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Heilig, Geist, Angst, Unruhe, Erwachen, Lebenskraft

HeiligeGeisterAngstUnruhe

  • Uploaded by apogaeum

    "ALS DER PFINGSTTAG gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu rede, wie es der Geist ihnen eingab." (Apostelgeschichte: 2,1-4)


    Theologischer und psychologischer Hintergrund:

    Während sich die Jünger nach dem Tod Jesu zurückzogen, sich isolierten und in ihrer Trauer versanken, stellt das Pfingstereignis ein Ausbrechen aus dieser Isolation dar. Die Jünger wurden durch die Zungen mit neuen, individuell verschiedenen Fähigkeiten begabt, wurden wieder -wie die fremden Sprachen deutlich machen- zur Kommunikation und zum Einbringen ihrer Begabungen in die Gemeinschaft fähig. Die Zungen transportieren verschiedene Qualitäten des Heiligen Geist. So gibt es den Heiligen Geist der Theologie, der Wissenschaft, der Kunst, der Gerechtigkeit, der Liebe, der Barmherzigkeit ...

    Damit stellt die Pfingstgeschichte eine Überwindung von depressiven Symptomen wie soziale Isolation, Verlust von Elan und Initiative, Hoffnungslosigkeit, Gefühl der Gefühllosigkeit und geistiges sowie körperliches Insuffizienzerleben dar.

    Die obige Darstellung ist ein Versuch, den Moment des Erwachens aus der Depression darzustellen, bei dem eine eben noch anhaltende ängstliche Unruhe und Ratlosigkeit einerseits und eine gerade wiederaufkeimende Lebenskraft andererseits miteinander kombiniert sind.

    Diese Arbeit ist eine Auseinandersetzung mit dem Triptychon über die Depression Jesu Christi ( ), in dem ein wesentliches Element die getötete Taube als Symbol für den Verlust des Heiligen Heistes darstellt.

TitleDrei Heilige Geister
Material, TechniqueInky auf Notizbogen
Dimension 15x20.5
Year, LocationWürzburg, 2006
Price Purchase
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Info1011 5 2
  • 5 Comments Sign in to leave a comment.
  • angelika tillmann
    angelika tillmann
    !
  • ilerb
    Danke für deine Erklärung.
    Und ich kann das gut nachvollziehen. Unabhängig von der Thematik.

    Was mir besonders gefällt ist, dass du eine Notiz hinter der Notiz auch zeigst. Nicht Starrsein.
    So empfinde ich das bei dir.
    Wieder einmal.
    ;-)
  • apogaeum
    apogaeum
    @breli: Die Verwendung von Notizzetteln ermöglicht die Kombination mit bildfremden Elementen. Hinter dem eigentlichen Bild befindet sich eine andere Zeichnung, nämlich eine Vorübung zu Salomé. Du siehst den Kopf von Johannes dem Täufer, der ja eine Art Vorläufer von Jesus war. So sagt er auch in der Salomé-Oper: "Nach mir wird einer kommen, der ist größer und stärker als ich. Ich bin nicht wert, zu binden den Riemen an seinem Schuh." (so oder so ähnlich...dem Sinn nach).
    Bereits in einer anderen Arbeit habe ich den Notizzettel als Folie zum Kombinieren verschiedener Bildinhalte benutzt:

    Die Schlangenabwehrer

    LG A
  • ilerb
    Ich versuche seit ein paar Minuten den Linien auf der Rückseite deines Notizbogens zu folgen und mir ´ein Bild zu machen´.
    Das weckte mein längeres Interesse an diesem Bild besonders, merke ich gerade.
    ;-)
  • tylin
    tylin
    deine drei heiligen erinnern mich eher an die inkas oder azteken o°)