine Meinung --
    Ich bin der Meinung man sollte dieses Thema etwas pragmatischer sehen und von einem Künstler keinen zu hohen Anspruch zu der Grundaussage was ihn zur Kunst geführt hat erwarten.
    Man sollte zulassen das was einem gefällt, oder das was einen berührt, aufwühlt und fordert, als Kunst zuzulassen.
    Unabhängig von der Vorbildung des Künstlers.

    Ich bin der Meinung. Das es mehrere Arten von Künstlern gibt, die alle eine Existenzberechtigung haben, und denen man auf keinen Fall den Titel Künstler und Kunstschaffender absprechen sollte.
    --Wobei der Indikator Studium nicht zählt--
    Was für mich zählt: Eine kontinuierliche künstlerische Weiterentwicklung (mit der Prämisse auch eine Rückentwicklung zuzulassen) , Perfektionierung der Techniken, eine permanente Unzufriedenheit.
    -- Es zählt aber nicht der Zeitraum den sich ein Künstler schon mit der Kunst befasst--
    Was mich jedoch schockiert: Künstler deren Bilder immer gleich sind und man nicht definieren kann, aus welcher Schaffenszeit sie stammen.
    Das sieht man sehr oft bei Leuten die z.B. Blumenaqarelle -seit 20 Jahren die gleichen Motive, der gleiche Stil-  malen. Nichts dagegen, aber Langweilig.
    Dies gilt im gleichen Maße für alle anderen Künstler.
    Vermehrt tritt dieses Phänomen heute auch bei der Abstrakten und Gegenstandslosen Malerei mit Diplomberechtigung auf. Viele dieser Werke kann man mischen und danach keinem Künstler mehr zuordnen.
    Das ruft Erinnerungen an der mittelalterlichen Malerei in mir wach. In der kann heutzutage auch keiner mehr mit bestimmtheit sagen ob das Gemälde nun von Vermeer oder einer seiner Schüler ist. -nur als Beispiel zu verstehen-  
    Ein eventuell nicht so perfektes Werk, löst bei mir z.T ganz andere Emotionen aus und ich finde es spannend die künstlerische Entwicklung eines anderen zu verfolgen. -Wenn es nun diese Entwicklung geben sollte.--
    Man muß ja nicht mit allem einverstanden sein, das ist nicht der Sinn der Kunst.
    Sinn der Kunst ist die Entfaltung der Kreativität, des Geistes, des Künstlers.
    Sinn ist auch gefallen und emotionale Gefühle beim Betrachter erzeugen.
    Bei emotionalen Gefühlen meine ich aber nicht nur die positiven wie Freude, Ruhe und Harmonie. Sondern in gleichem Maße die negativen wie Aufgewühltheit, Trauer, Zorn.

    Also habt euch alle lieb und hackt nicht zu sehr auf dem Thema herum, ihr Künstler.

    Hoffentlich war das wieder mal ein Anstoss der die Diskussion in diesem Forum beleben kann.
    Bitte Bitte, mässige dich in deiner Wortwahl @ Aziz  


     
  • adreG
    Hallo Ihr Beiden  ;)
    Dem ist nichts hinzu zu fügen ,
    besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können  !!!
    Gruß Gerda
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  • tiripS
    Als bildender Künstler und toleranter Mensch bin ich erstaunt über diese Fragen und Ansichten. Lasst sie Alle doch malen, suddeln, denken und spinnen. Was ich meistens vermisse bei den meisten Künstlern ist die Kreativität und die systematische, innovative Arbeit. Und die allzu schnelle Bereitschaft der Zufriedenheit. Ich meine auch, dass Kunst von Wissen kommt. Handwerk muss Voraussetzung sein. Letzendlich entscheidet der Markt und die Stimmung über den Werkverkauf. Was mir auch zu denken gibt, ist die Tatsache, dass viele sogenannte Kunstschaffende allen " Scheiss" sofort ausstellen wollen und auch die Plattformen dafür finden. Das verwirrt die Kunstinteressierten und schadet den ernsthaft arbeitenden und denken Künstlern. Ich schlage vor, dass auch in unserem Schaffen ein Qualitätszertifikat eingeführt werden sollte. Bis zum nächsten Mal, tolerante Grüsse, Spirit.
  • Aziz
    Hi,

    spirit hat hier eindeutige Hinweise gegeben!
    Handwerk erst erlernen!
    Scheisse gehört in den Ofen! Das hat wenigstens einen "Brennwert". Ich habe zumindest schon einiges in den Ofen reingeschoben. Es tut gut! Glaubts mir. Verbrennt 9 von 10 meinentwegen, damit das eine zumindest die Selbstkritik übersteht und hoffentlich "gut" wird. Einer der nur auf Kommerz aus ist, verkauft auch jede Scheisse!

    ;-)
  • adreG
    Hallo !!!  ::)
    zunächst einmal kann man ja schon mal froh sein , das man überhaupt eine Ausstellungsmöglichkeit findet.......
    zum andern erfährt man dort , ob`s dann wirklich sooo gut ist wie man denkt und man verkriecht sich erst mal wieder , wenn man merkt  :(  hmmm das war dann doch nicht so der Hit......... >:(........................
    zum andern ,habe ich auch vor 10 Jahren gedacht meine" Bilder sind "gut"  :D, heute denke ich auch , ab in die Tonne damit und in 10 Jahren werde ich die Bilder von heute genauso in die Tonne kloppen ,
    ich denke das es an Selbstkritik nicht unbedingt hapert , aber warum soll ich heute  meine Bilder
    nicht ausstellen , ich weiß ja gar nicht wann ich gut genug dafür bin , und bin ich`s überhaupt irgendwann ?? und wenn , wer bestimmt das ????
    Doch alleine ich ???,und ICH muß mir auch die Blamage reinzieh`n oder nicht ???
    und überhaupt und außerdem................................
    kommt es auf den Betrachter an , es gibt Bilder von mir ,die ich schon lange nicht mehr toll finde und andere sind ganz begeistert .................................
    in diesem Sinne     8)  schönen Abend  !!!!!
    Gruß Gerda
  • adreG
    :) Ach ja ,hab`s vergessen zu erwähnen ................
    ich möchte bei allen Diskussionen nicht vergessen zu erwähnen , das mir meine Malerei oder das Handwerk mit Pinsel und Farbe Spass macht  und ich nicht darauf angewiesen bin (und mich auch nicht davon abhängig machen würde), meine Arbeiten verkaufen zu müssen , und ich denke das gibt den nötigen Ergeiz besser zu werden als im vorherigen Bild  ;) und dann kann man auch schon mal was entsorgen oder was anderes dran ausprobieren !!
    Das war`s !!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Gerda
  • Hallo zusammen,
    @spirit: wieso erstaunt, bei einigen Beiträgen hier im Forum habe ich den Eindruck, daß hie und da genau solche Gedanken gepflegt werden? Darum habe ich ja nochmal gefragt...

    Wieso muß denn der Ausstellungsort ein Indikator für Qualität sein? Ich kann doch selbst entscheiden, was mich anspricht oder nicht. Außerdem glaube ich, es gibt schon ein paar Ausstellungsorte mit Qualitätsanspruch, Frage ist nur, ob das meiner ist.

    Aber in jedem Café, Praxen etc. kann heute fast alles ausgestellt werden...aber das wissen die Betrachter doch auch, daß da zwar "Perlen" dabei sein können, aber selbstverständlich auch "Säue" (wenn ich das alte Sprichwort mal entfremden darf),  da aber ganz sicher keine sachverständige Jury entschieden hat.

    Ich stimme Gerda zu, daß man durchaus auch mal die Meinungen anderer braucht. Wenn ich alles im Kämmerlein lasse, sehen es nur wenige Leute - also wenig Feedback.
    Ich bin dafür, jeder soll selbst entscheiden, was ihm/ihr gefällt, ein Kunstzertifikat halte ich für keine gute Idee - ist auch nicht so ganz tolerant, oder ;)  ?
    Aber wenn, was sollte denn dieses Qualitätssiegel beweisen, welche Kriterien werden angesetzt und vor allem, wer entscheidet denn, was "KUNST" ist?

    Wenn das jemand für mich entscheidet, würde ich das entmündigend finden, eine Diskussion ist gut, da hat man eine Chance auf konstruktive Kritik, aber ein Zertifikat...?

    @Aziz: Du redest hier viel von "Scheisse", was ist das denn genau - Scheisskunst.
    Klar ist Handwerk erlernen wichtig, selbstverständlich machen wir Arbeiten, die zeigen, daß wir noch was lernen müssen oder können, aber ich finde, alles wegwerfen bringt's nicht, manchmal helfen mir alte "schlechte" Bilder den Weg zu finden, danach kann man sie ja auch mal wegwerfen oder übermalen...aber manchmal will ich das gar nicht, weswegen ich sie aber nicht unbedingt ausstellen will, aber ich finde, daß meine alten Fehler mir noch was zu geben haben....
    Und wenn ich mich bzw. mene Arbeiten erst zeige, wenn ich glaube, perfekt zu sein, dann kann ich das doch gleich vergessen, speziell beim Malen, Zeichnen etc. entwickelt man sich immerzu, nach meinem heute gemalten Bild kann ich beim nächsten immer irgendwas eleganter, schöner, ekeliger oder treffender etc. machen - also wo soll denn da die Grenze gesetzt werden?

    Also ich versuche schon von Malerei zu leben, dafür muß ich aber nicht "jeden Scheiß verkaufen", ich habe nämlich die ganze Woche Zeit, jeden Tag zu malen und "zu üben", ich kann auch Workshops geben oder Auftragsarbeiten annehmen, die meine Hand schulen anstatt "artfremde" Jobs anzunehmen, weil ich dazu keine Lust habe.
    Aber, Gerda, das spornt mich nicht weniger an, im Gegenteil, denn je mehr Zeit der Woche ich an meinen Bildern arbeite, um so klarer sehe ich Schwächen und Stärken und mein Auge ist um so schärfer, je regelmäßiger ich den Pinsel/Stift zur Hand nehme und das motiviert mich enorm.

    In diesem Sinne  -
                      ein schönes Wochenende Euch allen

    eine Künstlerin
  • tiripS
    Hallo zusammen, ich meine ein Qualitätszertifikat und kein Kunstzertifikat. Ein Kunstzertifikat was ist das? Ich werde mir einige Gedanken zu einem solchen QS machen und es bei Gelegenheit Euch vorstellen. Einverstanden?.  . . . Ich möchte nochmals betonen, dass jeder Maler, Künstler oder Kunstschaffende schaffen und kreieren darf was er will. Der Markt, die Beziehungen und das marketingentscheidende Denken und Handeln entscheiden letzt endlich. Übrigens, AZIZ hat recht mit dem Sch. . . :), Gruss Spirit.
  • @ Kunst & Kommerz:
    ich bin nicht der Meinung, dass alle sozialen & gesellschaftlichen Prozesse nur über Waren- bzw. Geldaustausch geregelt werden.
    Gleichwohl schließt dass öffentliche Darstellen einer künstlerischen Arbeit unbedingt mit ein, die realen Verhältnisse anzuerkennen, sie für sich zu nutzen- sich also auch auf das Parkett der selbstverliebten zu begeben.
    Wenn es dabei nur um Geldmacherei ginge oder nur um die Befriedigung von Eitelkeiten gebe ich Aziz und anderen, die mit einem Fäkalkübel schwanger gehen, recht.

    @ Kunst & Elite

    alles hat seine Zeit - nicht jeder kann jederzeit nur so oder so sein - warum also nicht beides: E + U ?  
    Wer als Künstler allerdings handwerklich, inhaltlich, gedanklich nie gewohnte Pfade verlässt ist kein Künstler.
    Was nicht schlimm ist, da dieser Begriff relativ neu ist und alles oder auch nichts bedeutet.
    Kunst = Provokation  

    @ muß Kunst politisch sein?

    na klar - es ist nur die Frage, wie der Begriff in der jeweiligen Situation definiert wird. Und diese netten gauguinschen Inselmädchen waren damals durchaus eine radikale Provokation, weil es an die bürgerlichen Moral- und Lebensvorstellungen ging.  
    Ein anderes Beispiel: 🔗   schaut mal die Tagebuchzeichnungen an.
    Manche sagen, muffig, spießig. Ich sage: radikal, provokant und hoch politisch.

    @ Hobby- und Freizeitmaler

    sicherlich wird ein "Berufskünstler" eher seine Fertigkeiten verfeinern und entwickeln können als jemand, der nicht so spezialisiert lebt.
    Karl Lagerfeld (der ja auch künstlerisch arbeitet) empfindet es als Verschleuderung seiner Talente, wenn er Kaffee kochen könnte und würde. Dafür hat er weniger begabte Diener.
    Andere schöpfen vielleicht auch Kraft daraus, in zwei Welten zu leben.
    Wenn ich Kunst auch als eine schöpferische Form der Kommunikation, der Mitteilung begreife, dann ist jeder sog. Hobby-Künstler eine Provokation gegen .... wen? Die schlaffen NUR-KONSUMENTEN? Oder gegen...  ...

    @ Spirits verwirrte Kunstinteressenten und ernsthaft denkende und arbeitende Künstler.....
    kicher, giggel, grins, guter Joke!  

    Abschließend meine Meinung zum gebetmühlenhaften wiederholen von "Scheißkunst":

    Werdet konkret. Es gibt über 200 Künstler im Kunstbasar. Mit entsprechender Internet Seite. Wenn also einige im Kot versinken, sollte es doch ein leichtes sein, an Beispielen zu sagen, welcher Künstler nur "Scheiss" macht, welches Werk in die Kanalisation muss usw.  
    Dieses unkonkrete Wischiwaschi finde ich mittlerweile nämlich Scheiße. Null Aussage, Null Information außer über die Leute, die im luftleeren Raum Bewertungen abgeben obwohl man konkrete Möglichkeiten hätte.
    einen Moment noch.... ich geh mal Klopapier holen.......  

    🔗
  • tiripS
    ;D An Gast H. N. Kompliment, Sie haben meinen Joke begriffen. Übrigens Ihre Hompage und die sich vorstellenden Künstler finde ich sehr interessant. Schaut Euch diese Arbeiten an. Es lohnt sich. Herzliche Grüsse, Spirit.
  • amrri
    ... irgendwie scheint mir das alles wie die ultimative Frage schlechthin:

    Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei ... ? ... Was ist Kunst, was nicht, wer macht nur Kommerz, wer Scheisse ...

    Der beleidigt das Auge, und der der gut ist findet keinen Ausstellungsplatz ... (btw – den findet man immer, wenn man nur sucht! Alles eine Frage der Initiative!) ...

    Ist nicht das einzig wichtige, dass die Kunst authentisch ist? Ist es nicht unwichtig, ob es gut gefunden wird oder nicht? Einer macht Geld mit reinem Müll der andere mit fantastischen Bildern. Das Urteil ist immer das des Betrachters oder nicht? ... Wenn ich etwas entsetzlich finde, dann muss es doch nicht schlecht sein, sondern genügt nicht meinem Maßstab, aber es gibt doch keinen generellen Maßstab der immer anzuwenden ist, oder doch? Wenn es so ist, bewegen wir uns im Kommerz und/oder der Politik – was die Masse gut findet ist gut ... was aber hat das mit Kunst zu tun? Wenn der Kunst die Individualität flöten geht, nur weil etwas anderes angesagt ist, dann hat sich die Kunst entfremdet, wenn sie dem Strom folgt ... (aber wen interessiert das schon, wenn’s Geld bringt?)

    Was die Kunstszene „kreiert“ ... ringt mir zuweilen ein Lächeln ab, weil ich es für banal halte – na und? Andere tun mein Werkeln als Kritzelei ab - sollen Sie – für mich macht es das nicht minderwertig, weil es ich ist .. .das ist was es ausmacht ... nicht mehr, nicht weniger ...


    BTW völlig OT ...

    @Gerda – thanx für den GBEintrag ... aber bitte, wer zur Hölle ist irmi???

    @H.A. ... da ist so ein Künstler auf Deiner Seite, das Bild heisst:

    „Mach Dir nichts vor – von hinten kommt die Zukunft“ ... und könnte heissen, mach Dir nichts vor, von hinten linst Horst Janssen ... warum steht da nichts vom Künstler? ... Lanser ist das wohl nicht, oder? ... der ist mir irgendwo abhanden gekommen ... leider ...
  • @ ir:ma

    ich nehme an, dass mit H.A. H. N. gemeint ist. Der Zeichner, der da an Janssen erinnert, hat etwas dazu auf seiner homepage geschrieben.
    Ganz allgemein zum Medium Internet und Kunst: man muss sich Zeit nehmen. Es reicht oft nicht aus, mal einen schnellen Blick zu riskieren, zu glauben alles verstanden und gesehen zu haben.  
    Meine Seite habe ich unter anderem auch deshalb "Museum" genannt. Im tradierten Sinne von: nehmt euch Zeit und Muße.  
    Was natürlich mit dem Internet kaum zu vereinbaren ist.
    Aber - mit Zeit und Muße führen verschiedene Links und Texte und anderes immer weiter.  
    Damit es nicht zu lang wird ..  mach ich mal hier Schluß.

    🔗
  • nam-tniap
    Kunstzertifikat, Qualitätszertifikat, Gute Kunst, Schlechte Kunst, alles Scheisse und verbrennen "Aziz".

    Waren wir da nicht schon mal? 1933-45

    Ich bin absolut und ohne Einschränkung für ein liberalen Umgang mit dem Wort Kunst. Eine Reglementierung sollte man nur bei absoluten Ausnahmen machen, z.b. Tier und Menschenquälereien, Pornografie, Verächtlichmachungen einzelner Personen, usw.

    Qalität setzt sich durch. Ohne Wenn und Aber.
    Alles andere sind verkraftbare Zwischenspiele ohne Zukunft.
    Was juckts die Eiche wenn sich die Sau an ihr kratzt?

    Schutz der armen Kunstkonsumenten -Lach-
    Etwa die gleichen die man auch vor Barbara Salesch, Jürgen Fliege, Fredie Krüger und Kall Dall  schützen sollte.
    Verfall der abendländischen Werte.
    Sodom und Gomorha.
    -Huahrghl-Grinsinmichreinundlacheuchaus-

    Wenn da mal nicht mit der groben Kelle zugeschlagen wurde.  
    Wer das wirklich ernst nimmt, hat einen Schuss.
  • amrri
    Hallo H.N ... sorry für den Verschreiber ...

    .. zu Deinem Post ... ich habe nach vielem suchen den Link zur HP gefunden ... und ich wusste irgendwoher kenn ich es ... somit hat sich das geklärt ...

    aber gerne gehe ich noch ganz allgemein auf die Muße im Netz ein, die Du mir offenbar absprichst!

    Richtig ist aber, dass ich mir Galerien oder sites nur anschaue, wenn ich die Muße habe, ansonsten werden sie nur eben in die Favoriten aufgenommen um sie zu entsprechender Zeit zu betrachten.

    Leider ist "Dein Museum" wie Du es nennst ver-wirrend ... mit frames in frames ohne Kennzeichnugn von links und ohne klare Struktur (die übrigens jedes gute Museum hat) etc ... da hilft leider oft auch Muße nicht ... aber das ist eine Frage des webdesigns was hier wohl nicht Thema ist - allein aus diesem Grunde entstand meine Frage!

    es mangelt also nicht an Muße ;O) (zumindest nicht bei mir) ...

    Gruss
    ir:ma
  • @ ir:ma  
    hallo und danke für die wertvollen Hinweise.
    Ich habe die Site mit mehreren Netscape Versionen, I. Explorer Versionen, Operea Versionen ausprobiert und es klappt recht gut.Ist sogar von der Navigation eher simpel, schlicht und einfach.
    Falls ich Fehler übersehen habe - ich bin für jeden Hinweis dankbar!!!!! Exotische Browser funktionieren leider nicht immer - was hauptsächlich mit den nur 10 MB Speicher (t-online) zu tun hat, auf die ich mich beschränken muß.
    Interessant ist der Hinweis von dir auf übersichtlich aufgeräumte, klar strukturierte Musen.
    Mir fällt dazu die wunderschöne Museums-Insel Hombroich ein, die du sicherlich kennst.
    Keine Hinweisschilder, keine Zuordnungsmöglichkeit, keine auf den ersten Blick erkennbare thematische, zeitliche oder stilistische Verknüpfung - und doch oder vielleicht gerade deshalb: eins der schönsten Museen, die ich kenne.
    Aber ich kenne nicht alle.
    Gruß
    H. N.

    🔗
  • sirhC
    Kunstzertifikat, Qualitätszertifikat, Gute Kunst, Schlechte Kunst, alles Scheisse und verbrennen "Aziz".

    Waren wir da nicht schon mal? 1933-45

    Ich bin absolut und ohne Einschränkung für ein liberalen Umgang mit dem Wort Kunst. Eine Reglementierung sollte man nur bei absoluten Ausnahmen machen, z.b. Tier und Menschenquälereien, Pornografie, Verächtlichmachungen einzelner Personen, usw.

    Qalität setzt sich durch. Ohne Wenn und Aber.
    Alles andere sind verkraftbare Zwischenspiele ohne Zukunft.
    Was juckts die Eiche wenn sich die Sau an ihr kratzt?

    Schutz der armen Kunstkonsumenten -Lach-
    Etwa die gleichen die man auch vor Barbara Salesch, Jürgen Fliege, Fredie Krüger und Kall Dall  schützen sollte.
    @paint
    Schade, das du mir die Worte aus dem Mund gezogen hast, die mir zum Thema Zertifizierung (Zensur) von Kunst hochgekommen sind.

    So ein Pech, nun entschwindet allen (möchtgern?) Kunstschaffenden auch dieses Schlupfloch, die Verantwortung für den Schund, den sie auf die Menschheit loslassen an eine höhere Instanz abzuwälzen. Das wäre doch schön praktisch gewesen. Jeder werkelt nach Zertifikat und wenn der Betrachter sagt es ist *sorry will mir nicht die Tastatur verkleben*, so liegt die Schuld nicht beim Verursacher der Sauerei, sondern der Qualitätsanspruch des Zertifikats taugt nichts. Irgendwie ist das symptomatisch für jede Menge Sauereien, die in den vergangenen zweitausend Jahren so verbrochen wurden. Denn sie wissen nicht was sie tun.
    Die Entscheidung über gut oder schlecht, Müll oder Meisterwerk liegt im Auge des Betrachters. Die Entscheidung, was an die Wand kommt und was in die Tonne gehört, obliegt dem Kunst?schaffenden. Daraus erwächst allerdings auch Verantwortung. Wer nicht bereit oder Willens ist, die Verantwortung für schlechte Arbeiten zu übernehmen (und sich entsprechend weiter zu entwickeln), sollte sein Gewerkel lieber im Keller verstauben lassen, als die Öffentlichkeit damit zu belästigen.

    Mit kunstvollen Grüßen,
    Chris
  • e: Fragen zur Kunst
    nur mal so.. Gedanken hin und her:
    Verbrennen von Kunst in entsprechendem Kontext eingebettet, kann Kunst sein.  
    Für manche ist Pornographie schon das zeigen des Gesichts in der öffentlichkeit --  
    So manches Haustier wird wegen "Vermenschlichung" und artfremdem Halten grausam gequält.
    Das lächerlich machen, verächtlich machen von Mächtigen, auch einzelnen Personen, war schon immer ein Mittel der Gegenwehr von "Untertanen", vielfach in kunstvolle Formen gebracht.  
    Qualität setzt sich ohne wenn und aber durch? Microsofts Windows? VHS-System?
    Ich glaube dass Qualität eine Bedingung ist, längst aber nicht die wichtigste. Heute Hip, morgen hopp. Der Stallgeruch ist oft entscheidender.
    Und Azis meint mit Qualität immer handwerkliche Qualität. Soweit ich ihn verstehe, hat er ein sehr tradiertes Kunstverständnis und will vor allem sich selbst fordern und fördern. Warum nicht.
    Zertifikate gibt es doch längst - wenn auch in anderer Form.
    Im Museum zu hängen ist ein Zertifikat. Von anerkannten Kritikern in anerkannten Medien wohlwollend besprochen zu sein ist ein anderes.
    Auf der Art Cologne zum Verkauf angeboten zu werden, bei Aldi als Druck auszuliegen, in trendy Szene-Lokalitäten gehängt zu werden.. usw. usw.
    Und wenn die Entscheidung über gut und schlecht eh dem Betrachter überlassen bleibt, soll man sich auch nicht weiter über irgendwelche Kriterien unterhalten.
    Andererseits weiss man, dass Vorraussetzung für eine Meinungsbildung Hintergrundwissen ist. Und daran mangelt es ja immer.
    Ach ... es ist alles immer so schwer ........  
  • nam-tniap
    Ach ja es ist schon schwer die Kunst an der Gurgel zu packen und an die Wand zu nageln. Das ist wie mit dem Pudding.
    Jeder muss selbst zu seinen Taten stehen.
    Gute Sachen zeigen, schlechte verstecken. Ist doch klar. Aber zu seiner Entwicklung stehen ist genauso wichtig.
    Bei manchen erkenne ich jedoch das die Entwicklung stehengeblieben ist, und kein künstlerisches Vorwärtskommen mehr möglich ist. Woran das liegt werden die Betroffenen warscheinlich selbst wissen.
    (Grenze der Kreativität erreicht, Auge-Handkoordination am Ende, Hassgefühle gegen die eigenen Werke, oder was auch immer.)
    Deshalb ist ihre Resignation nur verständlich.
    Wenn, wie Aziz in einem seiner früheren Aussagen, sagt "ich male nicht mehr" so ist dies meiner Meinung nach eine Resignation vor eigenen nicht zu erfüllenden Ansprüchen. Schade.

    Aber jetzt nochmal provokant und agressiv zum Thema Kunst. Auf meine mir angeborene kindlich naive Art. ;)

    KUNST ist das was ich dafür halte, und nicht das was Ihr dafür haltet. 8)
    KUNST im Netz findet nicht statt, alles nur Schow für einsame Egomanen. 8)

    Frei nach Shakespear "Wie es euch gefällt"

    Harre dem Angriff. ;D

    -- Meine Rechtschreibfeler sind Urheberrechtlich geschutzt ein gebrauch oder eine verfielveltigung ist nur mit meinem Einferständniss und gegen Lizensgebür möglich.-- 8)
  • Hallo mal wieder,
    @paint-man

    "Kunst ist das was ich dafür halte...."

    Wäre auch in Ordnung, wenn alle sich das Recht dazu nähmen, es selbst zu entscheiden.
    Aber es gibt immer eine Szene, einen Kunstkritiker, eine Jury, die sagt, was KUNST ist. Und viele Menschen gehen dann in so eine Galerie, um zu kaufen, was angesagte Kunst ist.
    Ich glaube, weil DIESE Leute sich so "kompetent" darstellen und dabei so tun, als seien sie objektiv, haben auch eine Menge Leute Hemmungen, sich für ihren eigenen Geschmack zu entscheiden und hängen sich unter Umständen lieber ein Poster an die Wand...Schade finde ich das, manchmal habe ich das Gefühl, daß wir uns selbst in eine Art gesellschafliches Abseits, sprich Elfenbeinturm, manövriert haben und was hat uns das gebracht?

    "Kunst im Netz findet nicht statt... "
    Verstehe ich nicht, wie definierst Du da Kunst?
    Heißt das entweder, keine guten Künstler sind im Internet zu sehen, weil die das nicht nötig haben?
    Oder heißt das, künstlerische Aktivität mit diesem Medium findet nicht statt?

    Schönen Sonntag noch, ich gehe jetzt meine Bilder rahmen... :-/
    Ciao
    EIne Kuenstlerin
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