KunstNet uses Cookies. Details.
  • Axel von Ernst liest in Bremerhaven

  • Albert Metzler Axel von Ernst liest in Bremerhaven
    Eine viel versprechende Kostprobe des Autors vor der Uraufführung von „Betrug“

    Im Rahmen der Reihe „Bühne trifft Buch“, die das Stadttheater Bremerhaven gemeinsam mit der Stadtbibliothek Bremerhaven veranstaltete, las am 25. November der Schriftsteller und Dramatiker Axel von Ernst aus eigenen Prosatexten. Eine Woche vor der Premiere seines Schauspiels „Betrug“ konnte sich das für eine Lesung ungewöhnlich zahlreich erschienene Publikum ein Bild von diesem Autor und seiner „Schreibweise“ machen.

    Peter Rusam_Am Fernsehzimmer

    Peter Rusam:"Am Fernsehzimmer", Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, 2004


    In einführenden Worten gab Chefdramaturg Andreas Strähnz einen kurzen Einblick in den bisherigen Weg des Künstlers, der 1971 geboren ist, und erwähnte mit Genugtuung, wie es dem Stadttheater Bremerhaven durch schnelle Entschlossenheit gelungen sei, die Uraufführung von „Betrug“ den „Großen“ wegzuschnappen.

    Dann bestieg Axel von Ernst die Bühne und begann mit einem Text, der in der jungen Berliner Literaturzeitschrift „sprachgebunden“ erschienen ist, ein Text über das problematische Verhältnis eines Künstlers zu den Frauen, entstanden als Reaktion auf Gemälde des Malerfreundes Peter Rusam. Die Bilder dieses Gerhard-Richter-Schülers waren zeitgleich als Dias an der Wand zu sehen – beeindruckend sie selbst und auch das Zusammenspiel von Text und Bild. Hiernach wurde es ausgesprochen humorvoll: Axel von Ernst las weiterhin verschiedene Texte aus einem noch unvollendeten Zyklus. Seine Helden heißen Heinz, Gerhard, Helmut, Petra oder Erwin, sie schlafen beim Fernsehen ein, hören peinliche Geräusche hinter der Zimmerwand, trauern ihrer verstorbenen Frau nach, himmeln betrunken die Bedienung an, versuchen eine ungeschickte Kontaktaufnahme mit jungen Leuten oder denken über das moderne, unsinnliche Sexualverhalten nach. Die letzte Geschichte wurde wieder von den Bildern eines Malers begleitet, an die sie sich atmosphärisch anlehnte: Nächtliche Kneipen und Rotlichtlokalitäten des diesjährigen Villa-Romana-Stipendiaten Robert Klümpen.

    Axel von Ernst las lebendig und gut, es wurde häufig gelacht. Manchmal melancholisch, immer freundlich ironisch – so soll auch „Betrug“ sein, Axel von Ernsts Schauspielsatire auf eine Familie, die Besuch von einem „Mephisto für Arme“ bekommt. Das Lesungspublikum in Bremerhaven applaudierte sehr freundlich und dürfte tatsächlich neugierig geworden sein auf die Uraufführung im Stadttheater Bremerhaven am 3. Dezember.

    Weitere Infos zu den aktuellen Veranstaltungen finden Sie unter:

    https://www.stadttheaterbremerhaven.de/

    PRESSEKONTAKT:

    TRAINER DER NEUEN GENERATION
    Presse / Albert Metzler
    Grafenberger Allee 38
    D-40237 Düsseldorf

    Tel.: +49 (0) 211 6 999 07 50
    Fax: + 49 (0) 211-75 00 53

    mailto:info@trainer-der-neuen-generation.de
    🔗
  • Page 1 of 1 [ 1 Post ]

  • Sign in to respond or to ask a question.

Related topics and pictures