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  • Entartete Kunst, verfolgte Künstler

  • analsur
    also hannis wissen, werde ich mir mal einsammeln und in ruhe durchlesen, sehr interessante aspekte..;)
    da kann ich wirklich was lernen..
  • suilenroc
    "Abart" ist kein faschistoider Begriff, falls du das meinst, den gab es "damals" überhaupt nicht, sondern er ist eine exklusive Neuschöpfung der ZOXXIES und meint soviel wie "Ab von der Kunst". In Achims Fall reines Kunsthandwerk. Und?


    Das Wort abartig gab es und es wurde auch gebraucht, aber die Worte allein sind es nicht, es geht um die Haltung und Handlung. Es fängt mit einem Wort an, das dann erlaubt, den runtergesetzten Menschen zu diffamieren. Der wird dann meistens irgendwo im Tierreich angesiedelt und „darf dann wie Schlachtvieh behandelt werden. Und weil er so ein gemeines Vieh ist, darf man alles mit ihm machen“. Das ist ganz im Geiste aller Unterdrückungsideologien und eben keine Kritik und Auseinandersetzung. "Ab von der Kunst": In Achims Fall reines Kunsthandwerk. Und?.........Im Fall der „Entarteten“ unreiner Wahnsinn.......... Und? Im Fall von Wuzzele reine Wahrheit. Und?
    Meinst Du der Achim hat was gelernt, oder Du? Echte Kritik, statt Diffamierungen Begründungen, könnte das Niveau hier (auch der Bilder) sehr steigern.
  • Herr Lehmann
    Herr Lehmann
    was sind wir denn wenn wir keine tiere sind?
    -1/0-
    Signature
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  • analsur
    jetzt kaut ihr auf "abart" herum, aber was ist mit verfolgungen ?????
  • suilenroc
    jetzt kaut ihr auf "abart" herum, aber was ist mit verfolgungen ?????
    ........als ob es hier um nette Wortspielereien geht.

    Wer ist Ihr? und Wenn du das kauen nennst und eine Diskussion, dann weiß ich nicht warum Du das hier reingestellt hast, meinst Du, ich schreib was zu Verfolgungen, um es dann als Fressen wiederzufinden? Willst Du small talk, dann wähle andere themen. Du selbst beziehst keinerlei Stellung und läßt Andere bez. mich agieren, um sie dann zu zerrupfen und schreibst mir ne böse mail, weil ich ernsthaft auf dein thema eingegangen bin. Was soll das ?
  • iriJ
    Zu verfolgte Künstler hier eine aktuelle Ausstellung.

    Wo? Natürlich in Darmstadt.

    The Battle of Visions
    Koreanische Minjung-Kunst von
    den achtziger Jahren bis heute

    🔗
    Die während der 1980er Jahre in Korea entstandene Minjung-Kunst war stets eine Kultur
    des gesellschaftlichen Aufbruchs. Sie ist laut, kommunikativ, radikal und politisch engagiert.
    Minjung-Künstler prangerten die restriktive, autoritäre Politik der bis 1987 herrschenden
    Militärregierung an, klagten demokratische Rechte ein und nutzen gleichzeitig die Kunst
    als beispielgebende Bühne für einen freiheitlichen Individualismus.
    Mit ihren provozierenden und appellativen Werken erklärten die Minjung-Künstler jeder
    "L´art pour l´art"-Mentalität den Krieg. Der staatstragenden Kunst der Gleichgültigkeit
    stellten sie unmißverständlich ihre Forderung nach einem neugeordneten, freien Korea
    entgegen und erinnerten an die Wundmale der neueren koreanischen Geschichte, speziell
    auch an die Teilung der Nation.
    Seit der vollständigen Demokratisierung im Jahr1988 erlebt Korea eine rasante gesellschaftliche
    und kulturelle Entwicklung. Der koreanischen Kunst, die sich der Kritik und Reflexion der
    Gesellschaft widmet, stellten sich nach dem Machtwechsel prinzipiell neue Aufgaben. Mit dem
    Untergang der Militärregierung als des Feinds schlechthin konnten die Künstler ihre kritischen
    Stellungnahmen auffächern.
    Die umfassende Öffnung des Landes, die der einseitig wirtschaftspolitischen Ausrichtung an
    westlichen Vorbildern folgte, provozierte bei den Künstlern neue Fragen nach der koreanischen
    Identität im globalen Zusammenhang. Die Künstler reagierten auf die umfassende gesellschaftliche
    Verschiebung unter anderem, indem sie traditionelle koreanische Motive ironisch in neue Kontexte
    stellten und mit Emblemen des längst internationalisierten Lebens konfrontierten. Die neue
    gesellschaftliche und politische Vielseitigkeit spiegelte sich genauso in den künstlerischen
    Phantasien zum Thema "Urbanität".
    Die Bildsprache der Minjung-Kunst hat sich in den Jahren seit der Befreiung grundlegend geändert.
    Viele Themenkreise - beispielsweise die Diskriminierung von Frauen oder die Allgegenwart der
    amerikanischen "Partner" – werden in der Kunst nunmehr mit ironischer Distanz präsentiert.
    Die Minjung-Künstler schaffen heute komplexere Bildformeln als in den achtziger Jahren. Sie
    betonen schon seit vielen Jahren künstlerischen Eigenwert und individuelle Symbolsysteme
    - ohne jedoch den Anspruch auf ethische Verbindlichkeit und unmittelbare Kommunikation mit
    dem Publikum im geringsten aufzugeben. Genau diese Entwicklung ist der Kern der Ausstellung
    "The Battle of Visions" in der Kunsthalle Darmstadt.

    Zu sehen sind Werke von ca. 20 Künstlern von der Mitte der achtziger Jahre bis heute.
    Gezeigt werden Gemälde, Foto-Arbeiten, Installationen und Videos. "The Battle of Visions"
    in der Kunsthalle Darmstadt ist weltweit die erste Ausstellung, die die Entwicklung der
    Minjung-Kunst über einen Zeitraum von mehr als zwanzig Jahren präsentiert.
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    geh mal schauen für uns , jiri.
    Signature
  • iriJ
    War doch schon längst da.

    Wichtiger ist das da am Wochenende.
    ............öö
    ............öö
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    .........ö..öö..ö
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  • analsur
    hi ihr lieben,


    zu den worten "abart" und "verfolgung" im zusammenhang mit kunst im jahre 1933:

    genauso stehen diese worte und dem zusammenhang im lexikon,

    also wer sich wirklich für kunstgeschichte interessiert würde sich hier auch gar nicht eschoffieren..!!!!

    grüße von ruslana
  • SeL
    hallo ihr!
    ich brauche mal dringend hilfe..
    mir ist nicht ganz klar, wie der zeitliche ablauf damals war..
    30.1.1933 - Machtergreifung der NSDAP
    1937 - erste "entartete kunst" ausstellung?
    wie konnten die nazis die bilder ausstellen, wenn es noch gar kein gesetz gab? haben die künstler ihnen die bilder zu verfügung gestellt? wurden sie gezwungen?
    oder war gar keine ausstellung vor 1938?^^
    ich las auch, dass die museen "gesäubert" wurden. wie ging das einfach so? wer hatte das recht dazu?
    31.5.1938 - Gesetz über Einziehung von Erzeugnissen Entarteter Kunst

    haben die nazis also vor dem beschluss des gesetzes nicht bilder der öffentlichkeit entzogen?
    und wann wurde entgültig jede kunst verboten?

    bitte um antwort, bin ein wenig verwirrt ;-)

    liebe grüße,
    lea
  • tylin
    tylin
    Die Nazis brauchten keine Gesetze/
    Doppelstaat/ weimarer republik blieb offiziel bestehen aber hinter den kulissen geschah alles nach den willen der nsdap/ die hatten keine gesetzlichen schranken/ die formten alles so wie es ihnen passte/ auch die kunst!
    Signature
  • Herr Lehmann
    Herr Lehmann
    wollen wir jetzt diskutieren was rechte und gesetze sind und ob die uns gott gab oder nur ein mensch ??

    wer hat recht recht zu setzen und zu sagen das ist recht?

    mfg
    Herr Ps

    PS: also war die weimarer republik = das 3. Reich - mmh da werde ich meinem geschichts prof gleich mal anrufen, der hat da ja schon jahrelang was falsches erzähl

    dank dir


    zu LeS

    das ist egal weil die legitimation auch nachträglich erteilt werden kann. siehe brechmittel-einsatz und aktuelle folterdiskussion - der die macht hat nutzt sie auch wo es geht
    Signature
  • tsieGsanalsuR
    ich war nicht dabei, vielleicht mal omi oder opi fragen !!!
    ich meine zeitzeugen !
  • SeL
    dankeschön für die antworten :)

    aber eine genaue vorstellung des zeitlichen ablaufs der oben genannten sachen habt ihr auch nicht,oder?

    opi oder omi hab ich leider nicht mehr, die ich fragen könnte ;(

    liebe grüße
  • siku
    Entartete Kunst

    Ab 1929, als sich infolge der Wirtschaftskrise die Klassenwidersprüche zuspitzen, wird die Auseinandersetzung um die >entartete< Kunst forciert. Propagandistisch ausgeführt von der hitlerfaschist. Partei (NSDAP)setzt der Kampf gegen entartete Kunst um 1928 voll ein. Er traf alle Künste und Kunstgattungen (trifft bes. auch das Neue Bauen).

    „Erste Aktionszentren sind München, Karlsruhe, Dresden und Thüringen. Als Hauptakteure im Bereich der Architektur und bild. Kunst treten gemeinsam mit den Nazigrößen der Hans Thoma Schüler, H. A. Bühler, der Maler und Architekt P. Schultze-Naubaum und der Architekt A. v. Senger auf. Ein Zentrum der Propaganda wurde der von A. Rosenberg streng völkisch-rassist. Ausgerichtete >Kampfbund für dt. Kultur< (seit 1929).
    Die schon 1930/31 von den Nazis beherrschte Regierung in Thüringen geht erstmalig zu administrativen Maßnahmen über, veranlasst neben Entlassungen usw. den ersten Bildersturm (Eingriffe in das Mus. Weimar, Zerstörung von Wandbildern usw). Gleichzeitig setzen in Sachsen Proteste des >gesunden Volksempfindens< provozierte >Volks<-Aktionen ein. Nur die KPD leistet entschlossen Widerstand und solidarisiert sich mit den Betroffenen. Seit 1933 steigert sich der Terror. H. A. Bühler organisiert die erste >E.K.<-Ausst. >Regierungskunst von 1918-33 in Karlsruhe<; ihr folgen Ausst. >Novembergeist, Kunst im Dienste der Zersetzung< in Stuttgart, >Kulturbolschewismus< in Mannheim usw.
    Neben dem preuß. Erziehungsministerium wurden die Aktionen v.a. durch das neu geschaffene >Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda< (J. Goebbels) und die von ihm abhängige >Reichskammer der bild. Künste< schrittweise systematisiert, wobei anfänglich taktische Rücksichten gegenüber dem Ausland (bis zur Olympiade 1936 in Berlin) und Widerstände in Museen und anderen Einrichtungen, vereinzelt auch noch im Staatsapparat dämpfend wirkten.“

    Seit 1933 kam es zu Entlassungen von Museumsbeamten, Universitätswissenschaftlern und Künstlern aus öffentlichen Lehrämtern.
    Ein Radikalisierung der Entartete Kunstaktionen erfolgte 1937.
    „Sie muss im Zusammenhang mit den forcierten Kriegsplänen, d.h. auch als Mittel der Herrschaftssicherung nach innen gesehen werden. Eine >Säuberung< der Museen kündigte der Erziehungsminister Rust schon im November 1936 an. Die entscheidende Orientierung zum Kampf gegen die >Verfallskunst< und ihre >schädliche Wirkung< kamen aus den Kulturreden Hitlers seit 1933. Am 30.6.1937 wurde A. Ziegler als Präsident der Reichskammer durch Goebbels ermächtigt, Werke der >Verfallskunst seit 1910< für eine Ausst. einzuziehen."

    Daran wirkte eine eigens dafür gegründete Kommission mit. Die „Wanderausstellung“ wurde am 19.7.1937 in München eröffnet. Ab Juli 1937 wurde die Beschlagnahme „entarteter Kunst“ intensiviert. Insgesamt wurden fast 17000 Werke (Skulptur, Malerei, Graphik) aller nicht pseudonaturalistischen Kunstrichtungen seit dem Impressionismus beschlagnahmt. Erst am 31.5.1938 wurde das „Gesetz über Einziehung von Erzeugnissen entarteter Kunst< erlassen.
    Über Kunsthändler wurden die beschlagnahmten Arbeiten gegen Devisen im Ausland zum Verkauf angeboten.
    Am 20.3.1939 wurden auf dem Hof der Hauptfeuerwache in Berlin ca. 5000 Arbeiten verbrannt.

    Aus. Lexikon der Kunst. Verlag E.A. Seemann, Bd. 2, S. 340/ 341
    Der in Anführungszeichen gesetzte Text ist wörtlich übernommen.

    Hoffentlich hilft dir der Text etwas weiter.

    Gruß
    siku
  • SeL
    hallo ihr!

    muss euch mal wieder was zum thema entartete kunst fragen :)

    kennt ihr ein bild an dem man gut die maßnahmen gegen entartete künstler und deren gemälde erklären kann?

    ein teil einer arbeit bezieht sich auf den ablauf in der ns-zeit und da ich nicht einfach die tatsachen aufzählen will, wollte ich das an einem konkreten bildbeispiel zeigen.

    vielen dank schonmal für eure mühe,

    glg,
    lea
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