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Surreal, Figural, Malerei, Frau, Ballerina

SurrealFiguralMalereiFrau

TitleBallerina
Material, TechniqueOil on canvas
Dimension 140 cm x 100 cm x 3 cm
Year, Location2017
Price 2500 EUR Purchase
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Info568 14 17 5.4 by 6 - 9 Votes
  • 14 Comments Sign in to leave a comment.
  • LillaVarhelyi
    LillaVarhelyi
    Mich erinnert das Bild an Lilli Hills Arbeiten. Sie hatte nur das Ballettkleidchen nicht an. Sauber gepinselt!
  • heinrich
    heinrich
    "Fettarsch" war gut.
    "Wabbel-Schwabel"...
    So wie dein Textkommentar,raisch.
    Eine Pellwurst!
  • Gast , 11
    @raisch Tja. Das Gehirn macht schon verrückte Sachen.
  • raisch
    raisch
    Zum Bild möchte ich noch folgende Anmerkungen als Zitat mit auf den Weg geben:

    In dem Bild habe ich eine besondere Art der Metonymie umgesetzt.

    Was ist eine Metonymie? Wenn ich z.B. eine dicke Person beim Aldi in der Schlange sehe und mir denke: „Was ist das für ein Fettarsch.“

    Es gibt nämlich eine direkte Beziehung zwischen einer „dicken Person“ und dem „fetten Arsch“, denn der fette Arsch ist ja Teil der Person. Im Prinzip nehme ich nur einen Teil stellvertretend für das Ganze.

    Nun, in dem Bild hier gibt es eine besondere Metonymie. Auch hier geht es zwar um eine direkte Beziehung, aber nicht so, dass ein „Teil fürs Ganze“ steht, sondern in der Art und Weise, wie wir versuchen, einen Zusammenhang zwischen (a) dem dargestellten Sprung, (b) der Unförmigkeit und (c) den Federn herzustellen.
    Es geht hier um die Rekonstruktion von Kausalität. Wie erklärt mir mein Gehirn, dass das was ich sehe, kausal möglich ist?

    Die erste kausale Erklärung scheitert, denn eine dicke Person kann nicht so springen. Hier fokussiert sich das Gehirn nur auf (a) den Sprung und (b) die Unförmigkeit und sagt sich: da gibt es keinen kausalen Zusammenhang: das geht ja gar nicht.

    Dann nimmt der Betrachter auch die Federn wahr, also der Referenzrahmen wird erweitert auf (a) + (b) + (c). Jetzt wird ein neuer Versuch gestartet, Kausalität zu erklären: die Tänzerin benutzt die Federn, um zu springen. Unser Gehirn hat also erfolgreich eine Erklärung gefunden.

    Aber diese Erklärung wird wieder einkassiert, sobald wir sehen, dass die Federn kaputt oder unrealistisch sind. Also muss das Gehirn wieder einen neuen Erklärungsversuch starten: (1) Wenn die Federn kaputt sind, wie kann die Ballerina dann springen? Haben die Federn letztendlich nichts mit dem Sprung zu tun? Dann wäre der bisherige Erklärungsweg falsch. (2) Vielleicht hat sie die Federn ja kaputt gemacht? Weil sie so dick ist. Dann ist es ihr letzter Sprung?

    Unsere Erklärungsmaschine, sprich unser Gehirn, versucht dauernd, Sachen in Zusammenhang zu bringen. Es versucht dauernd, Sachen zu erklären. Es nimmt dazu ein Erklärungsmodel, das aus der Erfahrung kommt, und stülpt dieses über neue Situationen, die einer Erklärung bedürfen. Wenn es eine hohe Deckung gibt, dann akzeptieren wir, dass das Erklärungsmodel aus der Erfahrung die neue Situation erklären kann. Wenn nicht, dann sucht das Gehirn nach einem neuen Erklärungsmodel. Und es wird dabei keine Schubladen ungeöffnet gelassen. Das Gehirn versucht wirklich, auf Teufel komm raus irgendeine Erklärung zu finden. Dazu wird in der ganzen Erfahrung gesucht, im Wissensteil, in der Kreativität, in der Intuition, es werden auch halb-bewusst halb-unbewusst Elemente in der neuen Situation ignoriert und sogar verdreht, alles mit dem Zweck, einem subjektiven Erklärungsmodel gerecht zu werden.

    Wenn also ein Betrachter absolute Schwierigkeiten hat zu erklären, wie es sein kann, dass eine alte fette Tänzerin so springen kann, dann wird er sagen: es liegt an den Federn. Und er wird vielleicht ganz bewusst ignorieren, dass die Federn kaputt sind.


    Wenn aber jemand sagt, na ja, die kaputten Federn sind wirklich kaputt, damit kann sie nicht gesprungen sein, dann wird für diesen Betrachter die Erklärung vielleicht so sein, dass er doch akzeptiert, dass man so unförmig und trotzdem so springen kann. Er wird sich vielleicht denken: eventuell war sie in jungen Jahren eine gute Tänzerin, deswegen kann sie das noch. Hier fügt unser Gehirn also eine Pseudobiografie ein, nur um zu erklären, warum sie so springen kann.

    Ein dritter Weg wäre auch, das Bild nur über die dargestellte Emotion zu erklären: die Ballerina springt, weil sie Freude daran hat. Körperliche Fitness, Federn und Schwerkraft spielen dann keine Rolle mehr: die dargestellte Emotion erklärt das Unerklärliche: sie hat Spaß am Springen, und so ist es halt. Das ist eine Art gedankliche Simplifizierung, oder auch Verdrängung, trotz der offensichtlichen Ungereimtheiten, die das Bild darstellt.

    Jeder kann nach seinem Geschmack eine Erklärung finden für das offensichtlich Unmögliche. Das will uns die Ballerina sagen.
  • Irene Mischak
    Irene Mischak
    super Bild, gratuliere
  • Ingrid Geiger
    Ingrid Geiger
    Einfach genial .. diese Lebensfreude - diese Beine - danke für dieses humorvolle, tolle Bild !
  • Juffy
    Juffy
    Ich auch, ein Bild voller Lebensfreude
  • Iris_17
    Iris_17
    Das mag ich!!!
  • Gast , 5
    Richard Wagner - Der fliegende Holländer - Overture (Bayreuth Festival 2012)
  • Gast , 5
    die fliiieeegende holländerin.
  • PJK
    PJK
    Herrlich... hat ne Optik wie die von Monty Python :-)
  • El-Meky
    El-Meky
    she's got the power! :D köstlich!

    meine Tänzerin arbeitet noch an ihrer Disziplin :D

    Die Böse vom kn allein zu Haus
  • heinrich
    heinrich
    Eine Künstlerin im Flüge!
  • A-Hatter
    A-Hatter
    köstlich ...