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  • Vom Foto über die digitale Bildbearbeitung zum Kunstwerk?

  • kreativ-internet Vom Foto über die digitale Bildbearbeitung zum Kunstwerk?
    Hallo,
    ich habe da ein paar Fragen zu folgendem Fall.

    Es meldete sich vor einigen Tagenbei mir jemand, der gerne einige seiner Werke in der Onlinegalerie, die ich betreue, präsentieren möchte.

    Seine Werke, ganz simpel ausgedrückt: Er sucht sich aus dem Internet Fotos und bearbeitet und verfremdet diese digital.
    Wie aufwendig die jeweilige Art der Bearbeitung dann wirklich ist, das vermag ich nicht einzuschätzen, eher doch jemand, der professionell mit Bildbearbeitungsprogrammen arbeitet.

    Mit Sicherheit gehört schon Kreativität dazu, ein Foto digital so zu bearbeiten, daß es ein Blickfang wird. Doch wie aufwendig ist es wirklich?

    Ist jemand, der ein Bild digital bearbeitet ein Künstler?

    Entsteht aus dem eigentlichen Werk, dem Foto aus dem Internet, ein neues Werk?

    Und da ich davon ausgehen muß, daß ihm nicht in jedem Fall die Nutzungsrechte übertragen wurden, er seine Werke als Drucke im Web zum auf anbietet; wie ist es mit dem Urheberrecht?
  • El-Meky
    El-Meky
    hmm, also ich steh nicht so drauf, wenn einer meine bilder verfremden(digital), bearbeiten würde und sowas auch noch kunst nennt.
    arbeit mag schon hinter einer bildbearbeitung stehen....
    aber alles was arbeit macht ist noch lange nicht kunst.

    ein digitaler handwerker schrieb mal: "das foto ist meine leinwand und PS ist meine farbe."

    wenn jemand eigene fotos macht und diese bearbeitet ,mags schon in richtung künstlerisch gehen.
    oder was meint ihr? :?:
    Signature
  • michael pfannschmidt
    michael pfannschmidt
    fremde bilder veröffentlichen,ob verändert oder nicht, :evil: :evil:
    darf er nicht der wicht...... :evil:
  • magicartwork
    magicartwork
    Was glaube ich nicht angehen kann, ein fremdes Bild komplett zu nehmen und via Filter in eine Strichzeichnung und per Gradationskurve psychedelisch zu verändern. Wem das nichts sagt, dem sei gesagt, das sich nur die Farbigkeit verschiebt und das Stilmittel (Kreide, Öl, Buntstift simulation etc) verändert wird...
    Das ist bloß Effekthascherei.

    Das bloße Abbilden des Abgebildeten ist sinnlos.

    Bevor man aber fragt, was Kunst oder wenigstens kreatives Verändern ist, muß man fragen, ob der zugrundeliegende Werk, repektive der genutzte Künstler unzeitgemäße persönliche Eitelkeiten anführt, um die Verwendung seines Werkes zu verbieten, oder tatsächliche Copyrightrechte geltend machen kann. - Wobei auch letztere verbrieftes Recht zwar sein können, nichtsdestotrotz auch stur und blöde.

    Ich denke daran, wie sehr sich Goscinny und Uderzo dagegen wehrten, das Asterix und Obelix in den Anti-Atomkraftcomics verwendet und verändert wurden. (Hüttendorf etc.)

    Im Einzelfall und im Interesse der (gesellschaftlichen) Kunstentwicklung hat persönliches Interesse zurückzustehen. (Das fällt mir leicht zu sagen, da ich eh nix an der Kunst verdiene, ich also nichts verlieren kann)

    Das Beispiel ist nicht digitaler Natur, schon wahr, aber digital ist nichts weiter als ein beliebiges Werkzeug, dessen relative Einfachheit und verblüffende Ästhetik den Dilletanten verführt...

    Reden wir nicht über solche.

    Und.. nicht jedes Bild ist gleich ein Wert. Im Internet ist ein Haufen Zegs, das man qausi genauso betrachten kann wie die Welt um uns herum: Frei verfügbare Gestaltungselemente, Rohmaterial, versteckte Inspirationen... Man kann schon unterscheiden, ob man ein ausgereiftes Werk oder nur eine mechanische Fotographie als Material wählt. Ersteres ist recht riskant, unterdrückt es vieelicht die eigene Kreatitivität.

    Die Kernfrage bleibt: Wann ist es kreatives Verändern, d.h. etwas wirklich Neues und Eigenes entsteht aus einer fremden Vorlage?
    Ist das legitim?
  • Gast, 5
    blabla :roll:
  • magicartwork
    magicartwork
    "blabla".. damit muß man in Internetforen rechnen: Beiträge dieser Art von anonymen Zwischenrufern, die sich endlich mal was trauen...
  • michael pfannschmidt
    michael pfannschmidt
    sorry,hatte vergessen mich anzumelden.

    blabbla.....
  • magicartwork
    magicartwork
    Was ändert sich dadurch? Aber vielleicht hast Du ja Recht, es könnte blabla sein....
  • dirk
    hy leute,
    ich hab gerade dieses forum gefunden, schön hier und ein guter umgangston, werde dann wohl öfters mal reinschauen.

    nun zum thema, ich bin Fotokünstler, maler und auch digiverfremder meiner eigenen fotos.
    ich bin der meinung, digitales bearbeiten und verfremden von fotos oder malerein ist auch kunst, wenn es dem betrachter gefällt oder zum nachdenken anregt, oder ... kunst ist geschmackssache.

    laut urheberrecht darf jeder ein fremdes foto bearbeiten und auch verkaufen, wenn es dem ursprungsfoto zu 70prozent nicht mehr ähnlich ist, das heißt, photoshopfilter bis zum erbrechen drüber und hoffen das was raus kommt :-). ne.
    aber es stimmt, wenn das ursprungbild nicht mehr zu identifizieren ist, jedenfalls bisher, was nun die neuen kommenden gesetze auch drüber aussagen ist mir nicht bekannt.

    ein befreundeter sehr erfolgreicher fotograf sagte mir einmal, digital verfremdete oder bearbeitete fotos, sind genauso kunst wie malereien oder analoge fotos, wenn man genügend zeit investiert, damit sind nicht unbedingt unzählige, schlecht eingesetzte photoshopfilter gemeint, sondern arbeiten in ebenen, farbkorrekturen-anomalien, und auch kunstfilter.
    er sagte noch, ein digital verfremdetes bild, dauert ca 12 stunden (bei mir auch).

    auch ich halte mich daran, kunst braucht zeit.
    da ich nun alle 3 dieser verfahren praktiziere, analoge fotos (mit dunkelkammer arbeit), digifotos und digi verfremdungen, und malerei(öl acryl,aquarell,kohle,bleistift), kann man sich sicher denken das ich da immer wenig zeit und geld habe :-)
    aber kunst heißt auch leiden, und daher nimmt man ja auch kreativität und inspiration.

    mfg zipakt
  • Gast, 7
    Oh Mann,

    diese Diskussion geht schon wieder in Richtung --> digital ist Schund, weil angeblich ach so beliebig und für jeden Dilletanten nutzbar. Wow, stellt Euch vor, Pinsel können auch von Affen und Elefanten benutzt werden ....

    Was die Bearbeitung von Bildern aus dem Netz angeht, kann man sicher geteilter Meinung sein, ich akzeptiere soetwas für mich selbst nur im Falle der Nutzung einzelner - und dann auch stark verfremdeter - Elemente und ganz sicher nicht ganzer Bilder, weil man es ja dann auch gleich lassen könnte. Als Gegenbeispiel möchte ich hier aber mal anbringen, daß es in Bielefled eine Künstlerin gibt, die aus Zeitschriften und Zeitungen Bilder ausschnippelt und diese in Kollagen völlig anders zusammensetzt, so daß man nur bei sehr genauem hinsehen eventuell erkennen kann, was der Ursprung des ein oder anderen Schnipsels gewesen sein könnte. So ähnlich verhält es sich meiner Meinung nach auch bei digitalen Bildern, die oftmals ja nichts anderes sind, als aufgepeppte Kollagen (sorry, das ist mein Eindruck bei vielen Bildern, mag mich auch irren).

    Und Leute, kommt doch bitte endlich von der Idee weg, daß alle Digitalkünstler dilletantische Pixelschieber seien. Okay, es gibt genügend Leute, die in 1-2 Stunden ein Bild zusammenklicken, aber es gibt auch die Leute, die über Wochen an einem Bild arbeiten - oftmals sogar ohne Undo und Redo - ganz ähnlich, wie es auch bei einem "echten" Bild wäre. Die Möglichkeiten zur Verwendung eines Zeichentablets, von Scannern und Photos, Rendering und was weiß ich noch sind einfach andere als beim klassischen "malen" und es gibt eben Leute, die sich lieber damit kreativ beschäftigen - deswegen ist doch noch lange nicht alles Schund, was digital ist.
  • Gast, 8
    Ich habe erst kürzlich für mich die Möglichkeit entdeckt, meine eigenen Ölbilder digital zu bearbeiten.

    Ich habe sehr viel Spaß, wenn ich mit meinem Lifetec Tablett und mit Coreldraw "Pixel verschiebe".

    Ganz neue Möglichkeiten eröffnen sich mir, digital Ideen auszuprobieren um sie später malerisch umzusetzen.

    Seit ich in diese Materie hinein gerochen habe, empfinde ich ganz großen Respekt für die wirklich guten Digitalkünstler.

    LG Antje
  • Chris
    Chris
    ich denke ähnlich wie zipakt und yellowblindfish. habe selbst auch schon ausschnitte aus forografien für collagen eingesetzt, diese verfremdet, weiterverarbeitet etc. arbeite auch mit eigenen photos, mit skizzen, welche ich dann bearbeite, mit grafiktablett, freihand gepixelt etc.. das hängt halt auch stark vom gewünschten ergebnis ab. hab auch schon bei photos beim entsprechenden ersteller angefragt, ob ich es "benutzen" darf und bin durchaus auf positive reaktionen gestossen. gab auch das beispiel, dass jemand nichts dagegen hatte und es sogar als kompliment empfand, zu sehen was aus seinem werk noch entstehen kann, im sinne von einfach anders und nicht als konkurrent. so kann man es auch sehen. ich finde die digitale geschichte halt spannend und ich sehe auch kein problem darin, es ist eine neue/andere art des "pinsels". warum auch nicht? finde das ergebnis entscheidend, mir ist es wurscht womit jemand seine arbeiten erstellt, clobürste, eigene haarpracht, digital, nasenhaare, ohrläppchen... mich interessiert was bei rauskommt...
    Signature
  • Angelika Reeg
    Angelika Reeg
    @Gast, 8

    stimmt, ganz neue möglichkeiten, andere, neue eben !

    ich denke, wer sich mit der Pixelschieberei
    auseinandersetzt,wird wissen, dass es so einfach
    wie sich manche denken, gar nicht ist,
    und manches ergebnis ist doch wirklich sehr
    erstaunlich, und es gibt defintiv sehr gute Digitalkünstler.

    Grundsätzlich digitale kunst einfach als schund abtun?
    da machen es sich manche recht einfach.
    klar man kann alles,
    was einem nicht so paßt oder eher fremd ist, erstmal als schlecht ansehen, nunja!
    nur warum sollte man die möglichkeiten, die sich einem bieten nicht nutzen,
    sie zumindest einmal ausprobieren,
    niemand zwingt einen das dann als das non-plus-ultra anzunehmen, oder?
    ich meine, es ist ein stück weit eine neue erfahrung, die man vielleicht nie glaubte,
    je nachdem, was man dabei für sich entdeckt,
    für manche ists einfach nur mal ein versuch, austesten der möglichkeiten,
    und wenn dieser versuch nur dazu dient, festzustellen,
    es ist nicht das, was man will, und dann ist das auch gut;
    man muss das weder als große kunst noch als die zukunft der malerei ansehen,
    jeder hat seine ganz eigene auffassung.

    ich meine, letztendlich wird sich jeder mit
    dem beschäftigen und sich das heraussuchen,
    was ihm am besten liegt.

    @kreativ-internet

    wer sich fotos aus dem internet sucht, um sie dann zu bearbeiten, ohne sich die erlaubnis einzuholen,
    tja, das wird wohl nicht ausbleiben, wir haben das www und jeder, der egal, was auch immer er im netz
    veröffentlicht, wird damit rechnen müssen, dass es gesehen - was man ja damit bezweckt -
    und sogar genutzt wird.

    einen verstoß des copyrights klar nachzuweisen,ist sicherlich auch nicht so ganz einfach,
    es gäbe die möglichkeit jegliche copy-funktion eines jeden computers zu unterbinden,
    was jedoch nicht verhindern würde, dass dennoch ideen genutzt werden,
    wollte man dies alles gänzlich unterbinden, so dürfte es auch keine bücher mehr geben, keine kataloge etc etc.
    jegliche abbildung von irgendwas,
    und mal ganz weit ausgeholt,
    schon in den schulen bekommt man werke von künstlern gezeigt, damit man sich daran orientieren kann
    und dies sogar soll,
    also ists nicht einfach da eine 100%ige grenze zu ziehen, zwischen erlernen,nachahmung, kopieren,
    anlehnung an stil,richtung und dem umsetzen des ganzen.
    ich kenne jemanden, der kopien von alten künstlern anfertigt, sodaß man kaum einen unterschied
    wahrnimmt, nur er selbst hat keine eignen werke, er kann nur reproduzieren.

    @magicartwork
    genau, die frage ist eben, was ist eigen und was nicht, was macht ein werk, zu dem was es ist und was ist ist eigene idee?
    wo bleibt die eigne kreativität

    ich denke, da ists wirklich so, dass das ergebnis zählt !

    Ich selbst fotografiere und bearbeite meine eignen fotos auch,
    verfremde sie,
    schon interessant, was man mitunter daraus machen kann,
    einige wenige kann man auf meiner hp sehen unter fotobearbeitungen,
    es sind meine eignen fotos oder gemalten bilder,
    und z.b. abgelichtete personen waren damit einverstanden,
    was auch nicht unwichtig ist.

    Möchte man fremde Fotos nutzen, so kann man nachfragen,
    und wie
    @ chris sagte, sind viele nicht abgeneigt, nur die Erlaubnis sollte man sich schon einholen,
    ich denke das ist einfach eine Frage des Anstandes und des Respekts vor den Werken anderer
    bzw. der Person gegenüber.

    angy ;-))
  • Gast, 11
    bei digitalen bearbeitungen stellt sich vermutlich die selbe nicht wirklich zu beantwortende frage wie bei zeichnungen, die eins zu eins von einem foto kopiert sind. ist eine digitale bearbeitung als kunst einzuordnen, nur weil jemand photoshop auf dem rechner hat und 1 2 3 einen filter darüber laufen hat lassen. oder hat derjenige neu arrangiert und bedeutungen hinzugefügt, weitergehende bearbeitungen des bildes versucht etc.

    der besitz von photoshop macht nicht gleich zum meister seines fachs… farbverfremdungen lassen keine künstlerische arbeit erkennen.

    genauso wenig ist jemand künstler, nur weil er einen bleistift oder pinsel in der hand halten kann… es ist ja immer die frage wie er sein werkzeug (der rechner ist auch nur ein werkzeug… nicht mehr und nicht weniger) einsetzt. und dann erst, wenn hinter dem einsatz eines werkzeugs mehr steckt, kann man dinge, in meinen augen, erst als kunst betrachten.
  • El-Meky
    El-Meky
    Ich sehe , mein old Post da oben ,
    war eines meiner allerersten hier.

    Damals, konnte ich mit Digitaler 'Kunst' noch nix anfangen,
    weil ich zusehr auf Pinsel und 'echtem' Medium = Farbe = mit rühren ,riechen und fühlen,
    eingeschworen war.
    und auch schlicht weg aus Interessenlosigkeit und Unwissenheit.

    winu und Tomb(Thomas Bühler) und Chris und später auch picaffo und pmoki und Tom Gen und andere mehr,
    haben mich mit ihren Werken immerwieder auf's Neue höchst begeistert.

    Ich schliesse mich Pamelas Worten an.
    Wenn jemand mit seinem Medium umgehen kann
    und es schafft,
    Visionen,
    Gefühle
    und Begeisterung hervorzurufen.
    dann könnte es Kunst sein :o))

    lg -heliopo-
    Signature
  • Steppenwolf

    laut urheberrecht darf jeder ein fremdes foto bearbeiten und auch verkaufen, wenn es dem ursprungsfoto zu 70prozent nicht mehr ähnlich ist

    das mit den 70% ist mir neu. kenne nur die formulierung der "eigenen schöpfungshöhe". wie wird das gemessen?


    Ist jemand, der ein Bild digital bearbeitet ein Künstler?

    das entscheiden dann erst die gerichte. :-) klingt bescheuert, ist aber in der praxis so. und die urteile sind teilweise ziemlich widersprüchlich, so das sie auch keine orientierung geben. teilweise lassen sie sich meiner meinung nach nur durch die unkenntnis der richter/anwälte erklären.
    mal auszugsweise aus:
    🔗
    "Es ist nicht ersichtlich, daß Verfremdungseffekte eine Kunstfertigkeit verlangen, die nicht jedem gegeben ist, der Bilder am Computer verfremden will.
    ...
    Die von § 72 Urheberrechtsgesetz geforderte Bildeinrichtung fehlt bei programmierten Grafiken. Denn das Computerprogramm bringt die Grafik selbständig hervor. Der schöpferische Akt liegt in der Programmierung und nicht in der Bildherstellung. Schutzgegenstand kann bei solchen Computergrafiken daher nur das Programm selbst sein, das das entsprechende Computerbild hervorbringt"

    ich halte dieses urteil für unsinnig. bin aber auch kein jurist. die richter waren der meinung das ein schöpferische akt bei der erstellung von bilder mit bild(grafik)bearbeitungsprogrammen nicht vorliegt. der schöpferische akt liegt in der programmierung solcher programme und nicht in der bedienung.

    es soll aber auch richter geben die etwas ahnung von computern haben, einige sollen sogar eine digitalkamera besitzen ;-)
    Signature
  • Angelika Reeg
    Angelika Reeg


    Ist jemand, der ein Bild digital bearbeitet ein Künstler?

    das entscheiden dann erst die gerichte. :-) klingt bescheuert, ist aber in der praxis so.


    klingt gar nicht bescheuert,
    das ist die Realität !!


    es soll aber auch richter geben die etwas ahnung von computern haben, einige sollen sogar eine digitalkamera besitzen ;-)


    wohl anzunehmen, nur ob das was nutzt *grins*
  • Gast, 13
    Ich finde es sehr einfallslos, fremde Bilder digital zu bearbeiten, hat es doch mit dem eigenen Gefühl der Dinge die man darstellen möchte nichts mehr zu tun. Das fremde unverständliche schwingt hier für mich immer mit. Meine digitalen Bilder sind von A-Z mein geistiges Eigentum, es sind von mir gemalte und Fotografierte Bilder die ich weiterverarbeite und drücken für mich auch das aus was ich sagen möchte. Bei einem fremden verfremdeten Bild wäre ich nicht glücklich und es würde mich nicht vollkommen zufriedenstellen. Was die digitale Bildbearbeitung anbelangt muss ich sagen das malen manchmal einfacher wäre. Dies sagt sich aber auch leicht, gibt einem doch der PC und die diversen Bearbeitungsprogramme doch erst die Möglichkeiten, neue Formen zu finden.

    Was das Urheberrecht angeht, ich empfinde es als ungerecht, ohne Wissens des Urhebers dessen Bilder bis zur Unkenntlichkeit zu verfremden.
  • Angelika Reeg
    Angelika Reeg

    fremde Bilder digital zu bearbeiten, hat es doch mit dem eigenen Gefühl der Dinge die man darstellen möchte nichts mehr zu tun. Das fremde unverständliche schwingt hier für mich immer mit.
    Meine digitalen Bilder sind von A-Z mein geistiges Eigentum,es sind von mir gemalte und Fotografierte Bilder die ich weiterverarbeite und drücken für mich auch das aus was ich sagen möchte


    genau, du hast es auf den punkt gebracht !!

    anderes käme auch für mich nicht in frage,
    das ists auch, dieses fremde,
    was mich stören würde,mich eher verwirren würde,
    wäre eben nicht meins

    wer so arbeiten kann und will, ich maße mir da nicht an, zu urteilen, ob das nun gut oder schlecht ist,
    jeder sollte das tun, was er möchte,
    allerdings wie gesagt, das urheberrecht sollte beachtet werden

    angy ;-))
  • Kleckser
    Kleckser
    Hallo, bin ganz neu hier und möchte mich mal an mein erstes posting wagen:

    Ich möchte mich in dieser Diskussion zu einem Punkt äußern.
    Es wurde oben mehrmals erwähnt, dass Kunst sehr viel mit dem zeitlichen Aufwand zu tun hat, den man reinsteckt. Insbesondere sei dies zu Bewertung von digitaler Kunst ein wichtiges Kriterium. Dem stimme ich überhaupt nicht zu. Kunst ist einzig und allein der kreative Akt. Ob nun Picasso mit zwei Pinselstrichen ein Bild malt, Miro drei Figuren auf einen Notizzettel kritzelt, Beuys einen Fettklecks in die Ecke setzt oder der Benutzer einer Digitalkamara lediglich den Auslöser betätigt (wenn möglich sogar mit Programmautomatik) ist prinzipiell kein Unterschied.

    Entscheidend ist, dass das Ergebnis vom Künstler selbst als relevant bewertet wird. Das reicht!
    Wenn er darüber hinaus von seiner Kunst leben muss, muss er sich Sehgewohnheiten und Trends anpassen. Dies hat dann nichts mehr mit Kunst zu tun.

    LG
    Wolfgang
  • Gast, 13
    Hallo, bin ganz neu hier und möchte mich mal an mein erstes posting wagen:

    Ich möchte mich in dieser Diskussion zu einem Punkt äußern.
    Es wurde oben mehrmals erwähnt, dass Kunst sehr viel mit dem zeitlichen Aufwand zu tun hat, den man reinsteckt. Insbesondere sei dies zu Bewertung von digitaler Kunst ein wichtiges Kriterium. Dem stimme ich überhaupt nicht zu. Kunst ist einzig und allein der kreative Akt. Ob nun Picasso mit zwei Pinselstrichen ein Bild malt, Miro drei Figuren auf einen Notizzettel kritzelt, Beuys einen Fettklecks in die Ecke setzt oder der Benutzer einer Digitalkamara lediglich den Auslöser betätigt (wenn möglich sogar mit Programmautomatik) ist prinzipiell kein Unterschied.

    Entscheidend ist, dass das Ergebnis vom Künstler selbst als relevant bewertet wird. Das reicht!
    Wenn er darüber hinaus von seiner Kunst leben muss, muss er sich Sehgewohnheiten und Trends anpassen. Dies hat dann nichts mehr mit Kunst zu tun.

    LG
    Wolfgang



    Mein lieber Wolfgang ich gebe dir einen gut gemeinten Rat.

    Kauf dir ne Leinwand, ne vergiss es. Besorg dir ein Kloopapier, weiß, und kleckse doch da mal ein bisschen drauf rum..hm??

    Das Kunstnet ist ein hervorragendes Medium, solche Arbeiten bewerten zu lassen.

    Nu mach mal.
  • Angelika Reeg
    Angelika Reeg
    ja..........wo er recht hat, hat er's ;-))

    @Kleckser
    Wenn er darüber hinaus von seiner Kunst leben muss, muss er sich Sehgewohnheiten und Trends anpassen. Dies hat dann nichts mehr mit Kunst zu tun.

    hmm?!! denke mal, die wirkliche Kreativität wird darunter etwas leiden,weil man irgendwo unter einem gewissen Druck steht, und das ist nicht nur unschön, sondern kann auch sehr frustrierend sein

    angy ;-)))
  • Steppenwolf
    ach je ... ich werde mir nicht auch noch anmaßen zu definieren was kunst ist. ne ne ;-) merke ja wie engagiert ihr dann immer streitet :-) und wenn ihr danach googelt findet ihr noch ein paar 100.000 meinungen/gegner mehr :-)


    Kauf dir ne Leinwand, ne vergiss es. Besorg dir ein Kloopapier, weiß, und kleckse doch da mal ein bisschen drauf rum..hm??

    wilando, du bist vielleicht ein viel zu tiefsinniger mensch für dieses medium!? ;-) ... erst beim tiefsinnigen lesen, liest man dein herzliches willkommen.

    weil man irgendwo unter einem gewissen Druck steht, und das ist nicht nur unschön, sondern kann auch sehr frustrierend sein

    geht es so nicht fast allen menschen? ist das nicht die realität? ;-))


    @kreativ-internet
    mal ganz ganz weit zurück zu deiner frage. mir fallen nur zwei sichere lösungen ein. entweder du gibst ihm für seine sachen eine eigene domaine und trägst ihn als eigentümer und amin-c(!) ein, oder du läßt ihn vorher sowas wie eine autorenvereinbarung für deine seite unterschreiben in der du dich absicherst.


    ;-)) markus
    Signature
  • Gast, 15
    Kleckser, Du bist ein ausgesprochen heller Klecks :o), Fakt ist Fakt, hm?
  • Kleckser
    Kleckser
    Ich kenne jetzt die Antwort auf die Frage was Kunst ist: Sie lautet 42
  • Gast, 13
    Mein lieber Kleckser, Kunst ist, wenn du dich aus deinem Gefühl heraus ausdrückst, egal in welcher Weise. B12/km 32,7, während der Fahrt hier ne Aufnahme zu machen, allein die Idee ist schon Kunst. Ob du dich nun in Wort/Schrift/Bild oder Form ausdrückst, es wird immer Kunst sein die du da machst. So. Jetzt kommt es noch auf die Beeurteilung deines Werkes an. Die kann in USA super sein und in Germany schlecht. In Germany Kunst darzubieten ist gar nicht so einfach, weil wir ein total überbildeter Staat sind, uns aber trotzdem noch über zu schlechte Schulbildung beklagen.

    Der Rückwärtsgang in unserem Staate ist schon seit mehreren Jahren eingelegt und es traut sich niemand dies zu ändern. Alles ist negativ, es wird nur noch gejammert, unsere Kinder bekommen nur noch Lehrstellen wenn sie Bestnoten vorweisen können ohne Rücksicht darauf, was sie für ein Wesen haben. Das war nebenbei bemerkt. Sorry.

    Unser Land wird überschwemmt mit Kunst aus der ganzen Welt, heute bekommst du Ölbilder in der Größe 40 X 50 schon für 14,95 Euro im Supermarkt zu kaufen. Im Vergleich was hier im Kunstnet manchmal angeboten wird wirklich tolle Sachen. Es sind Massenproduktionen aus Ländern die noch für nen Appel und n Ei arbeiten.

    So, jetzt kannst du noch ein studium machen, das dich überhaupt nicht interessiert oder du wirst schwul. Dann hast du vielleicht ne Chance.

    Noch ne Möglichkeit, du reißt dein Maul ganz weit auf und lobst dich selbst in den Himmel.

    Übrigens, das mit dem Kloopapier, das habe ich Ernst gemeint. Hat glaub ich noch niemand gemacht. Probiers doch einfach mal aus. Wem es nicht gefällt, der kann an irgendeiner Bundesstrasse halt machen und sich den Hintern damit abwischen.
  • Angelika Reeg
    Angelika Reeg
    und ich muss mich wiederholen:

    wo er recht hat, hat er recht

    @wilando
    harte, realistische, aber ehrliche Worte

    thats life

    lg angy ;-))
  • Horst Fischer
    Horst Fischer
    Im Werk eines Künstlers, gleich welcher Machart, steckt immer ein Stück seiner "Seele". Dieses Werk zu nehmen und weiter zu verarbeiten bedeutet eine weitere "Seele" hinzuzufügen. Was, bitte, soll dabei herauskommen? H.
  • Kleckser
    Kleckser
    @Wilando
    Ich habs ernst genommen was du geschrieben hast, auch wenns abweisend klang. Vielleicht siehst du demnächst hier ein Kloopapierbild - mit Tempotaschentüchern hab ich jedenfalls schon mal was gemacht.

    LG
    Wolfgang
  • Gast, 13
    Im Werk eines Künstlers, gleich welcher Machart, steckt immer ein Stück seiner "Seele". Dieses Werk zu nehmen und weiter zu verarbeiten bedeutet eine weitere "Seele" hinzuzufügen. Was, bitte, soll dabei herauskommen? H.


    Ganz einfach Horst.

    Ein Bild mit 2 Seelen iss doch klar. Diese Bilder sind auch leicht erkennbar, sie haben so einen leichten Doppelschimmer...hä hä hä.

    Und borgt mir keiner ein Bild, dann klau ich mir eins. Das Kunstnet ist voll davon. Schon mal bedacht?
    Auf keinem einzigen Bild issn Kopierschutz drauf.

    Ab in die eigenen Dateien, vergrößern, nachmalen oder verändern und verticken. Fertich.
  • Angelika Reeg
    Angelika Reeg

    Und borgt mir keiner ein Bild, dann klau ich mir eins. Das Kunstnet ist voll davon. Schon mal bedacht?
    Auf keinem einzigen Bild issn Kopierschutz drauf.


    Stimmt !!!
    Ist meiner Meinung nach auch nicht gut.
    Daher habe ich jahrelang rumgezickt, mir selbst eine
    Homepage anzulegen, überhaupt irgendwas ins Internet zu stellen.


    Ab in die eigenen Dateien, vergrößern, nachmalen oder verändern und verticken. Fertich.


    Denke mal, dass dies auch sicherlich öfters so gehandhabt wird.

    Insgesamt:
    Ist es ein zweischneidiges Schwert.
    Einerseits möchte man gerne seine Urheberrechte auch beachtet wissen,aber
    will man sicher gehen, dann dürfte man gar nichts zeigen.
    Andererseits will man sie ja auch zeigen.
    Ist eine Abwägungssache, die jeder für sich selbst wissen muß.


    @kreativ-internet
    mal ganz ganz weit zurück zu deiner frage. mir fallen nur zwei sichere lösungen ein. entweder du gibst ihm für seine sachen eine eigene domaine und trägst ihn als eigentümer und amin-c(!) ein, oder du läßt ihn vorher sowas wie eine autorenvereinbarung für deine seite unterschreiben in der du dich absicherst.


    Ja genau, als Homepagebetreiber kann man sich von jeglichen Inhalt der HP distanzieren.
    Würd ich auf jeden Fall machen.

    lg angy ;-))
  • Steppenwolf

    Ja genau, als Homepagebetreiber kann man sich von jeglichen Inhalt der HP distanzieren.
    Würd ich auf jeden Fall machen.

    vorsicht! natürlich ist man als homepagebetreiber für die inhalte seiner homepage verantwortlich.
    man kann fremde inhalte als solche kennzeichnen und mit dem autor fremder inhalte einen vertrag abschließen indem er zusichert keine urheberrechte zu verletzen.
    übrigens ist die sache mit den disclaimern ein ziemlicher irrtum der im internet zum selbstläufer wurde. (disclaimer können sogar ein eigentor werden, da sie so interpretiert werden können das man den "rechtsbruch" auf seiner webseite erwartet hat)

    http://www.daniel-rehbein.de/urteil-landgericht-hamburg.html
    http://www.mein-dortmund.de/disclaimer.html



    Auf keinem einzigen Bild issn Kopierschutz drauf.

    so etwas ist technisch auch gar nicht möglich!
    (man kann es höchstens für "unwissende" erschweren.)


    Einerseits möchte man gerne seine Urheberrechte auch beachtet wissen,aber
    will man sicher gehen, dann dürfte man gar nichts zeigen.

    darauf läuft es hinaus.
    durch irgendwelche copyright hinweise hat man diese rechte noch lange nicht. sowas dient höchstens zur abschreckung und zur klarstellung der eigenen meinung.
    und selbst wenn man die urheberrechte wirklich hat. was soll man rechtlich machen, wenn jemand aus südamerika oder asien sie verletzt? world-wide-web vs. nationale gesetze
    Signature
  • stanko
    stanko
    Da auch diese Diskussion schon des öfteren in dieser Art oder leicht abgewandelt geführt wurde:

    Vielleicht erscheint meine Antwort als Erbsenzählerei, ist aber nicht so gemeint.

    Fine Art versus Digitale Kunst
    Das man diese beiden Gattungen, falls man bei Digital Art überhaupt schon davon reden kann, überhaupt gegenüberstellen kann wage ich zu bezweifeln. Und nicht, weil es in dieser neuen Gattung keine Werke geben würde, sondern eher weil man diese nicht im allgemeinen Sinne objektiv betrachten kann.

    Bsp: Schau Dir eine Arbeit am besten auf verschiedenen Computern (Laptop mit WinXP; Büro PC mit Win2000, etc.) mit unterschiedlichen Betriebssystemen (MacOs, Windows, Linux etc. an)
    --dann siehst Du sofort, was ich meine.
    Bildschirmauflösung und Bildschirmeinstellungen wie Farbkalibrierung tun ihr übriges...
    Es ist vielleicht ein Problem der Reproduktion, bzw. der Darstellung.

    Und diese ist im Falle der Wahrnehmung von Kunst wirklich relevant. Denn sonst reden wir von unterschiedlichen Bildern.

    Falls es gelingt gleiche Bedingungen zu schaffen, dann bin ich beim Vergleich dabei, alles andere ist mir zu unpräzise


    lg stanko
    Signature
  • Gast, 18
    @ stanko,

    vielleicht schaff ich die gleiche bedingung für dich dann wenn ich das werk aus dem rechner auf ein medium hole, also ausprinte ?

    Und was bedeutet überhaupt eine objektive wahrnehmung, oder auch nur annährend die basis dafür zu schaffen - im zeitalter der quantenmechanik ?

    Selbst ein real life gemaltes bild ist unter unterschiedlichen lichtbedingungen gesehen schon ein opfer seiner umgebung und somit unserer wahrnehmung geworden.

    Ich finde deine einstellung ziemlich dogmatisch.
    Überlass doch den kategorismus den wissenschaften.
    In der kunst hat dies nichts zu suchen.
  • Gast, 13
    Zitat Kleckser: Entscheidend ist, dass das Ergebnis vom Künstler selbst als relevant bewertet wird. Das reicht!
    Wenn er darüber hinaus von seiner Kunst leben muss, muss er sich Sehgewohnheiten und Trends anpassen. Dies hat dann nichts mehr mit Kunst zu tun. Zitat Ende.

    Den allerletzten Satz, "Dies hat dann nichts mehr mit Kunst zu tun" versteh ich leider nicht und bitte um eine weitere Erklärung.

    Wilando manchmal ein Dummerle ist.

    Danke Wolfgang, oder wer auch immer mir das erklären kann.
  • Kleckser
    Kleckser
    Wilando,

    ist dir nicht auch schon aufgefallen, dass die schönsten Dinge (nur) dann entstehen, wenn du ganz bei dir selbst bist, wenn du nicht beeinflusst von der Meinung anderer bist (soweit dies überhaupt möglich ist).

    Wir bewundern die Kinder als 'natürliche Künstler' ganz genau aus diesem Grund, - und je mehr wir sie auf die Regeln und Normen, die Gewohnheiten der Außenwelt timmen, um so mehr werden sie den eigenen Impuls überprüfen und beurteilen ehe sie ihn ausüben, und damit ist schon alles passiert.

    Man sagt Kunst kommt von Können, was bedeuten würde, dass erst langes Training den wahren Künstler ausmacht. Dies ist absolut nicht richtig, weil man hier Gefälligkeit mit Kunst verwechselt. Der eigentliche künstlerische Vorgang liegt vor dem, was bestimmte Gruppen der Außenwelt als Kunst festlegen.

    lg
    Wolfgang
  • Gast, 13
    Danke Wolfgang für deine tolle Erklärung, Wilando hat jetzt verstanden.

    Du sprichst mir damit aus dem Munde.

    Danke und machs gut.
  • Page 1 of 1 [ 37 Posts ]

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