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Malerei, Selbstreflektion, Menschen

MalereiselbstreflektionMenschen

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    Uploaded by Jens_N_H_Erdmann on 09/24/2016

    Das Bild ist entstanden aus einer Reihe Selbstreflektionen und behandelt einen Teil meines Lebensweges, den ich gedanklich immer noch nicht voll verarbeitet habe.

    Die Figur und Gegenstände sind fertig, aber ich zweifle seither über den Hintergrund. Also ist das Bild unvollendet. Ich habe es lediglich mit einer dünnen transparenten Schicht Graubraun überzogen, um die Figur und Gegenstände hervortreten zu lassen.

TitleJongleur I (unvollendet)
Material, TechniqueOil on canvas
Dimension 100 cm x 120 cm
Year, Location2014/2015
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Info853 15 22 1 5.4 by 6 - 9 Votes
  • 15 Comments Sign in to leave a comment.
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Danke Josef. Ich denke unvollendet ist besser, besser so lassen, denn das Thema ist ja auch unvollendet, eines der unvollendeten Lebensthemen. LG, Jens
  • Josef Leitner
    Josef Leitner
    ...... unvollendet finde ich gut...... gefällt mir! Gruß Josef
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Die Durchsicht deiner drei Dokumente ist aber auch gar nicht so leicht, da steckt viel drin und die Weltansichten sind doch etwas unterschiedlich. Aber ich arbeite an meinen Anregungen zum Text. :-)
  • Peter Oelker
    Peter Oelker
    Ich danke Dir. LG Peter
    Bin immer beim antworten auf Deine letzte E-Mail.
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Hallo Peter, ich habe sie mir gerade ausgedruckt und werde sie morgen auf der Zugfahrt von und zur Arbeit in Ruhe durchlesen. Ich werde sicher berichten, wie sie auf mich gewirkt haben. LG, Jens
  • Peter Oelker
    Peter Oelker
    Lieber Jens - ich möchte mich heute am 1. Advent mal trauen - Dich zu fragen, ob Du schon mal meine 3 Links zur "Künstlerischen Gestaltungsfähigkeit" gelesen hast?
    Viele Grüße zum Beginn der Ankunftszeit. Peter
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Danke Peter. Die Baubranche war Ende der 90er des letzten Jahrhunderts, besser Jahrtausends, dramatisch schlecht. Wir waren bis zu 70 % von öffentlichen Infrastruktur-Investitionen abhängig. Ich hatte auch Pech beim Umstrukturieren, einer der Baukonzerne (Blau-Gelb) ging in die Insolvenz, der andere (Orange-Weiß) musste stark abbauen, überlebte aber im Ausverkauf, zuvor machte der größte deutsche Baukonzern (Weiß-Rot, bei dem ich aber nicht war) insolvent. Auch blieben viele Mittelständler auf der Strecke. Zum Schluss hatte ich auch noch Pech mit einer Baustelle. Auch hätte ich das Leben als Lufthansa-Platin-Meilen-Karten-Inhaber mit Wohnungen in Köln und Dresden und Freundin in Belgien nicht mehr lange gesundheitlich durchstehen können. Wenn ich an die Zeit zurückdenke... also es waren verrückte Jahre, immer im Versuch etwas Ruhe zu finden, Dinge auszugleichen, keine Fehler zu machen, ein Spielball in einer verrückt gewordenen harten Branche, die eigentlich Feingeister und Künstlertypen nicht verträgt. Ich wollte in einem Ingenieurbüro für Verkehrswegebau-Planung unterkommen, aber eingeladen wurde ich bei Bewerbungen nur von Baufirmen. Da war von Anfang an der Wurm drin... LG, Jens
  • Peter Oelker
    Peter Oelker
    Künstlerischer Mut, das kannst Du gut vermitteln. Bist ein Künstler-Ingenieur - eine Synthese aus beidem. Das ist doch gut. Aber warum bist Du aus ersterem Beruf ausgeschieden? Eine Stern gibst jetzt dazu. LG Peter
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Danke Seher!

    Thanks florin!
  • Gast , 5
    Immer an der Reflektion arbeiten, ein guter Vorsatz!
  • florin
    florin
    a funny seriously construction worker, that sorcery well done. And in the end must laugh
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Danke Bärbel. Ja, Eigenkritik und Eigenkomik ist darin sicher enthalten. Es ist die Komik meines Ingenieurslebens, das merkwürdig verlief, abrupt endete, aber immer noch nicht ganz vorbei ist. Ein merkwürdiger Teil meines Lebens... Grüße, Jens
  • Gast , 3
    Deine Bildidee aber auch die Ausführung haben etwas ganz besonderes...zwischen Kritik und Komik, vielleicht aber gerne auch mehr ;) LG
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Danke Peter.

    Ein merkwürdiges Bild, muss ich immer wieder feststellen. Aber es ist mir immer noch wichtig, egal, wie schlecht die Kritiken sind. Es war befreiend, durch es zu malen. Ich muss gestehen immer noch hin- und her-gerissen zu sein zwischen meinem technischen und meinem künstlerischen Ich. Mein Weg zum Diplomingenieur und über verschiedene größere Baustellen und zum Ausscheiden aus diesem Beruf verlief mit viel Kampf, Zweifel und Mühe. Immer dieser Zweifel und diese Unsicherheit... und noch immer Wehmut, wenn ich Baustellen sehe... Helm und Kleidung in den Farben der beiden Baukonzerne, für die ich gearbeitet habe; das Konstrukt aus den wichtigsten Geräten des technischen Zeichnens (das ich zum Glück gerade noch mit der Hand und noch nicht mit Computer erlernen konnte), das Gleichgewicht vortäuscht, aber so nicht zu halten ist - der Schein von Sicherheit und ob alles technische machbar und ungefährlich ist; der Bleistift, ein Gerät, dass mich in Vielzahl mein ganzes Leben schon begleitet, das Senkblei (nur im Foto aus dem Lot), dass nicht nur eine Aussage über gerade macht sondern auch Richtung Erde zeigt, ein Erdmann als geerdeter Tiefbauer, welch eine Ironie des Lebens; usw.

    Aber dann auch zum ersten Mal der künstlerische Mut, mich dem Zeichnen und dem Malen von Händen und Handgestik hinzugeben und es hier zu wagen, ohne Angst Fehler zu machen, mich selbst und meine anatomische Unsicherheit zu überwinden.

    Noch überlege ich den Hintergrund zu malen, aber eigentlich ist dies unwichtig und total nebensächlich.

    Das Bild hat Schwächen, aber ich wage es nicht mehr, die Figur zu verändern. Sie ist vielleicht nicht ganz korrekt, aber sie ist in einer bestimmten Stimmung entstanden und diese würde ich dann im Nachhinein verändern. Ich finde das geht nicht.

    Was du mit dem goldenen Schnitt ansprichst, ja damit habe ich viel experimentiert, auch in diesem Bild. Das technische Zeichnen eben. Ich bin immer noch geometriebegeistert...

    Den Bleistift habe ich öfters resigniert fallen gelassen, aber ich habe ihn auch immer wieder mit neuem Mut aufgenommen. Ich kann einfach nicht von Bleistiften die Hände lassen.

    Vielleicht zuviel Text, na ja...

    Grüße,

    Jens
  • Peter Oelker
    Peter Oelker
    Du jongliert mit dem Goldenen Schnitt. Hoffentlich ist der Bleistift inzwischen nicht herunter gefallen ;-). LG Peter

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