KunstNet uses Cookies. Details.
  • Kunstmarkt und deren Handlanger

  • iksvolsaK Kunstmarkt und deren Handlanger
    Für alle Suchenden und Verzweifelten ein paar Grundlagen aus meinem Erfahrungsschatz als Nichtnurkünstler sondern auch als VerMittler künstlerischer Interessen:

    Ein Künstler braucht neben seiner gesunden oder auch kindheitsgeschädigten Art der frustvollen Selbstdarstellung:

    .....intellektuelle Redlichkeit,

    Unbestechlichkeit,
    methodische Disziplin und
    Kontrolle sowie Objektivität gegenüber Kritik und
    die Reflexion eigenen Beteiligtseins am Gesamtgeschehen und
    eine gewisse Haltung im Sinne rationalen Verhaltens...
    was ich insgesamt und im allgemeinen als "Rückrat" bezeichne.

    ....und Grundvoraussetzung für künstlerisches Schaffen ist nun mal die existenzielle Frage nach dem Sinn und setzt sich mit der eigenen Freiheit bzw. Unfreiheit auseinander:-))....

    Ein paar wenige Gedanken zum "Kun
    stmarkt":


    Der „freie“ Kunstmarkt

    Ein Trugschluss ist ja nun, das Kunst auf einem sogenannten „Kunstmarkt“ entsteht oder von einem solchen gefördert wird. Eine Definition von Kunst entsteht nicht im oder durch den schwer zu
    entschlüsselnden, jedoch im Allgemeingut fest verankerten Begriffs des „Kunstmarkts“.
    Der Kunstmarkt und dessen Handlanger bedienen zumeist nur schnelllebige Bedarfsbestimmungen, angefangen davon, wer wessen künstlerische Entwicklung, den Marktwert und - neben marktspezifischen Abläufen - auch die künstlerische Position und deren individuelle Wahrnehmung bestimmt, die außerhalb institutionell geförderter Kunst angesiedelt sein sollte.
    So gesehen benötigt die „Kunstproduktion“ und damit der Künstler einen Fürsprecher, dessen geschulte Wahrnehmung und fachliches Wissen, einhergehend mit Neugier und Mut zu ehrlichen und eigenständigen Aussagen und Formulierungen führen könnte.
    Im besten Sinne entstünde ein Dialog zwischen dem Künstler und dem „Galeristen“. Und somit ist die Rede von einer individuellen Betrachtung der Kunstform und des jeweiligen künstlerischen Werdegangs einerseits und von dem Hauptproblem der entsprechenden Umsetzung.
    Der um Authentizität bemühte Künstler muss am Gesetz des Marktes scheitern, da sich geforderte Aktivitäten, die zur Bestimmung seines künstlerischen Standorts und einer weiteren marktspezifischen „Verwurstung“ notwendig wären, für seinen Schaffensprozess nicht förderlich sind.
    Nicht selten fehlt es auch dem „Aussteller“ an Sachverstand und Kompetenz für inhaltliche Auseinandersetzung.
    Grundlegend wird dem Künstler und damit der Kunst – nicht auszuklammern, „dem freien Denken“ - eine adäquate, außerhalb seiner Arbeit angestrebte Präsentationsform, verweigert.
    Somit fehlt dem Künstler der notwendige Rückhalt bei der Vermittlung und auch die entscheidende
    Definition seiner Kunst im gesellschaftlichen Kontext , sowie ihre Betreuung.
    Unreflektiertes Präsentieren von Kunst durch Galeristen aus rein markttechnischen Gesichtspunkten und aus der Not und Verzweiflung geborene „Ersatzausstellungen“ allerorts des Künstlers
    sind für eine authentische Entwicklung eigenständiger Kunst sinnleerer, öde und stuss.

    Wem obliegt also eine Definition der Kunst?

    Eine Hinterfragung des sich selbst gestellten Auftrags, Kunst zu schaffen steht für mich wieder im Vordergrund und wird unumgänglich - verschärft nicht nur durch den Umstand, dass sich Massen an Beliebigkeit sich überbieten wollender „Kunst“ nach Öffentlichkeit sehnen, sondern weil sich die Kunst im Karussell der „Marktabläufe“ und deren Stilmittel hinten anstellt, an Bedeutungslosigkeit erkrankt sich dem Wiederkäuen alter Muster verfällt.
    Nur ist es so, dass jeder Schaffende - in der Kunst der Lippenbekenntnisse geübt –sämtliche idealistische und gesellschaftskritische Statements und Klischees aus dem effeff zitieren kann und einen gewissen Selbstzweck stoisch von sich weisen wird.
    Die geistige „Ware“ Kunst und ihr gesellschaftlicher Auftrag mit den Mechanismen des Marktes zu verknüpfen? Prima, am Morgen pfeift der Künstler auf die „Gesellschaft“(?) und am Nachmittag beugt er sich dieser für ein Stück Brot.
    Da nun im allgemeinen Kunstgeschehen der um Authentizität bemühte Künstler einem
    Überangebot an selbstberufener, den Regeln des „Marktes“ folgender Kunst gegenüber steht, wird
    dieser der Möglichkeit einer tatsächlichen Diskussion und somit seiner Basis für Entwicklung beraubt, da diese die meisten Plätze und „Räume“ eingenommen haben.
    Hinzu kommt die Mechanik gesellschaftlicher Prozesse, deren Schnelllebigkeit sich in
    Oberflächlichkeiten äußert und die Notwendigkeit von Kritik und echtem Dialog beiseite schiebt.

    Wenn das Individuum sich durch Werbung und Marketing bestimmen lässt, wo soll die Kunst Ihren Platz finden, wenn der Vermarktungsprozess der Kunst demselben Muster angepasst wird, wie dem, das der Künstler als solches allein schon durch sein Wirken hinterfragt?
    Eine angestrebte gesellschaftliche Verankerung der Kunst, auch durch praktizierte, inhaltlich klar
    definierte Projekte darf, wenn von einem kritischen Denkansatz ausgegangen wird, nicht von
    Heerscharen selbsternannter „Handlanger des Marktes“ transportiert werden.
    Fehlt ein inhaltlicher Leitfaden, so ist ein glaubwürdiger Transport künstlerischer Intentionen nicht
    möglich.
    Eine oberflächliche Verarbeitung von Kunst durch fehlenden Sachverstand führt sowohl bei dem
    Betrachter von Kunstwerken als auch beim Künstler selbst zu Fehlinterpretationen hinsichtlich der
    Wirkung der gezeigten Werke und somit zu einer Verschiebung der allgemeinen Wahrnehmung.
    Da in einer Ausstellung im Allgemeinen weder vom Künstler noch vom Galeristen eine
    Auseinandersetzung mit dem Gezeigten forciert wird, ist es in erster Linie eine vordergründige Schau,
    unter Ausschluss der eigentlichen Entstehungsphase und des „Danachs“. Vordergründig erscheint der
    umsetzende „Handlanger“ oder Fürsprecher als sauberer Vermittler der Kunst. Diese Vermittlung jedoch geschieht tatsächlich nicht in vollem Umfang, um einer möglichen Auseinandersetzung auszuweichen.
    Ein unvoreingenommener Betrachter wird dennoch das (Un-)Gesagte als fachlich kompetent
    einstufen, was es aber im bestem Fall nur punktuell sein kann.
    So gesehen werden im Prozess der Kunstverwurstung sehr viele Behauptungen über Kunst
    unreflektiert aufgestellt.
    Klarheit?
    Ausstellungswahn und die Bedeutung des Rezepienten:

    Bezüglich dessen stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit einer Ausstellung. Der pure
    Präsentationswille rechtfertigt eine solche nicht. Die Kunstszene hat in ihrer Peripherie eine Fülle
    zweifelhafter „Projektausstellungen“ hervorgebracht – ein der Kunstreflexion wenig dienliches
    Geschehen.
    Eine Art ‚Präsentationswut‘ wurde gesellschaftsfähig. Dabei sind wenige projekthafte noch
    Ausstellungen kuratorischer Art aus Mangel an konzeptionellem Rückhalt vorzufinden.

    Eine erschreckende Langeweile zwischen dem Betrachter und der Kunst ist die Folge.

    Da Kunst eine ständige geistige Gratwanderung und Grenzüberschreitung bedeutet, und unter
    anderem nicht nur ein Spiegel der „Gesellschaft“(?), sondern auch ursächlich mit der „Gesellschaft“(?) verbunden ist, trägt sie große Verantwortung. Die heutige Willkür, mit der Ausstellungen geplant und durchgeführt werden, muss von „selbst“bewussten Künstlern kritisch durchleuchtet werden. Denn willkürliche, undifferenzierte Präsentation von Kunst ist kein Nährboden für einen gesund wachsenden Wirkungskreis.

    So ist der Zustand eingetreten, dass Kunst massenkompatibel geworden ist und sie ihrer
    Zentrumsfunktion beraubt wurde. Ein Dialog zwischen Kunst und Betrachter wird weder ausgebaut,
    noch erwartet, wenn nicht sogar erstickt.

    Kunst egalisiert sich selbst, indem sie durch visuelle Überreizung und Inhaltslosigkeit jeglichen Bedarf
    nach Auseinandersetzung und Reflexion gar nicht erst aufkeimen lässt.
    Wie soll der Betrachter sich als bedeutender Faktor erleben, wenn die Kunst nicht einmal mehr vom
    Künstler selbst reflektiert wird? Wenn Kunst Grenzüberschreitung ist, so hat sie doch einen ihrer
    Beweggründe, nämlich ihren reflektorischen Auftrag, im gesellschaftlichen Gefüge verloren.

    Bei der Vermittlung kommt dem Kurator eine entscheidende Bedeutung zu. Seine Aufgabe besteht
    u.a. darin, aus seiner meist subjektiven Wahrnehmung heraus - ohne direkten Bezug zum Betrachter – eine Themen-/Gruppen-, oder Projektausstellung zu gestalten.
    Für wen also schreibt er das Rezept der Ausstellung? Aus reinem Selbstzweck? Das ist nicht
    auszuschließen, da ein Kurator oft viel zu lange im Kunstbetrieb seiner Funktion nachkommt, welche
    nur unzulänglich, oder überhaupt nicht hinterfragt, neben weiteren Mechanismen, wirken. Schließlich muss auch er seiner „Bedeutung“ nachkommen....
    An dieser Stelle kann auch die Funktion des Kunstjournalismus ( fast alle Kunstzeitschriften leben vom
    Verkauf ihrer redaktionellen Seiten ) angesprochen werden. So mancher Artikel folgt dabei lobbyistischen Interessen und die indifferenten Aussagen in Wort und Bild gebracht, wirken Markt- und damit meinungsbildend.
    Die dadurch entstehenden meinungs- und machtbildenden Faktoren lassen nicht nur dem Rezipienten, sondern auch dem künstlerischen Schaffen wenig Spielraum für eine Wahrnehmung der Grenzbereiche der Kunst im Entstehungsprozess und einer angestrebten schlüssigen Präsentation.

    Elitär und abgelöst von Entstehungsprozess und Rezeption scheint die Kunst nach Luft zu ringen.

    Oppositionelles Denken versus der Frage nach dem Sinn

    Die Frage nach oppositionellen Denken sollte nicht als aktivistische Tendenz gewertet werden. Oppositionelles Denken ist schließlich nicht gleich pures „Dagegen“, sondern es fußt auf einem grundlegend kritischen Ansatz, auf Sensibilität im Umgang mit Kunst - von
    der Entstehung bis zur Vermarktung - und fragt nach ihrer schlichten Berechtigung.
    Wo also anfangen, wenn nicht mit einer fundierten Kritik und der Suche nach neuen Wegen, für eine
    Vermittlung von Kunst?
    Selbst wo Kunst auf inhaltslosen Kunst-Consumentas protegiert wird, wird keine klare Vorarbeit
    geleistet. Was gerade zum Trend verarbeitet wird, findet seine Plätzchen.
    „Kunst“ bleibt nur für den Eingeweihten verständlich. Der durchschnittliche Betrachter
    kann keinen echten Bezug zur Kunst entwickeln. Das aber kann die grundlegende Aufgabe von
    Kunstmessen und Ausstellungen im Allgemeinen sein, um nicht im elitären Gesamterguss zu
    stagnieren und im gesamten Durcheinander die gesellschaftliche Verantwortung zu übergehen.
    Denn wie soll Kunst außerhalb des gekneteten Kunstteigs, eben auch in Ihren Grenzbereichen
    erlebbar gemacht werden, wenn der Rezipient, als „Empfänger“ des „Kunstversands“ dem Ganzen nur bedingt folgen kann?
    Der Versuch einer objektiven Umsetzung durch alle Instanzen, - vom Schaffenden über Kuratoren bis hin zu einer verständlichen Präsentation – sollte aber immer am Anfang stehen.

    Was ist eigentlich ein „Projekt“?
    Oft wird dieses Wort in Zusammenhang mit Präsentationsformen verwendet, ohne sich im Klaren zu sein, welchen Bezug und welche Art der Arbeit diese Verwendung voraussetzen würde.
    Projekthafte Ausstellungen sind keine Ausstellungen, die von vornherein ein klar gefasstes Ergebnis
    erahnen lassen oder sogar dieses im Vorfeld formulieren. In der Praxis von Entstehung und
    Verwirklichung einer Ausstellung sind die gesammelten Erfahrungen von prozesshafter Natur und
    diese werden als solche nicht wiederholt. Aus den gewonnenen Erkenntnissen entsteht erst die
    Berechtigung für ein nächstes Projekt, in das die durchlebten Prozesse einfließen. Letztendlich ist ein
    Projekt die Projektion von Erfahrungswerten gewonnen aus einer ständigen künstlerischen
    Auseinandersetzung von Individuum und Materie, und das unter dem Einfluss des zu bearbeitenden
    Raumes.
    Das wiederum geschieht sowohl in Gruppenarbeit, als auch von einzelnen KünstlerInnen.
    Das mal am Rande.
    Nicht jede Produktion besitzt Qualität und begründet den Anlass, sich sofort berufen zu fühlen, damit in die Öffentlichkeit zu gehen.
    Aufgeblähtes „Kunstgefüge“ führt zu Stagnation und Selbstbefruchtung.
    Grundvoraussetzung der Kunst ist allerdings ständige Neupositionierung und Entwicklung.
    Festgefahrene Strukturen und Eitelkeiten in der Reflexion des Kunstbetriebs sind bei der Suche nach
    neuen Erkenntnissen kontraproduktiv. Solange die Kunst in der Betrachtungsweise und auch in der
    Wahl der Mittel beliebig ist, ist eine „Gesund-Schrumpfung“ der visuell ausgereizten, überall
    präsenten Kunst zu fordern.
    Der Kunstbetrieb als solcher ist daran nicht interessiert, da dieser mit „sich selber“ beschäftigt ist und dessen Inhalt zu viel mit Vermarktung und abgesprochenen, dem Markt folgenden Gesetzen zu tun hat.
    Wenn der Künstler, dessen unklare Position im Gefüge des Kunstmarktes schwimmt, keine klaren
    Formulierungen wagt, dann bleibt er dort, wo man Ihn schon immer gern hingestellt hat - auch im
    Bezug der schon erwähnten Verankerung in der Gesellschaft - nämlich am Rande.
    Dabei ist er es, der durch seine Arbeit bedingt viel Zeit investiert, um für Prozesse des Lebens
    gestalterische Möglichkeiten und Formulierungen zu finden.
    Nur ist er bei der Umsetzung und auf dem Weg in die Öffentlichkeit stumm, anstelle seine Position zu
    erklären.
    Denn, wo vom Schaffenden keine klaren Statements zu hören sind (vielleicht aus Angst sich auf dem
    Kunstmarkt unbeliebt zu machen) stehen institutionelle Merkmale und die reine Profitgier im Vordergrund.
    So gesehen ist es durchaus eine Aufgabe aller für die Verläufe der Kunst eine neue, zeitgemäße Form zu suchen.
    Gesunde Selbstkritik, führt eher zu einem Lernprozess, der helfen kann, Stagnation zu überwinden.
    ....

    Auf geht’s!......


    P.S.: Eigentlich gehört hierzu noch eine aktzeptable Wertediskussion hinein.

    Die aus Reflexion mit der Materie Kunst resultierenden Gedanken, Ideen und Visionen, fordern uns geradezu heraus, Kunst wieder auch als "Wert" zu diskutieren.

    Als konstitutives Element der Kultur betrachtet, reflektieren und versinnbildlicht dieser Wert die wichtigen Eigenschaften und Ideen, welche Kunst und Künstler als Reflektor und Teil einer Gesellschaft für den Betrachter und damit dem Wertenden bietet.
  • El-Meky
    El-Meky
    Danke !

    sehr schön zusammengefasst,
    wie's so ausschaut mit dem ach so begehrten freien 'KunstMarkt'.

    Beim Lesen beschlich mich die harte Gewissheit,
    es war ja eigendlich schon seit jeh her so.
    Der Widerspenstige wird in ein Korsett gepresst,
    um hübsch vom Rampenlicht profitieren zu können.

    Kein Künstler, kein Blutskünstler
    wird sich wie eh und jeh hinstellen
    und mit Kuratoren oder intelektuellen Galeristen
    über 'SEINE WAHRNEHMUNG REDEN, und sie überzeugen oder ändern wollen. es wäre ihm wahrscheinlich zuwider oder egal.
    genau deswegen malt er ja oder macht skulpturen,
    um zu ZEIGEN was er fühlt was er sagen will .

    Ist es nicht ein Kreis der sich schliesst ?
    Der verkannte 'ausgestossene stille Künstler allein mit seiner Kunst...*ruubäähh

    es ist auch mit sein/ein Input , sich brennend auf seine ARBEIT zu konzentrieren.

    Leid und Alleinsein, Drama und Existenzängste sollten als kreativer Iput für den Künstler selbst nicht unterschätzt werden !!

    Aber diese Künstler von denen ich rede /träume,
    sind eh nur sehr sehr wenige . :o))
    das andere sind alles Hanwerker und moderne Trittbrettkreativlinge.


    Gruss Ella
    Signature
  • El-Meky
    El-Meky
    übrigens....

    da lob ich mir doch ein Internet !

    Der Künstler hat nun AUCHnoch die Möglichkeit
    sich und seine Werke 365 Tage im Jahr per Homepage oder
    in Galerien regional oder international zu präsentieren.

    Er hat die Möglichkeit sich darzustellen und für sich und seine Arbeiten zu werben .
    Er kann sich austauschen mit anderen ohne aus seinem Schneckenhaus zu müssen :o))

    und wenn wer was kauft , muss er nicht die Hälfte an wen anders abdrücken .
    nur Versandkosten und auch die übernimmt ein Käufer gerne selbst :o)
    Signature
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • iksvolsaK
    Es wäre richtig nett, wieder vermehrt etwas sehen zu dürfen, dessen Bedeutung man sich nach dem Sehen nicht mehr wegdenken möchte oder kann, weil es auch noch abseits der Selbstverliebtheit etwas zu sagen hatte:-)?
    Bei der meisten nicht näher definierten Form des "Idee auf Träger" (Kunst?!)ist es so, das es wurscht ist, ob gesehen oder nicht. Es bleibt für den Macher wichtig, meinetwegen, aber kann auch getrost dort verweilen. Natürlich will das erst mal keiner mit sich in Verbindung bringen:-).
    Kunst entsteht eventuell an der schmerzhaften Kante von Suchen und Finden. Der Rest ist unnötiger Ballast.
  • repsaJ_E
    Kunst ist ein Abfallprodukt
  • iksvolsaK
    ...und recycelt sich mitunter munter:-)))
  • geronimo
    geronimo
    hi, ich glaube du tickst nicht ganz richtig "kaslovski" deine machwerke, die du hier unter deinem namen einkopierst, sind nicht nur nicht auf deinem mist gewachsen, sondern in einem sehr merkwürdigen, ja schmerzhaften deutsch verfasst und ziemlich schwachsinnig obendrein. geh uns mit diesem zeug bitte nicht mehr auf die nerven - danke. hast du dich bei dem lothar böhm wenigstens bedankt...?

    http://www.artoz-media.de/web_de/firma/pdf/phil.pdf
    http://www.artoz-media.de/

    die spinner hier werden immer dreister...
    Signature
  • iksvolsaK
    Lieber Geronimo, ich bin Lothar Böhm. Und nicht nur das du Hirn.
    "geronimo" heißt übersetzt "müde":-)
    ...
    Der Kriegshäuptling Geronimo wurde so genannt, weil er als Kind immer so müde war.:-)

    Ich verzeihe dir deinen müden Kommentar:-)
  • geronimo
    geronimo
    dann würde ich es vielleicht in dein profil schreiben. ungeachtet dessen bleibt der text für jeden halbwegs intelligenten menschen eher eine zumutung. hast du uns nicht schon mal unter anderem namen afrikanische kunst verkaufen wollen...?

    fördere mal schön deine kopfintelligenz und versuch das mit der arroganz in den griff zu bekommen...ich finde es immer toll mit sich selbst interviews zu machen.
    Signature
  • iksvolsaK
    geronimo:
    Meine Interessen für Kunst und Kultur/Kunstwelt sind noch wesentlich umfangreicher als du es glauben magst. Sucher suchen, Macher machen und Labertaschen
    labern und jetzt verkrümel dich oder bring was inhaltliches.
  • geronimo
    geronimo
    ich sage nur das klingt ziemlich nach negativ memeschleuder...vielleicht liest du deinen dawkins und/oder dennet noch mal oder du fragst bieber, der kann dir das erklären. sorry, aber inhaltliches bist du hier bisher schuldig geblieben und selbsternannte superstars gibt's hier schon genug. der umfang der interessen für kunst, kultur und die kunstwelt ist bekanntlich jedem freigestellt, dann mach mal schön, bislang laberst du hier nur...aber ich mag deine zeichnungen, also bleib besser dabei...
    Signature
  • cobolt
    cobolt
    Die wahre Kunst kommt von der Strasse, jenseits ihrer Etiketten.
    Signature
  • Herr Lehmann
  • lleiret
    Auch, wenn ich nicht genau entziffern konnte, welche Kernintention zu der Aussage geführt hat, d.h. ob hier gar ein weiterer Kontext vorliegt, in welchen sich das Gesagte (also von Kaslovski) einbetten soll, finde ich das Geschriebene mal eines Threads wert und werte es höher als die sonstigen hier auszutauschenden Eitelkeiten, wenngleich im Detail sicher einiges zu debattieren wäre (worin gerade aber der Wert liegt - das Debattierenswerte). Insofern naiv zu Beginn - Lob Kaslovski - mal ein lesenswertes Statement in diesen Sphären.

    Wie gesagt, ich weiss nun nicht, warum der Kunstmarkt und deren Handlanger nun den deskriptiven Eröffnungsreigen tanzen, wenn die schlussletzliche (und dabei gerade keineswegs nebensächliche) Forderung die Diskussion um den Kunstwert (was hier natürlich eine beträchtliche Heraus- und Anforderung darstellen mag ;) ) ist. Denn die Verquickung von Kunstbetrieb (nennen wir ihn mal unvoreingenommen löblich den angegliederten Verwaltungsapparat und Marktplatz, oder gar überschwenglich kommunikative Schnittstelle) und der "Kunst" eben selbst ist meiner Meinung nach ein Eingangsproblem, was eine fruchtbare Diskussion um Kunstwert in objektiverer Weise verhindern kann.

    Ich möchte sogar noch weiter ausmalen, welches Verquickungsproblem ich für solches halte, was dem jungen Künstleranwärter schon zu Beginn den Sand in die trockenen und doch so weit geöffneten Äugelchen streut... Das Schaffen und Kunsttreiben ist zur marktwirtschaftlichen Instanz mutiert und die Suche nach dem Sinn, das (De-) Konstruieren von gesellschaflicher Wirklichkeit vollzieht sich unter den bahnebnenden Lockrufen des Kulturwerts als Warenwert. Man ersucht den Warenwert zu erlangen, um den legitimen Kulturwert vorangetrieben zu haben. Dies natürlich nicht jugendlich ideell, aber mindenstens als zu Akzeptierendes Übel und das annehmbare Mittel zum Zweck. Die Forderung nach größtmöglicher Öffentlichkeit und Wertigkeit im Sinne eines alles normierenden Kapitalsystems sind etwa im Worte "brotlose Kunst" impliziert, gegen welches man sich oppositionell zu emanzipieren versucht. Wie schön wäre es doch, den Bogen zu überspannen oder gar neu zu definieren, so dass der normale Bürgerliche einem den Respekt entgegenbringt, der dem "Freidenker" gebührt. Zumal man doch eh ausschließlich unter dem Bürgerlichen verweilt... Wenn er verstünde, welch wichtige Aufgabe der Schaffende für die Gesellschaft übernehmen möchte, wie sehr die bürgerliche Realität doch von ihm abhängt... Um eines Tages zu signalisieren, wie viel Wert er der Gesellschaft ist, hängt er sich dann auch ein Nümmerchen ans Bildchen und sagt "Meine Sichtweise ist dies wert und aus diesem Grunde übersetzte ich meine Erkenntnis in ein Bild, welches Deinen Verstand verzaubert und welches dir von anderen Weideflächen erzählt". Biblisch vollzieht sich der Wertfindungsprozess. Und so ideell.

    Der Kunstmarkt fängt auch eben dort an, wo der Schaffende plötzlich meint, unbedingt nur vom Schaffen leben müssen zu wollen. Er braucht "hier" dieses oder jenes Einkommen und bricht den Betrag hoffnungsvoll auf die Bilderchen herunter, die er zu schaffen imstande ist. Ob die Werke (leien) nun die Welt weiterbringen, ihr etwas wichtiges mit auf den Weg geben (was dies nun auch immer sei - sie bereichern), ist doch - sind wir mal ehrlich - völlig egal, wenn man beginnt sich in der ersten Ausstellung ein Nümmerchen für sein Bildchen zu überlegen. Eben auch hier, in dieser kleinen unscheinbaren Situation, beginnt das Unwerte am Wert von "Geschaffenem".
    Nun gut, Kaslovski, ich habe mich vielleicht ein wenig von Deinem Statement entfernt, aber beziehe mich subjektiv auf Letzteres - die Wertediskussion. Später gehe ich gerne noch auf anderes ein, aber gerade sei mir vergönnt, mich hier ein wenig in naivem Nachmittagsschreibsal festzubeissen.

    Nochmal zurück, zum jungen Probanden in den Gefilden der einstigen Kunst....
    (Ich möchte definitiv nicht jedem unterstellen, seine Geschichte als Schaffender beginnt so - aber nehmen wir mal an, es wäre nicht undenkbar, das es solches gäbe ....)
    Der Prozess des Schaffens ist relativ schnell überschattet von dem Schlagwort der Kreativität und vom Exquisit-Sein. Dann reletiv schnell vom Wert, nicht ideell, sondern in Zahlen. Und wieso auch nicht, wo doch der kreative unter den Lemmingen ist? Vielleicht sogar jener, welcher nicht ins Meer fällt und nur war... Vielleicht bleibt man, berührt das Ewige, übersteigt seine Lebzeiten. Der alte Traum vom Überdauern, des Zuvor-Verstehens. Eingefangen in diese Träume (nebst der Realität, Einkommen haben zu müssen, weil so der Hase läuft) versucht man zu finden, was einen unsterblich machen wird. Man versucht, das Fünkchen Bedeutung in den Gedanken um einen Sinn zu kanalisieren, es auf der Leinwand festzuhalten, damit man sich endlich in der Nachwelt etabliert. Und wenn es nicht die Nachwelt ist, dann doch wenigstens das Hier und Jetzt - mitsamt ihrer (materiellen und sozalen) Möglichkeit der Anerkennung - der Erkennung.
    Kurzum - was stinkt an der Kunst, das ist ihr (Geld)Wert.
    Denn der vernebelt schnell und beinahe kategorisch den Blick auf jenes, was Wert sein kann. Meiner Meinung nach muss sich das Kunstsystem gegen das Kapitalsystem emanzipieren, um überhaupt wieder ernsthaft Sehen zu lernen, Schaffen zu lernen, frei sein zu können und sich so autonom bewegen zu können, wie es schon meint, dass es dies noch täte.

    Guten Gruß
  • Page 1 of 1 [ 14 Posts ]

  • Sign in to respond or to ask a question.

Related topics and pictures