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  • Autodidakten sind Kretins?

  • emulbetsup
    keiner, hast lust auf autodiktat (das ist ne schweinerei, leute)?
    bin auch ordentlich dick.
    :)
  • efwe
    efwe
    Autodidakten sind keine richtigen Künstler, oder?

    Weil: Sie haben nichts gelernt
    und das wenige was sie wissen
    ist eingeschränkt, fokussiert und ohne jegliche Systemmatik.

    Autodidakten sind bestenfalls Künstler 2ter Klasse

    ODER?

    Soso


    wer lesen tut ist klar im vorteil-- also tuus bevor du hier so eine alberne typo hinterlaesst---

    -7j- =toter tread :)))))zzz
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  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Also mir tut es schon sehr leid dass ich nie die Möglichkeit hatte schon in jungen Jahren Kunst zu studieren, ich denke dass mir dadurch sehr viele Möglichkeiten verbaut waren. Mein ganzes Leben habe ich mich danach gesehnt Malerin zu werden, jedoch immer eingespannt war in das Tretrad des Alltags und vor allem der Erwartungen anderer die an mich gestellt wurden, seien es Eltern oder Ehepartner und Kinder. Erst mit 50 habe ich mein konventionelles Leben hingeschmissen und auf alles gepfiffen und angefangen zu malen (und auf alles andere zu verzichten, vor allem auf Geld, Komfort und gesellschaftliche Anerkennung, frühere Freunde) um malen zu lernen und endlich die zu sein die ich bin.
    Trotz vieler Ausbildungen bei Schulen, Kursen und privaten Lehrern fehlt mir eine Grundbasis, Übung, Training und sehr viel Wissen. Mein Traum wäre eine gute Akademie zu besuchen wie es sie zum Beispiel in Florenz gibt.
    Leider bin ich jetzt gesundheitlich nicht mehr dazu in der Lage, auch finanziell geht es nicht, weshalb ich diese Möglichkeit nicht mehr nutzen kann.
    Ich finde es deshalb als äußerst schade nicht studiert zu haben.
    Dass ein Studium auch kein Garant für künstlerischen ERfolg ist, liegt auch auf der Hand. Aber es ist eine Chance, die viele nicht haben.
    Auch alle Förderungen werden nur an junge Kunststudenten vergeben, Quereinsteiger bekommen gar nichts.
    LG Margit
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  • Hanni-E
    Hanni-E Neandertaler !!!
    Dann wären all die Eingeborenen dieser Welt mit ihrer großartigen Kunst an den Wänden -und Felsmalerei , Bauten und was auch immer, keine Künstler, weil sie früher nicht studieren /lernen konnten... War Klee nicht auch Autodidakt und noch so viele andere , naja , was solls ...
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  • emarap
    Dann wären all die Eingeborenen dieser Welt mit ihrer großartigen Kunst an den Wänden -und Felsmalerei , Bauten und was auch immer, keine Künstler, weil sie früher nicht studieren /lernen konnten... War Klee nicht auch Autodidakt und noch so viele andere , naja , was solls ...


    So ist es. Man kann sich auch selbst auf den Füssen stehen.
  • 46nahtaiveL
    ne klee hat in münchen studiert
  • Hanni-E
    Hanni-E Frohe Weihnachten , immer auf die KLEINEN ;/
    Dann wären all die Eingeborenen dieser Welt mit ihrer großartigen Kunst an den Wänden -und Felsmalerei , Bauten und was auch immer, keine Künstler, weil sie früher nicht studieren /lernen konnten... War Klee nicht auch Autodidakt und noch so viele andere , naja , was solls------------- hier wird es klar und verständlich erklärt------- 🔗
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  • heinrich
    Ich habe einen Bekannten,
    der ist süchtig nach Studieren.
    Die kriegen nie genug...

    "Arbeiten" tut er nicht gerne,
    lebt im erwachsenen Alter noch bei seinen Eltern...
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  • Hanni-E
    Hanni-E Kandinsky war Autodidakt
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  • Robert Wolter
    Robert Wolter Kretin
    Das Wort "Kretin" (aus dem französischen Wort "Cretin" gebildet) bedeutet auf deutsch "Idiot", "Dummkopf" o.ä. Demnach wären also sämtliche Autodidakten Idioten. Das ist bisher mit Abstand der größte Blödsinn, den ich hier gelesen habe.
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  • bisa
    bisa
    Warum ist es denn eigentlich so wichtig, was man "ist"? Muss sich der Mensch eigentlich unablässig als irgendetwas definieren (aktiv oder auch passiv)?
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  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    bisa, ich glaube nicht was man ist ist die Frage sondern dass man ist.
    Solange man sich von außen definiert spielt man eine Rolle, wenn man ist dann ist man im reinen sein. Dann ist alles außen egal, es wird als illusion entlarvt, die man nie war.
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  • bisa
    bisa
    Jaaa ... das klingt sehr schön ... aber trotzdem findet man ehr selten Menschen, die derart in sich ruhen ... (meine Person inbegriffen).
    Allein die Tatsache, sich und seine Werke in diesem Forum so offenherzig zu präsentieren ist doch schon ein Zeichen dafür, dass eben genau das, was du sagst, nicht wirklich funktioniert. Die meisten von uns sind weit davon entfernt, sich nur durch sich selber zu definieren.
    Sind wir hier nicht allesamt kleine, nach ein wenig Aufmerksamkeit lechzende Würmer?
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  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Tja, Bisa, klar ist da noch unser kleines Ego, das Aufmerksamkeit will, stimmt natürlich. Wir sind ja Menschen und deshalb kommunikativ. Ich ruhe meist nur in mir wenn ich male; deshalb bin ich auch so süchtig danach. Im Alltag gelingt mir ein in mir ruhen nur selten.
    Ich habe auch einen Unterschied in der Handlungsweise bemerkt, ich handle anderes wenn ich im Ego bin und im sein ist es irgendwie kein handeln mehr vom Willen gesteuert sondern "es" handelt irgendwie durch mich, und das ist dann total stimmig.
    Aber auch beim Malen bin ich nicht immer in diesem wunderbaren Seinszustand, wenn ich zu viel denke, dann plage ich mich und es wird nichts draus, da ist besser ich höre auf etwas erzwingen zu wollen.
    Doch mit der Zeit wird es immer besser und die Seins - Phasen werden länger.
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  • bisa
    bisa
    Jaaaaa, diesen "Flow" kenne ich auch ... ich kann mich schon auch ganz und gar in ein Bild reinschmeißen.
    Ganz komisch finde ich ja aber auch, dass dann mit der Präsentation der Bilder hier in good old kn außer dem Gebauchpinsele oder gar Wochenechopräsents (boahh), schon noch ein bissele was passiert, was mich (und da bin ich dankbar) immer wieder auch ein wenig aus meiner "In-Mir-Ruhe-Postion" herausträgt. Würde ich nur die "Innere-Ruhe-Situation" (Ommmm) beibehalten, dann wäre ich - relativ zufrieden aber vielleicht ein wenig gelangweilt - stehen geblieben. So manche Kritik hat mich doch - mit leichtem Auatsch - aus meiner Ruhe gerissen, mich unsicher gemacht, aufgewühlt und Lust auf, als auch Mut für Neues gemacht (natürlich nur minischrittchenweise).
    Ist schon komisch! Manchmal schäme ich mich fast, hier zu sein ... weil ich hier im "Kunst"!-net" als unstudierter Hobbymaler eigentlich gar keine Existenzberechtigung habe ... oder auch ... weil ich meine Bilder eigentlich gar nicht neben toten Katzenköpfen oder fliegenden Tampons sehen mag (und als nicht-kunstbeflissene Hobbytante sowas einfach nur nicht verstehe) ... aber ein bisschen hat der ein oder andere "Verrückte" hier doch einen wertvollen Einfluss genommen, den ich zunächst kaum bemerkt habe, aber inzwischen doch nicht missen möchte.

    Hmmm! Totzdem nervt es immer wieder, wenn die Schubladen aufgehen und das Gestopfe beginnt (um auf das Thema zurück zu kommen). Das "In sich Ruhen" beim Malen ist ja ganz wattebauschig ... aber danach ...
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  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    10 jahre alte threads; was man so alles findet, wo nach man gar nicht sucht …
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  • Christel
    Christel
    Hallo Soso,

    ist dieser Beitrag mutwillig provokant formuliert? Mal davon abgesehen, dass er keine fundierte Aussage trifft, sondern Vorurteile auflistet. Sicher, damit haben Sie eine rege Diskussion angeregt - allerdings eine, die sich auf falsche Annahmen stützt:

    1.) "[Autodidakten] haben nichts gelernt²
    --> laut Duden ist ein Autodidakt "jemand, der sich ein bestimmtes Wissen, bestimmte Kenntnisse ausschließlich durch Selbstunterricht angeeignet hat"

    2.) "und das wenige was sie wissen ist eingeschränkt, fokussiert und ohne jegliche Systemmatik"
    --> über die Menge des Gewussten gibt die Bezeichnung Autodidakt keine Auskunft, allein durch die Beschränkung auf das Selbststudium entsteht ein gewisser Fokus. Eine Systematik entsteht von selbst und wird nicht beigebracht. Diese entwickelt sich womöglich langsamer, jedoch individueller.

    3.) "Autodidakten sind bestenfalls Künstler 2ter Klasse"
    --> Was zeichnet einen erstklassigen Künstler aus? E.A. Poe hat gesagt: "Aufgefordert, in aller Kürze den Begriff Kunst zu definieren, könnte ich ihn nur bezeichnen als die Reproduktion dessen, was unsere Sinne durch den Schleier der Seele von der Natur wahrnehmen."
    Um diesen praktischen Schritt - also die Reproduktion in Form eines Kunstwerkes - durch eigenhändiges Arbeiten zu bewerkstelligen bedarf es Übung und eines Lernprozesses. Der Künstler muss sein Handwerk erlernen. Ich glaube, dass es immer gut ist, eine Anleitung durch einen erfahrenen Lehrer zu zu haben. Das kann den Lernprozess beschleunigen. Zudem haben Kunststudenten an der Uni mehr Zeit, ihr Handwerk nach allen Richtungen auszuprobieren und müssen oftmals nicht neben der Arbeit ans Werk. Der Autodidakt muss sich stärker selbst disziplinieren und läuft häufiger Gefahr, den Lernprozess abzubrechen. Sein Weg zur Kunst ist meist steiniger und muss zuweilen erkämpft werden.

    Ich denke, dass Autodidakten daher häufiger Kunstwerke schaffen, die als mangelhaft und weniger ausdrucksstark bewertbar sind. Gelingt es einem autodidaktisch geschulten Künstler jedoch, in seinem Werk (früher oder später) die Reproduktion dessen, was er darzustellen versucht, überzeugend und ausdruckstark einzufangen, ist er ein erstklassiger Künstler.

    In der Kunst ist eben nicht immer der Weg das Ziel, sondern das Kunstwerk.
  • siku subjektiv oder objektiv?
    @ ChristianeHGW
    Die Wertschätzung autodidakter Künstler ist eine rein persönliche. Entscheidend ist die Frage nach der Verortung: was will ich mit meiner Bewertung bezwecken, d.h. sie wird subjektiv bleiben.

    "Was_Kunst_ist_wird_verabredet. Kunst ist ein Verabredungsbegriff."
    Ich habe den entsprechenden, sehr übersichtlichen und verständlichen Beitrag unter "was lest ihr so?" verlinkt.
    Autodidakten werden ja nicht abgewertet, sie haben in der Realität nur sehr wenig mit dem (ich nenne es mal inoffiziell) ersten Kunstmarkt zutun - und solange sie mit diesem auch nicht konkurrieren wollen, ist die Diskussion um die Bewertung überflüssig. Kritisch wird es nur dann, wenn Autodidakten Unverständnis dafür äußern, das ihre Bilder kaum jemals in öffentliche Kunsthallen einziehen werden. Der private Kunstliebhaber kauft die Arbeit, weil sie ihm gefällt, egal wo der Künstler sonst noch ausstellt, ist ihm dies allerdings nicht egal, dann sieht er in dem von ihm erworbenen Kunstwerk wohl eher eine Aktie an der Wand. - und da fängt eigentlich erst der Streit um die Wertigkeit von Autodidakten und Dipl. Künstlern an.
  • Andreas Kwasniak
    Andreas Kwasniak
    Für mich ist ein Autodidakt jemand der nicht im Rahmen einer Ausbildung oder in der Obhut von Lehrenden sich Wissen/Können selbstständig erarbeitet. Heute, klar, unter Zuhilfenahme von Literatur, DVD´s, Youtube-Videos und weiteren Informationsquellen.

    Jemand der diesen Weg beschreiten möchte oder aber auch muss gebührt doch größte Anerkennung, wenn es gelingt/gelingen sollte seine Kunst erfolgreich zu vermarkten.

    Bei einem Absolventen haben viele Mitwirkende ein (großes)Interesse am künstlerischen Erfolg, bei einem Autodidakten hingegen im schlechsten Falle nur einer. ;)
    Signature
  • rekciKtsnuF
    nette discussion hier. bemerke: autodidakt ist nicht egodidakt ist nicht antididakt ist nicht artdidakt.

    nach didakt verreist
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