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  • appropriation art

  • Pierre Menard
    Pierre Menard appropriation art
    ok, zurück in die zukunft, wir reisen 🔗 anhalter nach New York, ungfähr um das jahr 1980.
    nachdem die konzept art und co die 70 jahre berherrscht haben, sieht so aus als wären sie gescheitert. die totgesagte malerei beginnt sich neu zu formieren. Leute wie julien schnabel oder die neuen wilden, zu deren umkreis auch die 🔗 zählen dürfte, beherrschen in ausstellungen wie zeitgeist oder auch der documenta 7 (1982)von rudi fuchs das geschehen. die documenta wird in der documenta arbeit "ölgemälde, hommage a marcel broodthaers" von hans haacke entprechend kommentiert.
    jedenfalls ganz gallien, äh, das ganze bertriebssystem kunst scheint die rückkehr der malerei zu feiern, im scheinbaren gewand der postmoderne, das aus allerlei zitaten ein pastiche bildet, und nur ein kleines clübchen von intellektuellen um die zeitschrift "oktober" und die galerie 🔗 leistet tapfer widerstand. in einer engen zusammenarbeit zwischen kritikern, theoretikern und künstlern( zum beispiel crimp(die ruinen des museums), krauss(die originalität der avantgarde und mythen der moderne), buchloh, levine, lawler, prince, sherman, mccollum). man wohnt zum teil zusammen und liest die gleichen poststrukturalistischen
    bücher, beschäftigt sich mit allerlei brainfood, wie barthes und benjamin und schaft dabei dann eine neue art der kunst der aneignung.

    sherrie levine macht zum beispiel 1:1 fotos von fotos , zum beispiel des fotografen walker adams oder nach edward weston. die diskussion über originalität und den autor entbrennt. die künstlerische strategie des fakes scheint immer wichtiger zu werden.

    cindy sherman fertigt fotos von frauen an, die aussehen wie szenenfotos aus filmen der 50 er , die es aber so nie gegeben hat.

    louise lawler fotografiert die kunst anderer, wobei sie nicht wie levine 1:1 kopien macht, sondern die kunst im zusammenhang ihrer umgebebung zeigt. sie kuratiert ausstellungen anderer(arranged by louise lawler) und stellt mit mccollum "ideal settings" aus, welche leere sockel/displays sind.

    richard prince schneidet announcen aus, fotografiert diese. die motive sind oft, aus der werbung, wie der marlboro mann und co.

    gleichzeitig liefern krauss, buchloh und crimp den theoretischen background der appropriation art dazu in oktober und die strategie der anneignung wird allmälich kanonisiert.
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