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  • Kunstbegriff - Hirn UND Hand im hier und jetzt

  • elupsmlif Kunstbegriff - Hirn UND Hand im hier und jetzt
    Nach umfangreicher Webreise durch so manche Homepage einiger "Kunstnetter" habe ich mich zu dieser kurzen "Diskussions-Provokation" entschlossen und hoffe auf viele (auch heftigere..) Entgegnungen und Meinungen!

    Ich frage mich, woher manche den Mut nehmen sich KÜNSTLER
    zu nennen, ohne sich je mit ZEITGENÖSSISCHER Kunst und deren Fragestellungen auseinandergesetzt zu haben.
    Ohne sich auf den Weg (steinig und zäh) gemacht zu haben nach der Relevanz des eigenen Tuns zu forschen.
    Damit meine ich konkret: Die Fragestellung nach Dekorationsfunktion, Konsumartikel und Autonomie der Kunst.
    Oder nach der Rolle des Künstlers als kritischer Zeitgenosse, als Stimme aus einer anderen "Richtung" und mit anderen Mitteln.
    Ich frage mich, ob die Entwicklung in der Kunst an vielen der Kunstnetter vorbeigangen ist.
    Gab es die "Revolution" eines Duchamp für euch nicht?
    Auf dem Stand des letzten Jahrhunderts, auf der Suche nach Ausdruck über Farbe und Licht. Nach Spiegelung der Emotionalität mit Mitteln und Technik der Jahrhundertwende. (Impressionisten etc.) und vor allem mit deren Fragestellung.
    Was bleibt da, außer der ewigen Wiederholung des immer Gleichen?
    Geklärte Fragen immer "neu" zu bearbeiten?
    Was entsteht ausser Dekoration und Seelenspiegelung?
    Sitzt man da nicht dem gängigen Künstlerklischee auf?
    Was unterscheidet da zum Kunsthandwerker?

    Vielleicht sei hier eine kleine Lektüreempfehlung über den Kunstbegriff eingestreut:
    "Was ist Kunst?" -Positionen der Ästhetik von Platon bis Danto- Michael Hauskeller, Verlag C.H. Beck, Becksche Reihe, München, 1998.

    Bin gespannt, viele (Maler-)Meinungen dazu zu hören!!
    Gruss
    Angelika
  • sualK
    Hallo Angelika,

    Wie soll das eine Diskussion werden, wenn du dich zwar alles mögliche fragst, jedoch keine Meinung zu irgend etwas hast.
    Das einzige, was ich hier herauslesen kann ist, daß dir bei irgend jemand ( wem denn?) die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst fehlt und Fragestellungen der letzten Jahrhundertwende noch eine Rolle spielen. Als Beispiel führst du die "Revolution eines Duchamps" an.
    Das ist besonders niedlich, da der Flaschentrockner ja auch schon 1912 verschenkt wurde.
    Ein 100 Jahre altes Problem muß in der Kunst noch lange nichts von seiner Aktualität eingebüßt haben.

    Gruss,

    Klaus
  • michael pfannschmidt
    michael pfannschmidt
    vor einem jahr musste ich ein grosses gemälde
    mit der u-bahn durch berlin transportieren.
    bei jedem der das bild betrachtete fand eine
    sichtliche veränderung statt.
    aus gestressten gesichtern kam plötzlich ein lächeln.

    die gleiche erfahrung mache ich bei galeristen,in
    meinem atelier und bei meinen ausstellungen.

    ich muss kein bild verkaufen und ich muss auch keine kritischen themen aufgreifen um künstler zu sein.

    ich habe die freude zum thema und das reicht mir
    um mich künstler zu nennen.

    gruß michael.... :lol:
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  • El-Meky
    El-Meky
    also, ich muss gestehen: " Ich bin ein Kulturbanause".

    ich habe keine ahnung von kunstgeschichte oder oder oder.
    ich male einfach aus freude und meine freunde nennen mich künstlerin. was wohl auch meine allgemeine fantasie und kreativität und art und weise betrifft.

    künstler sind für mich menschen, die sich über einen längeren zeitraum inbrünstig durch ihre kreativität, wie auch immer, ausdrücken-müssen-.
    die technik eines malers kann noch so perfekt trainiert sein, doch viele dieser künstler haben keine eigene idee und malen meisst nur *kopieren* , weils schön und bequem ist.
    diese würde ich als kunsthandwerker bezeichnen.
    künstler sind ( für meine begriffe) eher autonom.


    liebe grüsse Ella
    Signature
  • elupsmlif
    Hallo Klaus,
    fängt nicht jede Diskussion mit OFFENEN Fragen an?

    Hallo Michael,
    (Zitat)"..bei jedem der das bild betrachtete fand eine
    sichtliche veränderung statt.
    aus gestressten gesichtern kam plötzlich ein lächeln. .."

    ich muss zugeben, bei mir ist dir gleiche Reaktion
    eingetreten... Vielleicht kann man auch anhand
    dieses Beispiels über den Kunstbegriff und die
    "Funktion" von Kunst nachdenken. Vielleicht ist "Entertainment"
    und "Dekoration" nicht per se was "verwerfliches"...
    Sonne-aufs-Gesicht-zaubern ist ja irgendwie auch eine
    Kunst (!?).

    Hallo Ella,
    eine Frage an die "Kulturbanausin" (!?):
    Mich würde interessieren, ob du ab und zu in Kunstvereinsausstellungen
    u.ä. gehst und mit welcher "Wirkung" auf deine Arbeit und
    Arbeitsweise du diese Ausstellungen verlässt.
    (Man muss sich ja nicht im Sinne von chronologischem Auswendiglernen mit Kunstgeschichte
    befassen, sondern kann sowas ja auch in Museen "im Vorbeigehen" auf sich wirken lassen.
    ....Aber wichtig finde ich das schon. Mich z.B. würde es schon stören, wenn ich festellen
    würde irgenwer hat das gleiche Thema auf eine ähnliche Weise behandelt und zwar schon um 1900 (!!).
    Unsere Welt hat sich seither doch verändert...
    Und auch der Künstler ist nicht mehr die bewunderte Figur, die
    er zu der Zeit noch war.
    Man lebt doch auch im hier und jetzt mit Medien-Bilderflut und Dauerbeschallung...
    Kann man, wenn man nicht irgenwo als Einsiedler lebt oder sich in die Innere Einsiedelei begeben hat, überhaupt "autonom" arbeiten?

    Freue mich auf weitere Diskussionen,

    Gruss
    Angelika
  • relttaSareV
    Angelika! Ist das nicht ein bisschen zu "einfach" nach deinen Kriterien zu werten - der ist Künstler, der da - nicht? Ein bisschen abwertend für diejenigen, die nicht in dein Schema reinpassen (Kurse, Ausstellungen, Kunstgeschichte...). Wo ist denn dann die s.g. Autonomie des Künstlers, wenn du ihn selbst an verschiedene Kriterien bindest? Lass doch jeden über sich selbst und die anderen meinen - er oder sie seien Künstler. Ist ja eh absolut unbestritten SUBJEKTIV!!! Und daher ergibt sich doch auch die Meinung, die keine Zertifikate braucht. Individuell ist der Künstler, der Schaffende und individuell ist jeder Betrachter, Freund oder Konsument der Kunst. Also kann man kein Kalibrierraster schaffen wie für die holländischen Treibhaustomaten, wo nur eine gewisse, vorprogrammierte Größe in den Korb kommt, die anderen aber alle durchfallen... So verschieden wir alle sind, die sich für Künstler halten, wenn sie etwas schaffen, so hoch soll der Respekt jedem einzelnen gegenüber sein, ob er anders ist, oder dem verbreiteten Geschmack entspricht. Jeder hat so seinen Leuchtturm - politisch engagiert, sozial kritisch orientiert, einfach das Kindische in sich darstellend, "nur" rein für das Ästhetische plädierend - alles ist zu dulden, solange es niemanden anderen persönlich verletzt oder angreift. Wenn mir eine Arbeit nicht zusagt, enthalte ich mich der Kathegorisierung darüber, es sei keine Kunst und der Autor - kein Künstler. Ich glaube sogar, jedem ist das Recht zu geben, sich selbst in erster Linie für einen Künstler zu halten, wenn er meint es geschafft zu haben, seine Gedanken, Empfindungen, Gefühle, Phantasien und Erlebnisse so und nicht anders darzustellen. Daher ergibt sich doch auch die höchst erfreuliche Vielfalt in der Weltkunst. Ich hoffe, ich war nicht zu emotional und bin in den Grenzen einer Diskussion geblieben. Gruß! Vera Sattler aus der Lausitz
  • Dana
    Dana
    Hallo allen zusammen,
    der Frage :Was ist Kunst? usw... endgeht, glaube ich keinem, der sich mit Kunst bescheftigt.
    Die Frage und viele anderen probierte mir vor gewissen Zeit auch beantworten.
    Kunst kommt vom Können, so lautet die Formel.
    Joseph Beuys sagte:-" Jeder Mensch ist ein Künstler".

    Für jedem einzehlnen Menschen bedeutet Kunst etwas anderes, je. nach seinem Standpunkt, Interessen, Erziehung, Bestrebungen, usw..
    Ich vertrete die Meinung von J.Beuys.
    Auser dem, Kunst ist für mich etwas, was mit einer Unendlicher Weite vergleichbar ist. Kunst hat kein Anfang und keine Ende, und ist überall in uns und auser uns. Es ist etwas, was man nicht logisch analisieren soll. Sie soll unsere innere Dasein bewegen, und uns bereichern.
    Dana
    Signature
  • elupsmlif
    Hallo Vera!
    Freue mich über deinen ehrlichen und (meiner Meinung
    nach nicht zu emotionalen) Beitrag!
    Das mit den Kriterien und der "Sortierung" ist so eine Sache.
    Es ist sicher wahr, daß es irgenwie eine Art der Ausgrenzung und
    der Sortierung nach: Gut und Schlecht ist. Es ist auch so, das Kunst
    von jedem, je nach Bildungsstand, sozialem Umfeld und Anspruch an
    die Kunst, anders wahrgenommen wird.
    Vielleicht stört mich oft nur die unklare Verwendung des Begriffs KÜNSTLER und KUNST.
    Bei geschützten Berufen darf sich auch nicht jeder einfach so z.B. Architekt nennen,
    ob er nun Pläne für ein Haus zeichnen kann oder sich technisch auf dem Gebiet auskennt oder nicht.
    Wer die Kriterien festlegt oder festlegen sollte wer "dazugehört", steht wieder auf einem anderen Blatt und ist auch fraglich, ob das sinnvoll ist....
    Für mich war und ist einfach die eigene Klärung dieses Begriffs wichtig, und ich dachte, das das u.U. auch für andere mal ein interessanter
    Gedankenansatz ist, so über die eigene Arbeit und Arbeitsweise nachzudenken.
    Wie das Ergebnis ausfällt, bleibt doch jedem selbst überlassen.
    Ich finde, sich über die theoretische Grundlage (und auch die Entwicklung) der Berufssparte in der man sich tummelt, klar zu sein, ist doch auch wieder etwas, was ganz berufsunabhängig da sein sollte. Über technische Details macht man sich ja auch sehr umfangreiche Gedanken....

    Freue mich weiter auf weitere Beiträge,

    Gruss,
    Angelika
  • Dana
    Dana
    Hallo noch mal,
    dieses Thema ist sehr Umfangreich.
    Je mehr man sich in die Überlegungen vertieft, desto mehr Fragen aufkommen. Etwas zum Leben herforufen ist schon für mich eine Kunst in sich. Deswegen die Gränzen für Kunst nicht existieren können. Die Frage ergibt sich erst dann, wenn man sich über die Tiefe des jenigen Kunstwerkes stellt. Wie geniall oder wie flach und leblos der Werk wirkt? das ist aber auch abhängig von Intenzen des Schöpfers,seiner Geschicklichkeit etwas zu vermitteln, und seiner Kraft den Betrachter zu bewegen. Natürlich, reine Dekorationsbilder( ausgedacht nur für`s reines Verkauf) habe nur eine Dekokraft in sich. Die sind aber mit dem Dekorazionsziel zum Leben hervorgerufen, deswegen kann man sich nicht wundern, dass solchen Bildern 2/3 der Kraft fählt, aber als Vorteil fienden sie eine Verwendung als z.B. Wohnungsdeko und sind für durchschnittlichen Bürger einfacher zu verstehen und annähmen.
    Die andere Sorte von Bildern( ich werde sie hier als Museumbilder bezeichnen), werden leider von wenigen verstanden, obwohl sie alles beinhalten, was ein Kunstwerk beinhalten sollte.
    Das wichtigste aber ( jedenfalls für mich) ist die schöpferische Freicheit die man durch die Marktdiktatur sich nicht rauben lassen soll.
    Dana
    Signature
  • elupsmlif
    ...dieses Thema ist sehr Umfangreich.
    Je mehr man sich in die Überlegungen vertieft, desto mehr Fragen aufkommen.
    Dana


    Hallo Dana!
    ..wie recht du hast!
    Genau diese Beobachtung hat mich dazu veranlasst, diese Diskussion hier einmal "öffentlich" zu führen.
    Es interessiert mich einfach, wie und ob andere Künstler auch an solchen Gedanken "arbeiten".

    Du hast auch unterschieden zwischen denen, die rein an der "äußeren Erscheinung"
    ihrer Bilder arbeiten, denen, die an der emotionalen Wirkung
    der Arbeiten interessiert sind und den "Museumsbildern", spröde
    und nur für wenige verständlich...

    Für mich stellen diese spröden und erklärungsbedürftigen Arbeiten die spannenderen dar,
    aber gleichzeitig stört es mich, das sie eine Art der "Ausgrenzung"
    in sich tragen, da sie eben nicht ohne Erklärung verstanden werden können. Sie (die Kunstwerke...)
    bauen sich selbst Hemmschwellen des Verständnisses auf.

    Ich fände es spannend, die Kombination zwischen vielschichtiger
    Aussage, ästhetischer Wirkung und einer Art der Allgemeinverständlichkeit zu erreichen.
    Solche Arbeiten erlauben eine kleine Entdeckungsreise..
    Zuerst mit dem Auge..dann mit dem Hirn Stufe um Stufe tiefer, und
    wenn man dann noch eine weiterführende Erklärung über die Entstehung
    oder Intention liest oder hört..noch eine Stufe tiefer
    in das Sinngespinst um die Arbeit herum.
    Wem das zu viel ist kann auch nur anschauen...
    Daran arbeite ich...

    Viele andere würden sicher ähnliches von ihren Arbeiten sagen...

    Lasst es uns wissen, ich bin gespannt...
    Gruss
    Angelika
  • El-Meky
    El-Meky
    Hallo Ella,
    eine Frage an die "Kulturbanausin" (!?):
    Mich würde interessieren, ob du ab und zu in Kunstvereinsausstellungen
    u.ä. gehst und mit welcher "Wirkung" auf deine Arbeit und
    Arbeitsweise du diese Ausstellungen verlässt.
    (Man muss sich ja nicht im Sinne von chronologischem Auswendiglernen mit Kunstgeschichte
    befassen, sondern kann sowas ja auch in Museen "im Vorbeigehen" auf sich wirken lassen.


    Hallo Angelika, als kind war ich fast täglich in museen. und habe die gemälde einfach nur auf mich wirken lassen und viel geträumt.

    in grosse ausstellungen gehe ich nie, ausser vor Jahren mal zu Max Ernst. ansonsten bin ich zu verschiedenen kleineren ausstellungen eingeladen worden. ich kann mit der stimmung und den leuten da nicht viel anfangen und empfinde es offt als ver*rsche, wenn ich sah, was da fürn schrott an den wänden hing. ich dachte so bei mir, das könnten auch kinder im kindergarten bewerkstelligen. ich kann dir nichteinmal mehr sagen, wie die verschiedenen künstler hiessen. vielleicht fehlen mir auch die ' richtigen ' freunde ( als begleitung), um doch gefallen an einer ausstellung zu finden.
    Man lebt doch auch im hier und jetzt mit Medien-Bilderflut und Dauerbeschallung...
    Kann man, wenn man nicht irgenwo als Einsiedler lebt oder sich in die Innere Einsiedelei begeben hat, überhaupt "autonom" arbeiten?


    man kann dann autonom leben oder malen, wenn man Alle Regeln und fremdbestimmungen hinterfragt und gerne ablehnt.
    ich kann 'eigendlich' nicht malen. wenn ich etwas abzeichnen will, dann wird es eh anders und ich ärgere mich und finde es überhaupt langweilig.
    wenn ich aber einfach darauf losmale, ohne eigendlich zu wissen WAS, dann macht es mir riesigen spass. ich sehe zu , wie meine hand diesen oder jenen pinsel greift und diese oder jene farbe wält und ich geniesse dieses gefühl des treibens und vergessens.


    ob ich deshalb schon künstler bin? ja.
    ich sage ja, denn ich mache tagtäglich nix anderes als malen oder werkeln und leben. und drücke meine gefühle auf bildern aus.

    liebe grüsse Ella
    Signature
  • sky23
    sky23
    Ich denke zu Kunst gehört auch können, ok das ist ne doofe frase. Aber ich finde unabhangig von der art wie man Kunst macht gehört einiges an übung dazu das gewünschte selbstbewust gekonnt rüber zu bringen.
    Was Kunst ist legt wohl jeder anders aus. Ich finde die frage fast so seltsam wie die frage ab wann man Christ ist, jeder hat da ne eigene meinung und in der lässt man sich nicht beirren.
    Im internet sehen mich die meisten als künster, meine Familie sieht das mehr als hobby.
    Zum startpost: Ich mag mich zum beispiel überhaubt nicht mit Kunstgeschichte auseinandersetzten, ich finde das äuserst unintriessant. Und es ist im moment auch gegen meine Philosifie Stiele und Techniken anderer leute anzueigenen (wobei ich für tipps schon offen bin).
    Ob anderen meine Bilder gefallen ist mir zwar nicht egal aber ich habe eigenlich angefangen mit der Kunst weil mir die Bilder von anderen nicht so gefallen und ich mag das auch gefühl wenn ich ein eigenes Bild berachte und denke "oha das habe ich selbst gemacht und es ist schön".
    Ich denke mal das geht nicht nur mir so, das die eigenen bilder immer was besonderes sind.

    Sorry wenn ich nicht wirklich gehaltvolles zur diskussion beisteuern kann, aber für mich ich ist man einfach dann künstler wenn genug leute aus freien stücken denken man wäre einer.
  • El-Meky
    El-Meky
    Hallo Sky23,

    im grossen und ganzen stimme ich dir zu ( auch wassermann bin *lol*)
    du schreibst:Ich denke zu Kunst gehört auch können, ok das ist ne doofe frase. Aber ich finde unabhangig von der art wie man Kunst macht gehört einiges an übung dazu das gewünschte selbstbewust gekonnt rüber zu bringen

    ja, du hast recht.
    aber ich finde , das Talent allein schon " Können" sein kann.

    können muss nicht allein * Handwerk des Malens gelernt haben *bedeuten.
    Können ist für mich Talent + Ausführung.

    und... ich kenne grossartige Künstler, die (wie ich) von Schüchternheit und Selbstzweifeln, besonders vor einer * veröffentlichung*, geplagt sind.
    lg Ella
    Signature
  • Da hast du schon recht, aleine mit üben kommt man nicht weit. Aber ein ein traniertes talent zahlt sich schon aus.
    Ich meinte auch mehr beim schaffen des werkes sollte mit eine gesunde portion selbstbewustein dabei sein, dann wirkt das Bild besser finde ich. Das einem bei der Presentation des Werkes vor dem Puplikum die knie weich werden gehört irgentwie dazu.

    Wenn ich so an meine ersten anfänge denke als ich angefangen habe gerne zu zeichen...
    Ich war auch mal verdammt schüchtern was meine Bilder an ging. Ich habe meine ersten Buntstifte mehr oder weniger heimlich im Supermarkt gekauft :oops: :D . Aber ich habe eigenlich dann meistens ein positives feedback bekommen. Und das tut schon gut. Ok, einige hier sagen ich sei noch unausgereift. Ich habe auch mal von einem gehört meine Bilder sehen aus wie mit Druckertinte gedüngter Rasen, oder sie sein zu bunt. Und ich bin eigenlich immer noch schüchtern, manche wollen mich drängen mal eine Austellung zu machen, aber sowas liegt mir eigentlich nicht.
    Ich denke immer ich brauche mehr gute Bilder dich auch meinen ansprüchen genügen und davon gibt es noch nicht genug.
  • sky23
    sky23
    Der Beitrag grade stammt von mir habe vergessem mich einzuloggen. :oops:
  • Dana
    Dana
    Hallo,
    natürlich ist es auch Kunst, die "Regeln der Kunst" zu brechen, darauf zu verzichten und seine "eigene" Kunst zu machen, allerdings sollte man schon wissen, welche Regeln man gebrochen hat oder auf welche man verzichtet hat, sonst wirkt man als Künstler unglaubwürdig.

    Deswegen gibt es die Möglichkeit die Regeln erst zu entdecken durch Kunststudium z.B.

    Man überlässt nichts dem Zufall. Ein Kunstwerk entsteht erst im Kopf des Schöpfers und dann verbindet es sich mit seinen Gefühlen.
    Zufallsbilder kann sonst auch jeder machen und dann behaupten, es sei abstrakte Kunst.

    Nun, jede abstrakte Kunst hat auch ihre Logik, die von einem Kunstkenner sofort erfasst wird.
    Dana
    Signature
  • sky23
    sky23
    Also ich war ursprünglich inspiriert von Echer und habe Bilder aus zusamengesetzten Figuren gezeichet die Die wiederrum größere Figurn bildeten.
    Das hatte aber den nachteil das ich wenn ich z. B. ne Raufaser Tapete angesehen habe 100erte mögliche Figuren gesehen habe. Das Zweite was mich stark beinflust hat ist der Kubismus. Aber den male ich in einem organischen stil(ich habe auch mal gesagt bekommen es erinnere an das informel sei aber meditativer).
    Ich male gerne besondes zeitaufendig feine große Bilder weil andere ein einfabigs quadrat auf unifarbenen Grund malen, einfach um ein kontra Punkt zu setzen. Meine Bilder waren auch ursprünglich dazu gedacht das wenn man z.B.(ich lehne denn gebrauch von sowas aber schon länger ab) gekifft hat um angeneme halos zu haben.
    Die Bilder waren auch eigenlich nicht für kunstkenner gedacht gewesen sondern dazu sie zu betrachten seine Fantasie spielen zu lassen(wie Wolkenbilder) und zu entspannen.
    Meine Bilder enstehen nicht im Kopf ich greife aber schon steuernd ein. Wenn ich nichts mehr den zufall überlassen dürfte um Kunst zu machen dann ist es halt keine, auch egal. Schließlich ist der Zufall ein elementares Thema für mich, so hebe ich jede zufällige stuktur die sich beim malen ergibt hervor mit um zu einem teil des Bildes zu machen.


    :? sky23
  • Helga Christine Leohold
    Helga Christine Leohold
    Es ist schon schwierig. Der Künstler, das Kunstwerk will + soll die Menschen bewegen, und möglichst viele wenns geht, weil wir ja Herdentiere sind.
    Bilderflut und Medienwahn jagen die Gesellschaft und das Einzelwesen hin und her und stumpfen es ab, und die eigentliche Sensation ist nicht mehr ein Bild oder ein Reiz, sondern die Leere und die Stille! Nicht die "Innere Einsiedelei" meine ich jetzt, (die kann ja durchaus auch eine Folge dieser Überflutung sein), sondern die Stille und Leere, die Räume für eigene Gedanken und Bilder bereitet.
    Sie bietet sich heute nicht mehr an, sondern will gesucht und von Unmengen Informations- und Bildermüll freigeschaufelt werden! Das kann sehr schwierig sein und ist für viele Menschen fast unmöglich geworden.
    Wenn sie aber doch gefunden sind und freigeschaufelt, gewinnt das Leben, die Kunst, der Künstler selbst mit Hilfe des immer gleichen Tuns, durch das Stellen der immer gleichen Fragen in immer wieder neuen Zusammenhängen und die Spiegelung der Seele in immer neuen Umständen eine ganz neue, nie dagewesene Bedeutung: die Möglichkeit zum autonomen Handeln.

    Ich bin gerne Gärtnerin und wenn ich versuchen wollte, ein Radieschen in ein Beet voller Unkraut zu sähen, würde das überhaupt und ganz und gar nicht funktionieren, denn das Radieschen will seinen freien Raum! :wink: Es braucht nicht mal viel Dünger, aber es besteht auf seine Autonomie!

    Und dann wächst es und ich kann in Ruhe ein Bild malen.

    Christine
  • stanko
    stanko
    ... es ist doch fein, wenn Jemand sich traut provokativ zu fragen...

    Allerdings gehört diese Diskussion in eine Ausstellung, ein Atelier oder zu einem Kunst-Spaziergang.

    Also, wenn Du mal in München bist, jederzeit.

    lg stanko
    Signature
  • paracryl
    paracryl
    Ich denke, dass beim Schreiben an solchen Themen immer wieder Missverständnisse auftreten, die dann zu kleinen nicht vergessenen Kabbeleien führen, die bei einer persönlichen Diskussion nicht auftreten würden.

    Ein interessantes Thema, dass sehr emotional verarbeitet wird. Ist ja auch richtig so, kann aber dann zu schnell persönlich angreifen...
    Signature
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