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    Uploaded by Hans Jörg Hamann in Der Umweltschrei

    Bildbeschreibung „Der Umweltschrei“ 2010/2011, Hans-Jörg Hamann, Maße: 206 cm x 85 cm x 6 cm
    Das Gemälde „Der Umweltschrei“ zeigt das abstrakt verzerrte, schreiende Antlitz einer Frau. Einer Vietnamesin. Einer vietnamesischen Näherin. Vielleicht erinnern ihre Züge den Betrachter an Munchs berühmten „Der Schrei“. Die Ähnlichkeit ist zufällig. Das hier ist die Entstehungsgeschichte des „Umweltschreis“:
    Sein Maler, der deutsche Künstler, Entwickler und Öko-Textilien-Spezialist Hans-Jörg Hamann arbeitet seit vielen Jahren ehrenamtlich in Ha Nam, nahe der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi, gemeinsam mit seinem Entwicklungs- und Designer-Team an einer Totallösung zur Jeans-Veredelung auf rein biologischer Basis - als ökologische Alternative zur konventionellen Jeans-Veredelung, die die größte textile Umweltsünde unserer Zeit ist. Seit einigen Jahren wird Hamann dabei von Lohas.de Deutschland und dem Jeans-Spezialisten Konrad Buck unterstützt.
    Als es Hamann zum ersten Mal gelang, ökologische Malsubstanzen bei der Jeans-Veredelung einzusetzen und zurückzugewinnen, wurde ein kleines Fest gefeiert. Während des Gesprächs mit einer vietnamesischen Näherin, deren Mann sein Geld als Flussfischer verdient, schluchzte die sonst sehr ruhige Frau plötzlich und zutiefst unglücklich auf. Hamann war sehr berührt und fragte die Übersetzerin nach dem Grund für das bittere Tränen verursachende Unglück.
    Die Näherin erzählte ihm, dass sie mit ihrer Arbeit in einer Jeans-Fabrik zum Unterhalt der Familie beitragen müsse. Das sei nötig, denn ihr Mann verdiene mit der Flussfischerei von Woche zu Woche weniger. Doch genau die Jeans-Fabrik sei, so die Näherin weiter, schuld daran, dass immer häufiger stinkende und halbtote Fische in den Netzen und Reusen ihres Mannes landeten. Ein Teufelskreis, dessen Auflösung die Näherin sich nicht hatte vorstellen können – zumindest nicht mehr für ihre Lebenszeit. Hamanns neue zu 100 Prozent abwasserfreie Jeans-Veredelungstechnologie bringe ihr Hoffnung.
    Lange, bevor das Gemälde fertig war, hatte Hamann es „Der Umweltschrei” genannt. Es wurde zum Markenzeichen des Öko-Mode-Projekts in Ha Nam und komplett mit zurückgewonnen Farben aus der Jeans-Veredelungsanlage auf roher Baumwolle gemalt.
    Zur Technik:
    Als Entwickler der rein biologischen Grundsubstanzen und Textilhilfsmittel zur Veredelung von Jeans, die damit gänzlich abwasserfrei hergestellt werden können, kennt sich der Maler Hans-Jörg Hamann mit den natürlichen Reaktionen, den nahezu lebendigen Eigenschaften und dem Zusammenwirken der Materialien bestens aus.
    Dank der Natürlichkeit der einmaligen Künstlerfarben gelingt es Hamann, Abbilder der Natur, abstrakt oder gegenständlich, einzufangen und al s Momentaufnahme festzuhalten – nahezu ebenso lebendig wie das natürliche Vorbild. Der Umgang mit den neuartigen Mal-Materialien will gekonnt sein, Hamann hat ihn in seinen Bildern zur Kunst gemacht.
    Eine Kunst im Einklang der Natur, die übrigens auch der Maler als solche empfindet und sich zu nutze macht. Die Natur bildet schließlich eigene Effekte, die sie offensichtlich von Tag zu Tag verändern. Der Künstler muss sich entscheiden, welche Momente er wie und an welcher Stelle festhält und im Gemälde mitwirken lässt.
    Die einzigartigen Öko-Gemälde wollen mit ihren Motiven nicht nur Emotionen wecken, sondern vermitteln dem Betrachter auch eine neue Kunstform mit ihren eigenen von der Materie bedingten Merkmalen. Um eine vollständig homogene und wahrhaftige Natürlichkeit zu erreichen, muss die gesamte Grundbasis zu 100 Prozent natürlich sein.
    Deshalb grundiert Hamann den Malgrund, ein Gewebe aus 100 Prozent Baumwolle, nicht, obwohl dies in der konventionellen Malerei üblich ist. Er erreicht dank des naturbelassenen Malgrunds, dass die biologische Wirkung seiner Bilder das gesamte Werk durchdringen kann – sowohl von hinten als auch von vorne.
    Auch wenn alle Grundsubstanzen aus den zurückgewonnenen, biologischen Textilhilfsmitteln zum Beispiel problemlos mit Acrylfarben mischbar wären, würden die gewünschten biologischen Effekte und Merkmale nach einer solchen Vermischung nicht mehr möglich sein. Lediglich um die schönsten Momente eines Bildes zu verewigen, benötigt der Künstler chemische Helfer, beispielsweise einen transparenten Lack, der frontal auf das Gemälde aufgetragen die Malsubstanzen und den Malgrund komplett durchdringt und fixiert.
    Eine Kunst im Einklang der Natur, die übrigens auch der Maler als solche empfindet und sich zu nutze macht. Die Natur bildet schließlich eigene Effekte, die sie offensichtlich von Tag zu Tag verändern. Der Künstler muss sich entscheiden, welche Momente er wie und an welcher Stelle festhält und im Gemälde mitwirken lässt.
    Die einzigartigen Öko-Gemälde wollen mit ihren Motiven nicht nur Emotionen wecken, sondern vermitteln dem Betrachter auch eine neue Kunstform mit ihren eigenen von der Materie bedingten Merkmalen. Um eine vollständig homogene und wahrhaftige Natürlichkeit zu erreichen, muss die gesamte Grundbasis zu 100 Prozent natürlich sein.
    Deshalb grundiert Hamann den Malgrund, ein Gewebe aus 100 Prozent Baumwolle, nicht, obwohl dies in der konventionellen Malerei üblich ist. Er erreicht dank des naturbelassenen Malgrunds, dass die biologische Wirkung seiner Bilder das gesamte Werk durchdringen kann – sowohl von hinten als auch von vorne.
    Auch wenn alle Grundsubstanzen aus den zurückgewonnenen, biologischen Textilhilfsmitteln zum Beispiel problemlos mit Acrylfarben mischbar wären, würden die gewünschten biologischen Effekte und Merkmale nach einer solchen Vermischung nicht mehr möglich sein. Lediglich um die schönsten Momente eines Bildes zu verewigen, benötigt der Künstler chemische Helfer, beispielsweise einen transparenten Lack, der frontal auf das Gemälde aufgetragen die Malsubstanzen und den Malgrund komplett durchdringt und fixiert.
    Acryl-Beimischungen würde man sofort als solche identifizieren, wenn man ein Bild von seiner Rückseite her ausleuchtet. Die biologischen Farbmischungen hingegen besitzen eine natürliche Transparenz, sodass selbst übereinandergelegte Farbschichten eine andersartige, bisher in der Malerei nie dagewesene Tiefenwirkung erzeugen. Obenauf liegende Farbschichten decken darunterliegende nicht ab, wie man es in der Acryl- oder Öltechnik kennt, sondern gehen mit den Unterschichten eine Bindung ein. Das heißt: Ein „Übermalen“ unerwünschter Pinselstriche funktioniert nicht! Der Maler muss sein Kunstwerk vom ersten Ansetzen des Pinsels oder Spachtels durchdacht haben und die gewünschten Effekte bewusst erzielen.
    Weitere Info's unter
    http://www.der-umweltschrei.de/

TitleUmweltschrei
Material, TechniqueÖkogemälde
Dimension 206 cm x 85 cm x 6 cm
Year, Location2010/11
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