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Kampf, Sieg, Hölle, Unterwelt, Schlafzimmer, Bett

KampfSiegHölleUnterwelt

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    Uploaded by Dirk Dautzenberg in Dirk Dautzenberg

    ein albtraum kann befreiend und erfrischend wirken, wenn plötzlich ein bisher unbekanntes problem sichtbar wird, oder sich plötzlich etwas von etwas anderem ablöst, was bisher als organische einheit erlebt wurde.

Title(130423 062 pm pm pm pm 1); Befreiender Albtraum des Gustav Gans Nr.1
Material, Techniquedigitale Bilddatei erstellt mit Mandelbub3D
Dimension 4600x4800px; jpg-17MB
Year, Location2013, Friedberg
Price Purchase
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Info845 3
  • 3 Comments Sign in to leave a comment.
  • Umberto
    Umberto
    Buche es positiv, daß meine Interpretation, die zu einem nicht geringen Teil spekulativ war, offensichtlich getroffen hat. Ich nehme entgegen, daß Zen jenes leere Gefäß sein soll, daß um "Ich", um diesen profilierten Boliden, herum existiert - oder sich bilden kann.
    Wenn man anläßlich einer Bildbetrachtung mit autobiografischer Authentizität arbeitet, ist es nicht selbstverstädlich, auf aktuelle Kongruenz zu treffen.
    Das verleiht solchen Betrachtungen, solchen Bildern eine geradezu scheußliche Direktheit.
  • Dirk Dautzenberg
    Dirk Dautzenberg

    ...Wenn Gans zum freien Adler würde...
    Womit wir dann bei den Metamorphosen wären...

    Ja Umberto, sehr hellsichtig nachempfunden, das Sich-verändern / verändert werden; der Stein der Weisen, wonach Jahrhunderte gesucht wurde und wird. Diese Veränderung ist IMHO ein langer unsicherer seelischer Prozess, gerade die Unsicherheit, die damit verbunden ist, muss der "Adept" auf sich nehmen. Das Ziel wäre "Der freie Adler", der Weg dorthin kann schon die Ablösung von behindernden Eigenschaften bedeuten, ein wohl lebenslanger Prozess. Allein das "Darüber-Reden" kann schon störend wirken, muss der Adept doch etwas unmögliches zustande bringen: Alle Gedanken, Gefühle, Konditionierungen - die für ihn ja in der Summe "Ich" bedeuten - zulassen, aber von "außen" anschauen lernen und sich nicht mit ihnen identifizieren, was dann übrig bleibt, ist das "Leere Gefäß" (Zen).
    Kierkegaard (den ich nicht gelesen habe), sinngemäß: "...sich selbst zu verlieren, um sich selbst zu finden,...sich dem Abgrund aussetzen, lässt das Ich entstehen. Jeden Tag zu leben, als wäre er der letzte und gleichzeitig der erste eines langen Lebens. Das widerspricht allen Selbsttäuschungen, löst alle konstruierten Selbst- und Weltbilder auf."
    Aber der Lernende hüte sich, die intellektuelle Erkenntnis dieses Weges schon für die geleistete Wandlung zu halten.
  • Umberto
    Umberto
    Gustav Gans sieht stark mitgenommen aus.
    Sogar die Augen zum Sehen der neuen Welt hat er verloren.
    "Erfrischender Albtraum" will hier zumindest im ersten Verständnis schwerlich passen. Es klingt wie Sarkasmus, es sieht eher nach einem tödlichen Albtraum aus.
    Ich mir mal eine Interpretation :
    Das im Bild gezeigte Wesen hat eine Kugelschale nach außen durchstoßen - "seine Welt" - die bisher von ihm als organische Einheit erlebt wurde - und die dieses Wesen bis zu diesem - albtraumhaften -Tag bewahrt, aber auch gefangengenommen hat.
    Der mögliche Inhalt eines Albtraums könnte gewesen sein :
    Die Wahrnehmung dieser Gefangenheit, die überhaupt erst wahrgenommen wurde, als ein neues Problem auftauchte, das irgendwie mit jener Welt verknüpft war,
    die um eine Möglichkeitenordnung höher dimensioniert war.
    Zur Lösung mußte man nach außerhalb aufbrechen, erlebte aber dabei das Verlassen der vertrauten Welt - und den Verlust des eigenen SoSeins.
    Der Albtraum war - der Schock der Veränderung.
    Gans erlebt die Prophezeiung des Untergangs.
    Wenn Gans zum freien Adler würde...
    Womit wir dann bei den Metamorphosen wären...