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  • eine kleine bemerkung über das "schöne"

  • Pierre Menard
    Pierre Menard eine kleine bemerkung über das "schöne"
    dass das wort "schön" in gewissen kreisen nicht als kompliment gilt, ist eine binsenweisheit. doch woher leitet sich dieses "schimpfwort" ab?
    natürlich ist da erstmal der alltagsggebrauch des wortes "schön" mit allerlei erwatungen und dogmatischen plattitüden überbeladen, tendiert es sehr in richtung kitsch. dem verbindlichen werturteil auszuweichen wird zu unserer strategie, da sich über "geschmack bkanntlich nicht streiten läßt", somit ist die beliebigkeit der schönheit fast schon legendär.

    im 18. jahrhundert unterschied edmund burke zwischen dem schönen und dem erhabenen, das schöne ist das verführerische, weibliche, weiche, das uns zusammenbringt, dagen steht das erhabene, das schroff, hart unsere eigene position befragt und uns unsere verschiedennheit erahnen läßt. draus ergeben sich für die ästhetik zwei prinipen: das der harmonie und das der differenz.

    dies wird nun von kant aufgegriffen, der das ganze in den idealistischen bereich überträgt. wenn nun innerhalb eines ästehtischen systems das sinnliche an erkenntnisgewinn verliert, kommt das einen bedeutungsverlust des schönen nahe, da die schönheit mit den sinnen erfahren wird und sie sich dem genuss der sinnesreize hingibt. zurück bleibt so gut wie nichts, ist der rausch des schönen erstmal vorüber.
    nette deko eben.

    diser trend der kritik am schönen setzt nun bei hegel und anderen fort und endet in dem schimpfwort der moderne "das ist aber schön".
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    Das hast Du aber schön gesagt, Hanni! ;-)))
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