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  • Fotorealistisch malen

  • Shanti
    Shanti fotorealistisch malen
    Hallo @all

    ich habe eine konkrete Frage zu einem Bild, welches ich gerade male. Vielleicht hat ja jemand noch einen tollen Tip:
    Also, ich male z.Zt. an einer Tarantel :? (auftrag) die aus einer Tasse heruntergekrabbelt kommt. Ich möchte sie so realistisch wie möglich darstellen. Das Spinne male ich in Öl, die Tasse habe ich schon in Acryl fertig. Vorgezeichnet habe ich mit Kohle und bin jetzt beim ausarbeiten. (Das ganze Bild hat ein Maß von 60 x 120 cm).
    Wie würdet ihr vorgehen, um so ein Motiv so realistisch wie möglich darzustellen? So daß es einen schüttelt am besten :D Oder was sind die wichtigsten Punkte, um ein Motiv fotorealistisch darzustellen?
    Danke schon mal für Eure Tips.
    Gruss
    Shanti
    Signature
  • eelazA
    Hallo

    1. du solltest auf das Licht und achten. male schatten und licht differenziert mit genauen übergängen, das hebt die plastizität noch hervor

    2. benutze eher dunkle, kühle farbtöne, das erzeugt eine schaurige stimmung

    3. die stofflichkeit(z.B. der Haare)gerade beim fotorealistischen malen ist sehr wichtig, da sie die echtheit der tarantel betont.

    4. die beinstellung der spinne ist auch wichtig. denn gerade die gangart einer spinne mit ihren 8 beinen erzeugt bei den meisten betrachtern das ekelgefühl, da unser menschliches gehirn sich diese gangart in verbindung mit der schnelligkeit der spinne nicht erklären kann.
  • ekle
    hallo shanti,

    warum willst du denn fotorealistisch malen? ist es denn nicht langweilig nicht mehr zu sehen, dass deine arbeit ein gemälde ist? ich habe mir deine bilder auf der website angesehen und finde sie klasse. es wäre schade, den stil zu ändern.

    deine frage kannst du dir außerdem - da du wirklich malen kannst - selbst beantworten. fotorealismus kannst du erreichen wenn du eins zu eins dein foto kopierst. genau sehen und genau übertragen.

    technisch am besten möglich natürlich mit der spritzpistole. z.b. spinnenbeine die einen schatten auf eine weiße tasse werfen, sind mit pinselstrichen nie fotorealistisch hinzubekommen.

    ich habe zwei jahre nebenberuflich eine kunstschule besucht und den umgang mit der spritzpistole gelernt. durch das äußerst penible arbeiten habe ich viel über perspektive, licht und schatten gelernt (was sehr gut war) und mein anspruch ist weiterhin unbedingt realistisch zu malen.

    aber den anspruch an fotorealismus (den ich sowieso nie erreicht habe), habe ich nicht mehr. das fängt an, mich zu langweilen und ich versuche gerade, davon runter zu kommen.

    also mach doch am besten so weiter wie bisher. :!:

    gruß aus düsseldorf
    elke
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  • Shanti
    Shanti
    Danke schon mal für die Antworten.
    @Azalee
    an die Schatten unter den Beinen z.B. habe ich gedacht. Dunkle Töne (braun, ocker, blau) habe ich auch benutzt, aber diese Haare machen mir Sorgen...die sehen nicht wirklich echt aus

    @elke
    ich möcht es einfach gerne lernen...das heißt ja nicht, das ich dann für immer und ewig nur noch so male :wink:
    ich hab das Gefühl, wenn ich einfach 1:1 übertrage, sieht es irgendwie...hmm...tot aus. Weißt du, was ich meine? Es stimmt sicher, das man mit der Pistole diese Technik am ehesten hinbekommt, aber das hab ich leider auch noch nicht gelernt 8)

    lg
    Shanti
    Signature
  • ekle
    hi shanti,

    das meinte ich ja. fotorealismus ist irgendwie tot. aber es heißt letztendlich ein foto eins zu eins zu übertragen. fotorealismus aus dem kopf geht nicht und dann war es vielleicht das falsche wort.

    ein meister des fotorealismus ist z.b. dru blair. ein wahrer könner - aber ich finde es langweilig. ich war jetzt irgendwie zu dusselig einen link hier herein zu kopieren. schau mal bitte im netz nach ihm.

    haare werden in vielen schichten dargestellt und müssen übereinander gelegt werden, damit sie tiefe bekommen. wenn du mit deckenden farben arbeitest, leg die erste schicht dunkel mit einem groben borstenpinsel an. die nächsten schichten müssen dann immer einen ton heller sein und die letzte schicht braucht ein paar highlights mit radieren und kratzen.

    das wichtigste für eine realistische darstellung sind natürlich licht und schatten. und da musst du deine fotovorlage nutzen, die perfekt mit der richtigen beleuchtung erstellt sein muss, weil es sonst wieder nicht stimmt.

    viel erfolg. ich hoffe wir können das resultat hier bald bewundern.

    elke
  • Shanti
    Shanti
    Hi Elke

    ja, ich glaube du hast recht, das war das falsche Wort. :roll: Ich meine wohl eher den Realismus. Habe heute hier in der Galerie einen fantastischen Maler entdeckt, der genau so malt, wie ich es möchte, er kommt aus Wismar, den Namen hab ich gerade nicht im Kopf. Er hat unter gegenständliche Malerei Bilder eingestellt und ich glaube, du hast auch einen Kommentar dazu abgegeben.
    Und so wie du malst, ist ja auch die gleiche Richtung. Ich will damit sagen, das ich da an die Richtige geraten zu sein scheine, danke auf jeden Fall schon Mal für den Tip mit den Haaren. Manchmal sieht man vor lauter Wald die Bäume nicht ...
    Gruss aus dem Emsland
    Shanti
    Signature
  • ekle
    manfred-w-juergens :!:

    ich bin mindestens 28 zig mal in ohnmacht gefallen beim anblick seiner bilder.

    das ist einfach nur klasse. meisterliches können.

    er beschreibt auf seiner seite ja auch, dass er die alten meister kopiert hat um von ihnen zu lernen. tja - er hats geschafft und kann es jetzt genauso.

    er hat allerdings etwas früher angefangen als ich zum beispiel. so etwas kann man im fortgeschrittenen alter :lol: wohl kaum noch schaffen.

    gruß
    elke
  • retsamdlO
    Entschuldigt wenn ich als Außenstehender an dieser Stelle widersprechen muß, aber weder Dru Blair noch Manfred W. Jürgens ( dessen Arbeiten ich übrigens sehr schätze) malen "fotorealistisch".

    Um dies zu verdeutlichen möchte ich auf einen wirklichen "Fotorealisten" hinweisen->
    Richard Thomas Davis
    Er arbeitet mit Öl auf Eitempera.

    btw:
    @Shanti:
    Vielleicht hilft dir das Studium der folgenden Seiten ein wenig weiter die gewünschte Wirkung zu erzielen:
    http://www.wildlife-art-paintings.co.uk/on-the-easel.htm?session=IStwxcagQtkH8AkL75fmt9NiIu
    http://www.onlineartdemos.co.uk/

    so long
    Oldmaster
  • ekle
    hi oldmaster,

    du brauchst nicht widersprechen, denn manfreds bilder sind natürlich nicht fotorealistisch; die haben wir ja sogar als vergleich zum fotorealismus angeführt.

    dru blair ist nun allerdings der fotorealist schlechthin. https://www.drublair.com/

    ich muss aber sagen, dass mich richard thomas davis noch mehr beeindruckt. wahnsinnsarbeiten - und die sogar mit dem pinsel erstellt. zwar verstehe ich nach wie vor den sinn nicht, ein foto exakt zu übertragen - aber rein technisch habe ich dafür große bewunderung.

    @shanti
    wenn ich am wochenende zeit finde, werde ich - wenn du möchtest - einige step by steps einscannen und dir zuschicken.

    gruß
    elke
  • Shanti
    Shanti
    Guten Morgen elke, oldmaster

    erst mal vielen Dank für die vielen Sites, dieser Thomas ist ja auch der helle Wahnsinn...
    aber wir waren uns ja schon einig, das ich den falschen Begriff gewählt hatte 8)
    Elke, es wäre ganz toll, wenn du mir die Step by steps schicken könntest.

    Einen schönen, sonnigen Tag noch
    Shanti
    Signature
  • ekle
    hi shanti,

    du bekommst heute noch eine mail mit anhang von mir. (ich kündige sowas wegen viren lieber vorher an - damit du es bedenkenlos öffnen kannst)

    am besten hilft dir ja jetzt wahrscheinlich erstmal der step einer vogelspinne. stück für stück wird das erklärt. zwar für das arbeiten mit der airbrush - aber das ist ja problemlos mit dem pinsel umzusetzen.

    bis dann

    gruß
    elke
  • camo
    camo
    Eigentlich ist das Thema ja schon durch...

    Man kann Airbrush nicht wirklich mit dem Malen in Acryl und Öl vergleichen.

    Und Fotorealismus ist "tot"??? Schau dir mal die Werke von Terry Isaac oder Carl Brenders an. Wenn diese Gemälde "tot" sind, möchte ich gerne mal ein "lebendiges" Bild sehen. :D

    Fotorealismus bedeutet eben NICHT, ein Foto 1:1 zu kopieren. Das kann jeder. Eine eigene Idee so realistisch wie ein Foto auf die Leinwand zu übertragen ist meiner unmaßgeblichen Meinung nach Foto-Realismus. Das heißt nicht, daß man beim Erstellen des Werkes keine Fotos als Referenzmaterial verwenden "darf" aber es ist etwas völlig anderes als 1:1 von einem Foto abzumalen.
    Signature
  • Barbara Stoebel
    Barbara Stoebel
    auch ich moechte meinen kommentar ueber das thema fotorealistisches malen abgeben:

    ich erinnere mich an mein studium in realistischen oelmalen-unser dozent wollte immer ein foto sehen,um uns studenten auf details hinzuweisen.letztendlich war das sehr wichtig,da das auge dadurch geschult wird und man nach und nach immer besser die vielen farbschattierungen sehen konnte.realistisch malen heisst,das handwerk malen zu beherrschen!erst dann kann man spaeter selbst kreativ malen und mit techniken experimentieren.ausserdem kann man beides wunderbar miteinander verbinden.die vogelspinne wuerde ich ganz realistisch malen,denn in ihrer scheusslichkeit wirkt sie trotzdem anziehend auf den betrachter.fuer leute,die nicht gut abzeichnen koennen,empfiehlt sich ein projektor-damit laesst sich auch gut die groesse des objektes bestimmen.den projektor benutze ich immer,um alte meister zu kopieren und abzusichern,dass die proportionen stimmen.

    viel spass beim malenvon barbara-http://www.bota-nica.com
    Signature
  • T-Money
    T-Money
    Hallo auch ...

    Camo:
    jup geb dir recht ... beim Fotorealismus (sollte) eine eigene Idee nach realistischer Vorlage so gut als möglich ausgearbeitet werden ...

    auch ich bin der Meinung, dass man erst einmal so gut als möglich malen lernen sollte und dann sich wieder zurück zur Abstraktion bewegen (wenn man das malen will). Die Bilder wirken dann einfach viel überzeugender ...

    mein persönlicher Hero zu Realismus:
    http://www.helnwein.de/

    er übertrifft meineserachtens alle bisher genannten Beispiele bei weitem

    Grüße
  • hsalhcseF
    Frau in Hemd ist ganz toll
  • efwe
    efwe
    frag den physiker der ist da recht begabt ;-)
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  • cobolt
    cobolt
    Wenn es irgendwie geht arbeite ich bei fotorealistischen Aufträgen (oder allg.) direkt mit Modellen. Die schon angesprochenen Probleme bei Licht, Kontrasten, Tiefe und Details sind so am einfachsten zu umgehen. Im Falle einer Tarantel (nettes Thema!) fällt mir spontan natürlich der Film ein. Sollte eigentlich nicht so schwer sein darüber Material zu bekommen und eine Szene zu wählen, die in etwa der erwähnten Kaffeetasse entspricht. 2D Vorlagen sind aber immer noch was anderes als 3D, deshalb zieh ich das gebastelte Modell eigentlich vor. (Früher hab ich sowas aus verschiedenen Fotos zusammengebaut und anschließend hat man mir es um die Ohren gehauen, weil ich natürlich in alle Fallen getappt bin, die zusammengeraffte Vorlagen so mit sich bringen. :o)

    Heute mach ich mir meine fotografischen Vorlagen meistens selber, d.h. n Besuch im Zoo o.ä. wär vielleicht auch nicht schlecht. Die Leute sind meistens interessiert, wenn man sie fragt und lassen einen Aufnahmen machen. Hingucken ist - wie ich finde - überhaupt der wichtigste Aspekt beim fotorealistischen Malen. Meine Dozenten sind bei Themen mit uns meistens direkt raus zum Objekt gegangen oder haben uns Vergleiche suchen lassen, damit man sich Anatomie, Aufbau und Struktur am besten einprägen kann. Der Rest ist Maltechnik.
    Signature
  • Teami
    Jupp... ist zwar halb geschummelt ... aber was ich bisher diesbezûglich gesehen habe, bzw. die Resultate sprechen für sich ...

    Photorealistisch malen ... du nimmst ein Photo... scannst es ein... besorgst dir einen Beamer (im Notfall geht auch das Photo auf Projektorfolie drucken und n Projektor nehmen) ... und dann wirfst das Bild via Beamer / Projektor auf die Leinwand...

    Ich weiss ... ich weiss... das ist geschummelt ... dennoch ... ich hab mal ein paar Ölporträts gesehen, die auf diese Weise gemalt wurden und das Resultat spricht leider leider dafür

    Also ab in den Zoo ... n paar Photos von ner Tarantel in verschiedenen Positionen ... dann das nehmen; welches am ehesten mit der bereits gemalten Tasse zusammenpasst ... und dann ab dafür ... dein Kunde wird sicherlich nicht fragen, wie du es so realistisch hinbekommen hast ...
    Signature
  • reniek
    ...ach soooo einfach ist das ? ;)
  • nighthawk
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