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Wäsche, Figural, Orient, Zeitgenössisch, Modern, Arabisch

WäscheFiguralOrientzeitgenössisch

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    Uploaded by Till Dehrmann

    Marokkanerinnen bei der Wäsche. Zeitgenössischer Orientalismus.

TitleGroße Wäsche
Material, TechniqueOil on canvas
Dimension 40x50
Year, Location2006
Price Purchase
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Info2024 5 4 by 6 - 3 Votes
  • 5 Comments Sign in to leave a comment.
  • esuaP
    (...vor gar nicht sooo langer Zeit wurde auch hier, zumindest auf dem Lande, die Wäsche noch in Bottichen eingeweicht und dann im Bach ausgespült - in der Kindheit meiner noch lebenden Eltern. Kaum vorstellbar, wie viel Veränderung die letzten Jahrzehnte so gebracht haben.....möchte gar nicht wissen, wie die Welt aussehen wird, wenn ich so alt bin :P...)
  • ooboop
    @nabucco, danke fur die ausfuhrliche erklarung. Jetzt verstehe ich alles, ich habe jahrelang unterhalb des 30 breitengrades und auch auf dem eqator gelebt und verstehe zimmlich gut das problem. Da du die handschatten "deliberately" (kenne das wort auf deutsch nicht), dann ist schon alles klar. Mit deiner hilfe kann ich auch in zunkuft besser deine bilder betrachten


    sehr lieb von dir
    lg
    renata
  • Till Dehrmann
    Till Dehrmann
    Hallo Guini und Renata
    vielen Dank für Eure Kritik, die ich immer sehr Ernst nehme und drüber nachdenke. In diesem Fall muß ich sie aber leider etwas abschwächen, da ich sie nicht ganz nachvollziehen kann. Klar, die Sonne steht im Zenith und wer die Lichtverhältnisse unterhalb des 30. Breitengrades kennt, weiß, daß es dort mittags so gut wie keine Schatten gibt. Das Licht ist so grell, die Reflexion am Boden erzeugt eine so starke Dispersion, daß eine eigentümliche indirekte Beleuchtung an allen Schattenpartien entsteht, die dadurch ausgeleuchtet werden. Ich denke, daß ich diesen Effekt doch einigermaßen getroffen haben. Gerade in der Landschaft erhalten Berge, Dünen, Gräser und auch Palmen mittags fast die gleiche Farbsättigung und Tiefe wie der Himmel. Malern und Fotografen, die für diese Lichtspiele sensibilisiert sind, fällt das sofort auf, wenn sie aus unseren Breitengraden kommen. Die Kontraste sind viel Schwächer als bei uns. Die Annäherung der "Lichtwerte", wie Du es nennst, sind also gewollt. Was die "harten" Schatten angeht, so geben sie dem Bild den sogenannten "Blickfang", insbesondere bei der gebeugten Frau. Der fehlende harte Schatten bei der stehenden Frau (durch den Felsen abgrdeckt) ist bewußt so angelegt, um die Aufmerksamkeit auf die linke Frau zu lenken. Über einen harten Schattenwurf der Arme läßt sich streiten. Ich habe mir erlaubt diesen fortzulassen, um den linken Schatten der Frau noch stärker zu betonen. Da die "Tiefe" des Bodens auf dem sie steht, nicht näher ausgemalt ist und es einen kleinen Abgrund zur Wasseroberfläche gibt, ist der "fehlende" Schatten nicht relevant. Er kann genauso hinter dem Abgrund auf die Wasseroberfläche treffen. Vielleicht hätte man am Schuhansatz noch diesen kurz andeuten können. In der realistischen Malerei ist stets darauf zu achten, daß man in einem Bild Schwerpunkte legt, bestimmte Dinge hervorhebt und andere abschwächt. Zu viele Schatten würden dem Bild eine Homogenität verschaffen und die Tiefe zerstören. Aus einer Selbstkritik heraus würde ich bei nochmaligem Malen des Bildes ganz im Gegenteil noch mehr Kontraste durch Schatten weglassen, den Boden homogener und ruhiger malen und die gebeugte Frau auf diese Weise noch stärker betonen. Du siehst liebe Renata, daß die Zusammenhänge der Lichtspiele bei der gegenständlichen Malerei gedanklich tiefer durchdrungen werden müssen als bei der abstrakten gegenstandlosen Malerei. Aber ich danke Dir für Deinen gut gemeinten Kommentar, der natürlich willkommen war.
    LG Till
  • Andrea Zahradnik
    Andrea Zahradnik
    schließe mich der meinung von renata an. ansonsten sehr aufwändiges gemälde.
  • ooboop
    Hallo Till, das ist dein erstes bild von dir das ich hier gesehen habe, es ist sehr warm und schon, was ich jedoch sehe oder eher nicht sehe sind die schatten. Wenn ich die frau links betrachte, das sagt mir dass es ca mittag ist, die sonne steht fast im zenith, der korper wirft einen schatten, die arme aber keinen, die stehende frau wirft kaum einen schatten und die mauer, graser, steine usw
    das gebirge im hintergrund ist beleuchtet als ob die sonne uberall ware, die palmen haben denselben lichtwert, deine fahigkeit zu malen ist unbestreibar, die umzetzung sehr schoen, nur der licht-schattenspiel musstest du sehr genauer beobachten, wenn du das dann getan hast, dann wirst du eben besser, viel erfolg bin gespannt auf mehr bilder

    lg
    renata