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  • Ölfarbe konservieren

  • 21gramm Ölfarbe konservieren
    hallo leute,
    ich habe mal eine frage.
    was kann ich über mein ölbild geben, um es der nachwelt lange zu erhalten?
    einfach lackieren oder gibt es da etwas besonderes???

    bitte um hilfe

    thx und gruß 21gramm :roll: :roll:
  • imihsas
    hi 21 gramm...

    es gibt handelsübliche firnis im künstlerbedarf... je nachdem ob du ein glänzendes oder mattes finish bevorzugst .
    Firnisse gibt es zum streichen oder in sprühdosen... je nach belieben...

    allerdings muss du darauf achten, das die ölfarbe ganz durchgetrocknet ist bevor du mit der firnis drübergehst...
    also ca nach einem halben jahr

    lg
    sashimi
  • 21gramm
    hi sashimi,
    ich danke dir für deine antwort.
    wünsch dir weiterhin viel freude beim künstlern.


    lg danny
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  • uaetcoc
    hallo,
    die sache mit dem firnis ist schon ok, jedoch bedenke....
    90% aller schäden an ölgemälden (verfärbungen, krepieren, blauen, usw....) sind firnis- und nicht malschicht- bedingt. sei vorsichtig mit dem firnis und verwende wirklich nur gutes zeugs. am besten fährst du immer noch mit reinem dammar-firnis (ja keinen mastix!) wenn du naturharz-firnis willst. dieser vergilbt einfach im laufe der zeit, ist jedoch (mehr oder weniger) reversibel und lässt sich somit entfernen (wenn du sashimis tipp mit dem laaaaaaaaaange warten auch einhälst). als alternative gibt es die "chemische-keule". das zeugs nennt sich "palaroid b72" und ist in allen alterungstests absolut das beste im bezug auf schutz und vergilbung, jedoch du kriegst es nie wieder runter - vernetzt wie irre. aber eigentlich, wenn du ein bild an der wand hängen hast, es technisch gut erzeugt worden ist, benötigst du keinen firnis. historisch ist der firnis ein mittel der bildgestaltung und nur zweitrangig ein schutz.

    kling zwar doof, ist aber mittlerweilen beinahe standart (schaue in den museen), wie wäre es mit einem glas? kriegst du (in kunststoff oder "echt" auch mit uv-schutz, dies macht dann sinn......

    gruss, cocteau
  • reteP
    Hallo, Cocteau,

    gilt Deine Skepsis gegenüber Firnissen auch für das Firnissen von Acryl? Ich habe mir mal beim Scannen eines Acryl (ungefirnisst) aus einer klitzekleinen Unachtsamkeit eine böse Schramme in ein Bild gesetzt (obwohl ich relativ vorsichtig war), und seitdem Firnisse ich meine Acryls.

    Viele Grüße und danke für Deine sehr wertvollen Tips.

    Peter
  • uaetcoc
    hallo peter,
    meine skepsis gilt gegenüber dem firnis, nicht der malschicht. es ist ( beinahe jetzt etwas gemein :lol:, nach deiner scanner-erfahrung ) doch sehr schön einmal jemanden zu hören, der sich über die empfindlichlkeit von acryl bewusst ist, ist beinahe die heikleste technik.
    es ist einfach eine tatsache, dass firniss a) entweder vergilbt und krepiert (naturharz) oder b) vernetzt und nie mehr wieder runter kommt (kunstharz) - ganz vereinfacht gesagt.
    ich würde einfach bei acryl (so wie ich deine werke kenne) kunstharz anwenden, dort ist das genannte "palaroid b72" wirklich einfach erstklassig und eigentlich unsichtbar. kriegst du in diversen glanz-stufen, in diversen verdünnungen, usw.
    sämtliche naturharz-firnise sind chemisch mit radikalen ausgestatet, die eine autokatlytische reaktion bilden, diese endsteht in der sekunde, wenn das zeug aus dem baum tritt, sämtliche versuche mit stabilisatoren und anderen additiven sind nie zu einem brauchbaren resultat gekommen. wenn acryl firnissen, dann mit einem kunstharz, und dort gibt es (nicht nur nach meiner meinung) nur palaroid b72.
    für acryl eigentlich sehr sinnvoll, da acryl unheimlich unter wasser (luftfeuchte) leidet und immer weiter quillt ohne eine rückbildung anzustreben, palaroid verhindert dies (ein wenig....), und macht die oberflache wesentlich unanfälliger auf kratzer (glanzstellen durch bereibungen , usw...)
    gruss, cocteau
  • reteP
    Danke, Cocteau, Du bestätigst meine Vermutungen, daß die Angaben in fast allen Büchern und Katalogen zum Thema falsch sind. Dort steht immer, Acryl sei relativ hart im Nehmen, man könne bei Staub etc. getrost auch etwas härter drüberwischen, und es sei ja vieeeeel weniger empfindlich als Öl. MEINER Erfahrung nach ist es geradezu umgekehrt.

    Liebe Grüße und nochmal Danke

    Peter
  • uaetcoc
    ....dann sind wir ja zu zweit.... :?
  • imihsas
    hey... das ist ja interessant... dachte immer die ölfarbe vergilbt ohne firnis... und nicht die firnis vergilbt.... hääääääää.... man lernt nie aus....

    was ich auch nicht verstehe ist, das ölfarbe trotz fetten malmittel immer ziemlich matt auftrocknet.. obwohl ich dammar ins malmittel misch... gibts da auch irgendein gehimnis, das ich noch nicht kann... sagts....

    lg
    sashimi
  • uaetcoc
    hallo zusammen,
    ölfarbe ist eigentlich sehr stabil und vergilbt (grundlegend) nicht, logischerweise können einige öle oder malmittel degenerieren und "vergilben". ist aber die grosse ausnahme......

    der firnis: mit dem lässt sich der glanz steuern und so eine andere tiefenwirkung erzeugen. die beimengung von dammar oder anderen firnissen/malmittel in die farbe bringt meist nicht sehr viel, der gag ist ja, dass sich die flüssigkeit verflüchtigen sollte, so dass die farbe auftrocknen kann. ölfarbe hat ja auch die "lustige" eigenschaft von aussen nach innen zu trocknen, als0 schliessen sich die additive die du beimengst im "innern" der farbe ein. nix von an der oberfläche.
    firnisse (die klassischen) sind alles naturharze, der bekannteste ist dammar, das ist wirklich nichts anderes als ein baumharz. das zeug gilbt einfach wie irre (na gut, mastix ist noch schlimmer...). eventuell hast du schon einmal an einem alten gemälde gesehen, dass man kaum mehr durchsieht (weisser schleier), dies kann passieren, wenn der firnis feuchtigkeit aufnimmt. firnis ist eigentlich ein echt "böses" zeug.
    trotzdem, firnis ist bei diversen gemälden unabdingbar, denn nur so kann ein gewisser "ausdruck" zustande gebracht werden. wenn du deine bilder etwas glänzender willst, kommst du um einen firnis nicht herum. mit dammar fährst du nicht schlecht, da er im ernstfall (einigermassen) reversibel ist. von all diesen übungen mit copaivabalsam, kopalen, usw rate ich dir ernsthaft ab.
    es gibt übrigens ganz findige kerlchen, die ihre gemälde ganz am schluss mit einem nicht trocknenden öl ganz fein einreiben, so kriegst du einen genialen ölglanz, fühlt sich einfach etwas komisch an. dies haben übrigens auch alle künstler gemacht, die in den 60er jahren kunststoff-objekte herstellten. nussöl war da sehr beliebt, desswegen glänzen diese teile immer so nett, auf den abbildungen....
    gruss, cocteau
  • imihsas
    das ist ja hochinteressant was du erzählst... toll das wir so profis im forum haben... mille grazie... mein lieber...

    sashimi
  • El-Meky
    El-Meky
    hallo,

    also ich habe noch nie irgendwelche Firnis über meine Ölbilder gegeben.
    Mein ältestes ist 20 Jahre alt (ein kleines) und ich habe alle Jahre mit einem nebelfeuchten Tuch den Nikotingilb abgewischt.
    Geht wunderbar und hält.
    Allerdings neme ich mir bei Ölbildern immer viiiiiiiel Zeit. dadurch können alle Schichten jedesmal , bevor ich mal wieder weitermale ,erstmal schön duchtrocknen.
    Das einzige was 'ne Firnis braucht sind Pastellkreiden... jedenfalls mach ich es so. :oops:
    lg
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