KunstNet uses Cookies. Details.
  • Ausstellung, Präsentation und Marketing

  • nomeaL Ausstellung, Präsentation und Marketing
    Wie wichtig findet ihr eine ausgereifte und bis ins Detail geplante EigenPräsentation auf einer Einzel- oder Gruppenausstellung?
    Was denkt ihr über Visitenkarten, eine Kurzbiografie des Künstlers an einer optisch interessanten Stelle in den Ausstellungsräumen oder ein kleiner Katalog mit weiteren nicht dort ausgestellten Bildern!?
    Was kennt ihr noch für "Marketing"-Methoden, die euch explizit gefallen oder nicht gefallen.
    Ich habe z.B. mal bei einer Frau gesehen, dass sie extra einzelne Din-A5 große Postkarten bemalt um ein preisgünstiges Verkaufsprodukt neben ihren großformatigen Bildern zu haben (alle handbemalt, nicht gedruckt).
    Was ich mir auch schonmal überlegt hatte war Postkarten von großformatigen Bildern drucken zu lassen und diese dann dementsprechend zu verkaufen. Wie ausgeglichen ist da der Kosten-Nutzen-Faktor?

    Gruß,
    Laemon
  • sirhC
    Ich habe da einschlägige Erfahrungen aus Zeiten, als ich mit meiner Künstlergruppe ausgestellt habe.

    Wer keinen Namen bzw. keinen akademischen Anhängsel an dem selbigen hat, muß bereits beim Veranstalter, der Ausstellung bzw. Betreiber der Location nachweisen irgendwie, irgendwo und irgendwann mal was mit Kunst gemacht zu haben.
    Wer als Nobody seine Ausstellung auch mit Besuchern zieren möchte und nicht gerade in einer Arztpraxis ausstellt wo die Besucher hinkommen müssen ob sie wollen oder nicht, braucht ein interessantes Thema oder Motto welches erst einmal medienwirksam kommuniziert werden will.
    Stellt man obendrein in einer Beamtenstadt wie Koblenz aus, so bedarf es eines künstlerischen Programmes oder Manifests, um wenigstens so zu tun als würde man das was man da auf die Leinwand schmiert nicht nur bewusst tun, sondern auch akademisch hinterfragen.
    Nicht zu vergessen die Interpretation der eigenen Werke, denn selbstverständlich will man es seinen Besuchern nicht zumuten, sich über eine solch unnötige Angelegenheit wie Kunst Gedanken zu machen.

    Und das Ganze dann bitte in Hochglanz auf einer Vernissage mit Performance, Musik und Sektempfang.

    Und da wäre noch die Presse, ein eigenes Kapitel, das ich hier gar nicht erst kommentieren möchte.

    Gewisse Dinge werden einfach erwartet wenn man als Kunstschaffender ernst genommen werden will. Da zählt oft nicht das künstlerische Können, sondern die Geschäftstüchtigkeit in Sachen Ego-Marketing, die in unserer Gesellschaft sehr hoch gehalten wird. Kunst wird nunmal häufig als Renditeobjekt angesehen und wer würde schon in Aktien einer Firma investieren, die schlecht gemanagt wird.

    Schönen Tag noch,
    Chris
  • Hi Laemon,
    ich denke, wenn man wiedererkannt werden will, mal was verkaufen will oder auch einen Auftrag an Land ziehen will sind gut geplante Marketing-Maßnahmen wichtig.
    Ich habe zur Zeit keine gedruckten Postkarten, aber einige befreundete Künstler schon und sie halten das für sinnvoll, zum Einen wegen des Werbeeffektes und weil immer mal auf Vernissagen so 20 - 50 Euro zusammenkommen.
    Selbstgemalte Karten sind nur begrenzt sinnvoll, finde ich. Es sei denn, man arbeitet sowieso proberweise auf Papier oder Leinwand und verwendet Stücke daraus - ich finde, sonst ist die Zeit sinnvoller zu verwenden.
    Kataloge sind sicher gut, aber wie wir alle wissen, kosten auch ganz gut.
    Ich würde solche Maßnahmen nicht grundsätzlich als "Ego-Marketing" sehen, sondern als Instrument, an Käufer und Interessenten heranzukommen. Der amerikanische Buchmarkt bietet ein paar ganz interessante Art-Marketing-Bücher an, die mit kleinen Abstrichen gut umzusetzen sind - ich kenne keine vergleichbaren deutschen Publikationen dieser Art.
    Hast Du mal über eine Web-Seite nachgedacht?
    Ich finde das Thema auch interessant, schließlich muß man ja sehen, wo man bleibt ;)
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • nomeaL
    Hmm... ich hätte nicht unbedingt gedacht das bei den Postkarten soviel herumkommen kann... kommt natürlich auch stark auf das Publikum an, aber wenn man so vielleicht ein bißchen was seines Standgelds herausbekommt wäre das ja was. Allerdings ist die Investition natürlich erstmal was hoch... und dann hat man meist immer nur ein Motiv in 1000facher Ausfertigung.
    Das mit den Postkarten bemalen fand' ich auch nicht so der Hit. Erstens entspricht es ja überhaupt nicht den anderen großformatigen Bildern und ist viel zu zeitintensiv für das was man später dafür verlangen kann.
    Was haltet ihr denn z.B. von Postern die vor einer Ausstellung überall aufgehängt werden? Man kann ja auch einfach zig Ausdrucke im Computer machen, das ist dann nicht so teuer, wie wenn man's an eine Druckerei weitergibt...
    Was gibt's noch so an Möglichkeiten?
  • flow_thgin
    Hi Laemon!
    Von selbstbemalten Postkarten halte ich auch nix, das wäre dann wieder eine eigene Kunstform. Ich habe gerade Preislisten für Postkartendrucke vor mir:
    200 Exemplare ca. 195 Euro, 500 Ex. ca. 235 Euro und 1.000 Ex. ca. 295 Euro. Ne Internet-Adresse kann ich Dir leider nicht geben.
    Täusche Dich nicht: es ist meist billiger bei größeren Auflagen von Postern oder Plakaten zu einer Druckerei zu gehen, als auf Eigenproduktion umzusteigen, die dann meist auch nicht besonders wetterfest ist. Ab einer gewissen Auflage kommt der Druck dann sogar billiger als der Copy-Shop.

    Sag mal, gibts bei Euch eine kleine Regionalzeitung, bei der man eventuell einen Flyer reinschmuggeln könnte?

    Mit der Presse ist das so eine Sache. Die kommt nur, wenns ordentlich was zu saufen gibt, oder mindestens eine Jungfrau geopfert wird. Ist selten, dass hier junge Künstler ne Chance haben.

    Schon mal ans Radio gedacht? Kulturnachrichten oder so?
    bei uns gibts rund um Wiesbaden kleine alternative Sender, die man fragen kann. Wie siehts bei Dir in der Umgebung aus?

    bis denne und viel Erfolg
    night wolf (vielleicht fällt mir noch was ein) ;D
  • sirhC
    Hi Leamon

    Postkarten sollten die gemalten Bilder nur ergänzen und nicht ersetzen, sonst verkaufst du stapelweise Postkarten für Lau, nimmst aber deine Großformatigen Werke wieder mit nach Hause.
    Sieb- oder Linoldruck würde sich da anbieten. Allerdings brauchst du dafür ein Atelier oder zumindest eine gut abwaschbare Wohnzimmereinrichtung.
    Auch die Ergebnisse von Aktionen oder live Happenings im Rahmen der Vernissage können die Kasse klingeln lassen. Die aufwändige Vorbereitung solcher Aktionen ist aber alleine kaum machbar.
    Was den Katalog angeht würde ich auf das Internet setzen. Einen Printkatalog zu erstellen und ständig auf dem neusten Stand zu halten kostet ein Vermögen.

    Das größte Problem ist meiner Erfahrung nach weitere Besucher, als nur Freunde und Bekannte zur Vernissage zu locken. Alleine um Bilder an der Wand anzustarren macht sich keiner die Mühe. Theater, Lesungen, Film, Musik, Aktionskunst etc. sind gefragt. Eine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und Kulturschaffenden bietet sich hier an. Zur Zeit stehe ich selbst vor dem Problem die Eröffnung meiner nächsten Ausstellung (in einem Kulturzentrum) zu planen.

    Bin gespannt, wie sich diese Diskussion entwickelt.

    Chris
  • stanko
    stanko
    Hallolo
    Ich denke, daß alle Maßnahmen erlaubt und sinnvoll sind, wenn sie der Sache dienen. Da eine Ausstellung in der Regel aus verkaufstechnischen Gründen gemacht wird, sollten die Ausgaben minimal gehalten werden.

    Meine Erfahrung ist, daß auf Einzelausstellungen recht wenig verkauft wird, wenn keine bedeutenden Nasen anwesend waren und den Künstler / die Künstlerin damit "adeln".  

    Zwar kam es auch vor, daß jemand ein Bild aus purer Leidenschaft erwarb, doch das ist eher die Ausnahme. Die meisten halten die Kunst doch für Deko-Ware, die nicht mehr kosten sollte als der Druck bei Obi.

    Lustig können auch Versteigerungen sein, allerdings nur bei kleinformatigen Arbeiten.

    Postkarten drucken würde ich im Vorfeld nur um damit die Vernissagen Gäste einzuladen.  Sie dann noch vielleicht sogar signiert oder leicht verfremdet in der Ausstellung zu verkaufen kann auch interessant sein.

    Eine andere Form der Beteiligung habe ich einmal gemacht, indem ich eine "leere" Postkarte an die Vernissagen Gäste mit der Bitte um Gestaltung verschickte zu einem festen Thema "Immanenz - die Zeitlichkeit von Grau".

    Die Leute mußten dann die Postkarten gestaltet an mich zurückgeschicken. Diese habe ich dann in die Ausstellung integriert und an einer Wand präsentiert.

    Somit kamen die Besucher selbst in den Genuß auszustellen.
    Durch die Begrenzung im Format und des Themas war das dann eine schöne Sache.

    lg stanko
    Signature
  • Hello again,
    🔗 hat auch Postkarten in kleinen Auflagen, zum Selbstgestalten auch, glaub`ich. Aber ich habe keine Ahnung, ob die gut sind und ob es wirklich so billig ist, wie sie behaupten - schau nach, wenn's Dich interessiert.
    Was die Käufer angeht, ich persönlich habe gute Erfahrungen mit Freunden und Bekannten von Kunstschaffenden - ich stelle öfter Leute und manchmal mich selber aus - und ich habe eher öfter Käufe aus Leidenschaft erlebt...
    Tatsache ist aber auch, daß das meistens nur bis zu einer bestimmten Preisgrenze funktioniert - danach wird die Luft dünner.
    Flyer sind insgesamt eine gute Sache , finde ich, wenn man z.B. Workshops gibt, kann man die gut in Künstlerbedarfsläden unterbringen.
    Plakate oder Aushängezettel sind auch okay, aber nur an speziellen Orten, die jeder nach seiner "Zielgruppe" selbst finden muß.
    Die Idee mit den Postkarten, die Gäste selbst gestalten, ist schön, habe etwas Ähnliches schon ein-zweimal gesehen und wurde gern genommen.
    Vernissagen mit etwas zu würzen, ist insgesamt sinnvoll. Ich habe es versucht und es kam gut an - mal mit Musikern, Bodypaintern und einer Märchenerzählerin.
    Bis demnächst
    Eine Künstlerin aus Kassel
  • nomeaL
    Vistaprint scheint tatsächlich gar nicht mal so teuer zu sein... müßte man wohl wirklich mal testen. Schade das offenbar keine Poster angeboten werden...
    Aber mehrere Postkarten zum verkaufen kann ich mir wohl dennoch nicht leisten, selbst bei solchen Billig-Preisen. Denn im Prinzip ist meine zeichnerische Entwicklung viel zu stark und die Ausstellungsmöglichkeiten viel zu schwach, als das ich mal eben 250 Postkarten eines Motivs verkauft bekomme. Und wenn dann sollte man ja vielleicht schon 10 Motive zur Auswahl haben...
    Aber zumindest könnte man mal die Einladungen testen... die muß man dann einfach relativ allgemein halten, so dass man alles was man nicht jemanden persönlich zustellt im Rathaus oder in der Bücherei oder sonstwo auslegen kann.
    Preislich ist Vistaprint meineserachtens nämlich wirklich okay. Ich werde dann mal erzählen, ob's dann tatsächlich gut ist. ;)

    Gruß,
    Laemon
  • Ich bin gespannt, von Deinen Erfahrungen mit Vistaprint zu erfahren...

    Ciao
    eine Künstlerin
  • osoS
    LOL

    Habe mir gerade die Vistaprint-Site angeschaut:

    VistaPrint verwenden einen 4-Farb Prozess.
    Dokumente können VOLLFARBIG erstellt werden.
    Alle Farben müssen im CMYK Prozess Format erstellt und gespeichert werden.
    Die Farben weichen ggf. minimal von denen ab, die Sie auf Ihrem Bildschirm sehen.

    DA lacht das Grafiker-Herz...

    Die Idee mit Lebenslauf, Flyern, Postkarten ist nicht schlecht. Ich finde: DAS A und O ist eine gute Pressearbeit. Sprich: Einen kurzen Pressetext fertigmachen, der im wesentlichen alles sagt und der möglichst ohne große Änderungen Übernommen werden kann. Dazu Bilder der Arbeiten, einen Kurzlebenslauf und eine Kurzwerkbeschreibung. Sämtliches Werbematerial (von der Visitenkarte bis zum Flyer) dabei stecken und dann:

    Alle Lokalzeitungen anrufen und versuchen einen Journalisten persönlich anzusprechen oder zumindest rauszubekommen, wer der Ansprechpartner ist. 1-2Wochen später hinterher telefonieren, eventuell das gleiche noch mal rausschicken.

    Eine Kartei anlegen über Journalisten, die eventuell auf vorangegangenen Ausstellungen erschienen sind.

    Noch wichtig: Viele Lokalblätter haben Programmkalender: DA muß man rein.

    In saure Gurken Zeiten sollte man kleine Pressemitteilungen veröffentlichen.

    Also die Agentur, die mich mit sowas betreut hat, hat dafür im Schnitt zwischen 200,- und 1000,-DM berechnet (im Monat), aber DAS hat wirklich etwas gebracht... sofern man auf so einem Rummel steht.

    Ansonsten: Die Farben können ggf. leicht von denen abweichen, die ihr auf dem Bildschirm seht - ich habe aber gar keinen Bildschirm... LOL

    Soso
  • ohne pr, kein erfolg... oooder so lange warten bis sich maezene in das hinterhofatelier verirren... kreativitaet  umschliesst auch das *wie sich vermarkten* liebe kuenstler und die die es werden wollen... denn kunst braucht auch kohle... um kunst oeffentlich zeichnen zu koennen...
  • Schade, hier passiert nicht mehr soviel - ist Vermarktung anderen hier nicht so wichtig oder mag mancher nicht sagen, wie er/sie es macht?

    Mir ist noch eingefallen, wenn man in einer Gegend wohnt, wo viele Ladengeschäfte leerstehen, kann man den jeweiligen Vermieter fragen, ob man die Räume kurzfristig oder auch längerfristig günstig bekommen kann, damit die Gegend nicht so unbelebt aussieht oder so, oder auf Künstlerförderung pochen.
    Dann kann man da ein temporäres Atelier haben oder eben sowas wie eine Galerie zu eigenen Zwecken einrichten, das kann ja auch ruhig ein bißchen improvisiert sein, wenn man das als künstlerisches Flair rüberbringt, ist das kein Problem...

    Ich habe da noch zwei Fragen, die etwas abweichen, aber auch zum Ausstellungsthema gehören - würde mich freuen andere Meinungen zu erfahren:

    1. Gibt es hier irgendjemand, der sich weigert eine bestimmte Menge an Prozenten abzugeben? Ich habe jetzt mal jemand getroffen, der sagt, er gibt nie mehr als 20%  - macht das hier noch jemand und wenn ja, klappt das?

    2. Wer von Euch nimmt für die gleichen Formate immer die gleiche Summe?
    Ich mache das nicht, weil mir einige Bilder mehr am  Herzen liegen als andere, oder mehr Aufwand gemacht haben - aber ich habe ein paar Leute kennegelernt, die das so handhaben.

    Mich würde interessieren, wie Andere das halten...

    Schönen Tag noch

    Eine Künstlerin
  • adreG
    Hallo " eine Künstlerin "  ;)
    Da ich noch so gut wie nichts verkauft habe , trotzt einiger Ausstellungen in diesem Jahr ( habe auch erst angefangen damit) habe ich mir nur solche Ausstellungsmöglichkeiten ausgesucht , wo man sich über die etwas andere Deko freut und nicht auch noch zahlen muß   >:(  .............(ansonsten die Prozente gleich draufhaun ;D  )
    Mit den Preisen handhabe ich das , so wie mein Herz dranhängt oder wie viel Arbeit ich mir gemacht habe ,da kann ein kleineres Bild teurer sein als ein großes !!!
    Also bis später
    Gruß Gerda
  • nomeaL
    Ich habe auch noch nicht gerade viele Bilder verkauft, aber prinzipiell gestalte ich die Kalkulation so, dass Bilder einer Machart oder eines Stils etwa im gleichen Preisbereich liegen. Bilder die für mich persönlich besonders gut sind, werden natürlich ein bißchen teurer ausgeschrieben, aber immer im Verhältnis zur "Gesamtgruppe". Das sind dann Tendenzen um die 0 - 50 Euro, wenn man z.B. von einem Basispreis von 200 Euro ausgeht (also das niedrigste für 200, das höchste für 250). Das ist zwar vielleicht nicht gerade viel Unterschied, aber es hilft mir auch auf dem Teppich zu bleiben ohne ein schlechtes Gefühl dabei zu haben irgendwas zu billig verkauft zu haben. Ausnahmen bestätigen die Regel: manchmal schießt ein Preis natürlich auch total heraus und den Vogel ab.
    Wenn ich ein Bild habe, dass für mich einen sehr besonderen Wert hat, egal ob es eine Skizze oder ein fertiges Werk ist, bekommt es besonderen Schutz: es wird nicht präsentiert. Das ist zwar schade um die fehlende positive wie negative Kritik, aber ich hätte Angst dass mir jemand einen Preis offeriert den ich nicht ausschlagen könnte. Aussnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel (insofern, dass sie präsentiert werden und ich mir sicher bin immun gegen jeden Handel zu sein).

    Das mit den Ladengeschäften ist vielleicht echt keine dumme Idee. Man muß nur eine gehörige Portion Selbstbewußtsein und Courage haben, sich alleine in ein "Schaufenster" zu setzen und zu arbeiten. Entschärft vielleicht auch ein bißchen die Hemmschwelle als "normale" Person sich mit dem Künstler auseinanderzusetzen.
    Galerien an sich finde ich persönlich nämlich sehr abschreckend, da alles so kühl und unfreundlich wirkt. Vielleicht weil man nicht die "Auslage" in Ruhe betrachten kann, sondern eher betrachtet wird von den Galeristen.
    Das ist wirklich eine nette Idee... muß man sich mal durch den Kopf gehen lassen... :)

    Gruß,
    Laemon

    P.S. Ich hab' mal gehört dass es sogar Gang und Gäbe ist bei den Galerien bis zu 50% Provision zu verlangen!? Ich habe bisher noch mit keiner zusammengearbeitet... von daher habe ich keine Ahnung.
  • sirhC
    Hallole *mich mal wieder zurückmeldend*

    Da ich meistens abstrakt, manchmal aber auch gegenständlich arbeite, kommt es öfters vor, dass ein 60x70 Format teurer ist, als ein abstraktes Werk in 80 x 100. Es sollte preislich schon einen Unterschied machen, ob man in 5 Stunden irgendwas hinkleckst oder tagelang an der Staffelei hantiert. Um den Unterschied nicht allzu krass werden zu lassen, habe ich auf meine abstrakten Bilder bereits die "Gemüsehändler Eurokalkulation" angewandt. Die vergleichsweise hohen Preise für die abstrakten Arbeiten gleichen zu billig ausgeschriebene zeitaufwändigere Miniformate aus. Bilder die ich nur ungerne verkaufe, nehme ich auf Ausstellungen mit, allerdings mit "Privatsammlung" oder "Preis auf Anfrage" als Anhängsel. Wenn jemand aus Leidenschaft einen Preis bietet, der mir auf zwei Jahre sämtliche Materialeinkäufe finanziert, würde ich mir das mit "unverkäuflich" überlegen.

    So long,
    Chris
  • nam-tniap
    Gemüsehändlerkalkulation.

    Sehr schönes Wort, gefällt mir gut.

    Leih ich mir aus und verwende es mal an anderer Stelle.
    Wenn du nichts dagegen hast.

    Welchen Stundenverrechnungssatz legst du an, und inwieweit fließen die Fixkosten wie Sozialversicherungen, Büro und Atelierkosten in deine Kalkulation ein.
    Ist die tägliche Pulle Roter mit drin?

    War nur Spass.  ;D 8)
  • Hallo zusammen,
    @laemon: also hier in Kassel nehmen die meisten Galerien tatsächlich 50% Provision, ich denke in anderen Städten ist das auch so...ich stehe in Verhandlung mit einer Hamburger Galerie, da werde ich es also demnächst genauer wissen...
    Wenn ich in meinen Räumen Ausstellungen organisiere, nehme ich 30%, aber da gibt es schon Krankenhäuser, die nehmen diesen Provisionssatz...

    Das mit den Ladengeschäften hat bei mir schon bewirkt, daß Leute reinkommen und kaufen, ohne Schaufenster wäre das eher nicht passiert....

    Über die Gemüsehändlerkalkulation würde ich auch gerne mehr erfahren...

    Schönen Tag noch wünscht

    Eine Künstlerin
  • sirhC
    Gemüsehändlerkalkulation ???

    Seit der Teuro Einführung keine Tomaten mehr gekauft - auch nicht wegen der roten Farbe?

    DM durchgestrichen und Euro hingepinselt - eben wie die Gemüsehändler, deswegen Gemüsehändlerkalkulation.
    Zum Glück heißt es nicht "Künstlerbedarfshändlerkalkulation", sonst müsste ich mein Hobby an den Nagel hängen :( oder bei der Materialauswahl ganz neue Wege beschreiten.

    bis denne,
    Chris
  • nomeaL
    Eine Künstlerin die eine Ausstellung gemacht hat, hat die Einladungen farbig kopieren lassen in einem Copy-Shop. Das war natürlich noch preisgünstiger und die Einladungen sahen nicht schlecht aus.
    Vorrauszusetzen ist natürlich, dass der Copyshop gute Geräte da hat. Aber das hat schon den ein oder anderen Vorteil:
    1. Günstiger.
    2. Einfach eine Probekopie machen lassen um zu sehen ob einem die Qualität gefällt, da hat man dann höchsten 50 Cent investiert.
    3. Jederzeit Nach"druck" möglich ohne lange Lieferzeiten; also auch wenn zwei Wochen vor der Ausstellung die Einladungen knapp werden kann man mal eben noch welche machen lassen.
    4. Unterschiedlichste Papiersorten möglich in einem guten CopyShop, also auch sehr individualisiert.

    Der einzige Nachteil ist vielleicht, dass man technisch bedingt die Gestaltung nicht bis an den Rand machen kann. Ausser man stellt sich dann nachher mit der Hebelschneidemaschine hin und leistet Feinstarbeit.
    Die Din-A4 Blätter, auf die ja die Einladungen erstmal kopiert werden kann man dann ja auch beliebig durchschneiden: für einfache Postkarten, schöne Klappkarten oder gar nicht schneiden für zweimal gefalzte Broschüren. Naja... das falzen müßte man dann selber übernehmen, aber bei einer kleinen Auflage wäre das ja vieleicht noch zu realisieren.
    Also mir hat die Idee auf jeden Fall gefallen. :)

    Gruß,
    Laemon
  • Page 1 of 2 [ 22 Posts ]

  • Sign in to respond or to ask a question.

Related topics and pictures