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    Uploaded by Simone Corbach in Simone Corbach

    Rosa Robota
    „Seid stark und tapfer!"
    (*1921 in Ciechanow, Polen ; † 5.Januar 1945 im KZ Auschwitz-Birkenau)

    wurde als eine der vier Frauen hingerichtet, die 1944 am (zweiten)bewaffneten Aufstand des jüdischen Häftlings-Sonderkommandosin den Krematorien III und IV im deutschenKZ Birkenau beteiligt waren.

    Am 7. 10. 1942 explodierte ein Krematorium in Auschwitz-Birkenau. Die Häftlinge des Sonderkommandos" hatten den Aufstand begonnen! Der Sprengstoff, mit dem das Krematorium in die Luft gesprengt wurde, war von der jüdischen Anti-Nazistin Roza Robota organisiert worden.
    Rosa Robota war Mitglied der jüdischen Organisation Hashomer Hatzair. Als die Nazis in ihrer Heimatstadt Ciechanow in Polen das Ghetto liquidierten, wurde die 21jährige Rosa nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Während ihre Eltern von der SS sofort in den Gaskammern vernichtet wurden, wurde Rosa in der Bekleidungskammer zur Zwangsarbeit eingeteilt.

    Bald nach ihrer Ankunft nahm die Widerstandsorganisation von Auschwitz-Birkenau Kontakt mit ihr auf.
    Noah Zabladowicz informierte sie über den Aufstandsplan, der die Sprengung der Krematorien und Gaskammern umfaßte.
    Rosa wohnte mit Frauen, die sie vom Untergrundkampf in Polen her kannte, in einer Baracke. Diese Frauen waren größtenteils als Zwangsarbeiterinnen in den Rüstungswerken „Union" (Zweigbetrieb der Krupp­Werke) beschäftigt. Sie organisierte eine zuverlässige Truppe von 20 Frauen, die in mühevoller Arbeit und mit viel Raffinesse Sprengstoff aus der Fabrik schmuggelten. Rosa selbst transportierte den Sprengstoff zur Widerstandsorganisation, wo er letztendlich bei dem sowjetischen Gefangenen und Sprengstoffexperten Borodin anlangte, der mit Hilfe von Sardinendosen Sprengkörper bastelte.

    Rosa Robota wurde nach dem Aufstand durch einen Spitzel verraten. Mit ihr wurden drei weitere Frauen aus den Union-Werken verhaftet. Die SS folterte Rosa mehrere Tage lang grausam. Zu Recht vermutete die SS, dass Rosa direkten Kontakt zur Widerstandsorganisation hatte. Die Widerstandsorganisation machte sich auch auf das schlimmste gefasst, denn die Foltermethoden der SS waren berüchtigt.

    Mit Hilfe eines jüdischen Gefangenen konnte Noah Zabladowicz Roza in ihrer Todeszelle besuchen. Er fand sie grausam entstellt durch die Folter, aber völlig ungebrochen. Sie hatte niemand verraten, als Kontaktmann hatte sie einen bereits verstorbenen jüdischen Häftling genannt. Sie schrieb eine Nachricht an die Untergrundorganisation nieder, die unterzeichnet war mit: „Seid stark und tapfer!"

    Wenige Tage später wurden Rosa Robota, Esther Wajsblum, Ala Gertner und Regina Safirsztain auf dem Apeliplatz gehängt, nur 22 Tage bevor das KZ Auschitz-Birkenau aufgelöst wurde...

    Um drei Uhr nachmittags am 27. Januar 1945 trafen die ersten sowjetischen Soldaten im KZ Auschwitz und Auschwitz-Birkenau ein. Ihnen bot sich ein Bild des Grauens: Allein vor den Baracken von Birkenau finden sie die Leichen von mehr als 600 Menschen. Die etwa 7000 Häftlinge, die von den Nationalsozialisten bei der Räumung des Lagers zurückgelassen wurden, waren dem Tode näher als dem Leben.
    Einige Tage später findet die Untersuchungskommission der sowjetischen Armee Eisenbahnwaggons, beladen mit 368 820 Herrenanzügen, 836 255 Damenmänteln, 5525 Damenschuhen, 13 964 Teppichen, große Mengen Kinderkleidung und Hausrat und in einer Lederfabrik nahe des Lagers 7 Tonnen Menschenhaar.

    Auschwitz, die oberschlesische Stadt in der Nähe von Krakau ist ein Synonym für den beispiellosen Völkermord der Nazi-Diktatur an europäischen Juden, Sinti und Roma und für die Ermordung Oppositioneller, Homosexueller und Behinderter.

TitleRosa Robota, killed January, 5th, 1945 in Auschwitz
Material, TechniqueAcryl auf Leinwand, 70 x 100 cm
Dimension 70 x 100
Year, LocationMärz 2010
Price 629 EUR
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