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  • Ölfarben: wie absolut exakte Übergänge malen

  • repeX Ölfarben: wie absolut exakte Übergänge malen
    Hallo,

    ich habe mir vor kurzem eine Ausstellung von Miro (Fondation Beyerle in Basel - sehr empfehlenswert!) angeschaut. Bei seinen eher "geometrischen" Bildern haben mich seine exakten Übergänge von einer Farbe zur anderen beeindruckt. Das sah eher aus, als hätte er mit Stift + Lineal, anstatt mit Öl und Pinsel gemalt. :wink: Wie malt man sowas am besten?

    Gruß,
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    mit glattem klebeband abkleben wär eine möglichkeit
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  • repeX
    Also muss man warten, bis die Ölfarben trocken sind. Dauert dann ja ewig. :wink:
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  • uaetcoc
    hi xeper,
    du kannst die trocknungsgeschwindigkeit 1a steuern, indem du schneller trocknende oele verwendest, fertige ölfarbe kannst du zuerst "ausmagern" und dann mit anderen ölen ergänzen (... benötigst keine teuren malmittel).
    bei den konkreten war es an der tagesortnung "abzukleben", diese malten jedoch natürlich mit acry. heute steht leider in (beinahe) jedem museum und jedem katalog/buch: öl auf lwd. genau so wie lwd (leinwand) eigentlich wirklich leinen sein müsste, wird jeglicher anstrich der nicht als aquarell, pastell oder so zu deklarieren ist einfach "öl" genannt, miro malte z.t. auch mit acryl...... vieleicht liegt es wirklich mehr an den angaben, als an der realität. :?
    viel vergnügen beim experiment.
    gruss, cocteau
  • repeX
    Hi Cocteau,

    das ist ja interessant! In dem Museum stand bei jedem Miro "Öl auf Leinwand". Hat mich stellenweise sehr gewundert. Ich werde das mit dem Abkleben mal versuchen.

    Gruß
  • reteP
    Hallo Cocteau, hallo Xeper,


    bei den konkreten war es an der tagesortnung "abzukleben",


    Und es IST so bis zum heutigen Tag ;-) Wir sind ja keine Artisten, die beweisen wollen, daß wir gerade Striche ohne Lineal oder Klebeband malen können...

    >diese malten jedoch natürlich mit acry.

    Oder Kasein-Tempera. Und notfalls wohl auch Gouache. Nur halt keine Farbe, die "durchscheint".

    Schönen Gruss

    Peter, der heute abend wieder Lineal und Kreppband "schwingt"... ;-)
  • imihsas
    hab wieder viel gelernt, danke, ihr lieben.... !
    sashimi
  • tosch07
    aber beim abkleben gibt es manchmal eine Erhöhung, die man erst sieht, wenn das Klebeband wieder weg ist
  • Michael Oerter
    Michael Oerter
    Ich habe mich beim letzten Bild auch furchtbar mit geraden Linien und zitterigen Händen gequält.

    Jetzt hat mir ein erfahrener Maler einen ganz praktischen Tip gegeben, bei dem die Farbe nicht unbedingt ganz trockén sein muß und das Abkleben wegfällt.

    Einfach ein Stück gerade Pappe uder ein Lineal anhalten und daran entlangmalen.

    Ich finde das gut um endlich gerade Linien z.B. bei der Außenkante eines Gebäudes hinzubekommen.

    Viele Grüße

    Murmel
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  • efwe
    efwe
    das beste werkzeug für linien ist ein sogenanntes "malerlineal" !-- das holzlineal wird im nassen zustand so für einige zeit zwischen leitersprossen geklemmt dass es etwas gebogen ist- nun hält man mit der linken hand das lineal und drückt damit das äussere ende leicht auf den grund -das lineal liegt dabei nur an diesem ende auf--dann ziehe -!ohne zu denken!- deine striche--;-))grüsse
    klebebänder sid ganz zu vergessen--
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  • Michael Oerter
    Michael Oerter
    Interessant um eine gerade Linie zu ziehen. Damit verhindere ich aber nicht, dass die Farbe unter das gebogene Lineal laufen kann und es dann unsauber aussieht.

    Murmel
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  • Horst Fischer
    Horst Fischer
    Anmerkung zu pikaffo: Am Vorabend des Gerade-Linien-Tages grundsätzlich auf Akahol verzichten. Abkleben oder Lineal ist auch eine Frage das Bildformates. Grosses Format = Lineal. Kleines Format abkleben.
  • Michael Oerter
    Michael Oerter
    Pikaffo hat recht.
    Die Ungeduld ist wohl das größte Problem. Ich muß mich da auch immer wieder zwingen.

    Ich male um den beruflichen Stress abzubauen und das ist neben dem Musik machen die beste Methode um den Kopf frei zu bekommen.

    Aber die Geduld kommt dadurch halt zwangsläufig erst nach und nach. Dann werden auch die Hände ruhiger. Wenn man im Job unter Druck steht müssen halt schnelle Ergebnisse her. Beim Malen genau die falsche Vorgehensweise. Deshalb ist Malen ja so gut um die innere Ruhe wieder zu finden.

    Es geht mir bei den geraden Linien aber nicht nur um zitterige Hände. Beim Malen mit einem Pinsel ist ein völlig gerader Übergang halt viel schwerer hinzubekommen, wie wenn ich mit Bleistift male. Die Pinselspitze ist flexibel und eine Linie ist dann nur sehr schwer gleichmäßig stark hinzukriegen. Einfaches Beispiel, in einer Hausfront ein Fensterrahmen. Den bekomme ich mit nem Pinsel nur näherungsweise gleichmäßig hin. Aus einer gweissen Entfernung wirkt es gerade und gleichmäßig, aber um so näher du kommst, oh, oh, wie ungenau. Sieht man auf meinem kleinen Ölbild mit der Kirche.
    Wahrscheinlich sind aber auch meine Ansprüche zu hoch.

    Jetzt nutze ich die 4 Tage um Ruhe und Kraft zu tanken und werde auch ein neues Bild anfangen.

    Ichwünsche allerseits schöne Osterfeiertage

    Murmel
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  • stanko
    stanko
    Übergänge von einer Farbe zur nächsten kannst Du in Öl auch "naß in naß" versuchen
    lg stanko
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  • efwe
    efwe
    schon was von einem malstock gehoert? da sparst du die klebebaender- die der farbe eine erhabene kante geben aber keinen fluessigen strich --
    mit lineal vorzeichnen sodann beherzt am malstock entlang die spitze des pinsels fuehren--

    oh hab grad gemerkt -dass ich dafuer schon propag gem hab--
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  • Fyxo
    ALSO: ich habe immer einen "dritten" trockenen und immer einen etwas größeren pinsel , und bevor die farben noch getrocknet sind, den zwischenraum vorsichtig mit diesem pinsel verwischen, bist man die grenze/den übergang gar nicht richtig erkennt.
  • horst simonis
    sehr gut kann man scharfe übergänge machen indem man feuchtes kopierpapier oder sowas verwendet. papier auf die linie des übergangs zurechtschneiden. dann mit einem wasserbestäuber für blumen oder so anfeuchten und aud die leinwand legen. klebt durch das wasser (am besten destilliertes wegen der wasserflecken) . das papier muss gut feucht sein. jetzt mit krepppapier etwas andrücken und überschüssige feuchtigkeit wegnehmen. das papier saugt sich jetzt am untergrund fest. unter dem papier ist eine wasserschicht die das eindringen der ölfarbe verhindert. dann kann man loslegen. im prinzip kann man damit sogar auf nasser ölfarbe scharfe grenzen hinkriegen. man muss halt etwas probieren. wenn man fertig ist einfach das papier abziehen und warten bis die feuchtigkeit verdunstet ist.
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