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Symbolismus, Überfahren, Mittelmeer, Malerei

SymbolismusüberfahrtMittelmeer

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    Uploaded by Jens_N_H_Erdmann on 03/22/2019

    Das Bild ist fast fertig; vielleicht wird noch etwas über die Gesichter lasiert; sicher bin ich mir aber noch nicht darüber...

TitleÜberfahrt II
Material, TechniqueOil on canvas
Dimension 92 cm x 73 cm
Year, Location2018-2019
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Info360 19 39 4 4.8 by 6 - 14 Votes
  • 19 Comments Sign in to leave a comment.
  • robolotion
    robolotion
    Starke Arbeit, die – sofern sie auf das aktuelle Flüchtlings- bzw. Migrationselend anspielt – nur allzu deutlich vor Augen führt, was von uns friedens- und wohlstandsverwöhnten Mittel- und Westeuropäern offensichtlich, ohne große Anteilnahme, nur noch beiläufig wahrgenommen wird. Da sterben seit Jahren Tausende quasi vor unseren Urlaubsstränden, und viele von uns scheinen sich zu fragen: Was haben wir damit zu tun? Sollen wir sie retten oder einfach absaufen lassen?

    Zur Farbgebung: Ich glaube, bin mir aber nicht ganz sicher, dass seit einiger Zeit mehr Elends- als Kriegsflüchtlinge die lebensgefährliche Überfahrt wagen. Und die sind zumeist dunkelhäutig. :))
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Vielen Dank Wolfgang. LG, Jens
  • Wolfgang
    Wolfgang
    ein Bild, welches sich beim Betrachten fuellt und waechst...und etwas ausloest oder auch nur ist.
    Gruss, Wolfgang
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Vielen Dank für die motivierenden Kommentare simulacra, Claudia und Peter. LG, Jens
  • simulacra
    simulacra
    In der naiven Art der Malerei steckt unglaublich viel Kraft. Hier finde ich das zutreffend. :)
  • Limone
    Limone
    Da schaffst Du ein starkes, beeindruckendes Werk. Du machst Dir viele Gedanken um den Sinn des Lebens, das Miteinander, den Übergang. Du verknüpfst Mythologisches mit Realem gekonnt. Deine besondere Art der menschlichen Darstellung kommt hier sehr gut zum Einsatz. Dein Bild bannt den Betrachter, macht ihn traurig, nachdenklich und still.
    LG Limone
  • Peter Oelker
    Peter Oelker
    Noch einen Stern dazu, lieber Jens, wegen der Sternbilder. LG Peter
    Drei von den 4 Leuten stehen doch im Wasser, der rechte sogar unter Wasser?? Besonders eindrucksvoll sind die großen Augen....
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Danke Peter. Das Werk hat mich sehr oft gedanklich heimgesucht und ich habe beim Malen sehr damit gerungen. Es war kein leichtes Werk für mich. Gedanklich habe ich sehr viel dabei gelernt und dabei die ganze Flüchtlingproblematik auf eigene Art verarbeitet. Es war ein philosophischer Prozess. Heute sehe ich alles von Politik, Ideologie und Wirtschaftlich entkleidet, als rein menschliches Drama und habe dieses auch aus verschiedenen Sichtweisen durchgespielt, einschließlich mich in diese Menschen versetzt. Selbst konnte ich nur ein Teil dessen umsetzen, die Lernerfahrung habe ich gemacht und dass ist sehr wichtig gewesen. Als kleine Spielerei habe ich mich im Himmel neben meinem Vater verewigt, mein Sternbild neben seinem, ein weiteres trauriges Element. Nochmals danke für deinen bestärkenden Kommentar.
  • Peter Oelker
    Peter Oelker
    Lieber Jens, das wird/ist ein gutes Werk. Ein tolles Motiv ist Dir da zuteil geworden. Was geht da in den Köpfen - also in Deinem vor und was kriegen die "Anderen" davon wirklich mit? Im KN braucht man eben viel Toleranz. Die wünsche ich Dir sehr. 5 Punkte dafür. Und stelle Dein Licht nicht unter den Scheffel! Die großen Hände...sprechen sehr! LG Peter
  • MaraGabriela
    MaraGabriela
    ... ah ... heinrich, ich habe Dich falsch verstanden ... sorry ... danke für die Erklärung!
  • heinrich
    heinrich
    Nicht jedes Land nimmt so viele Leute einfach so auf.
    Wir lassen bei Seite, alle "wenn und aber":

    Aber, es ist etwas Einmaliges...
    Und diese Leute werden diesen Deutschen Geist hier kennenlernen.
    Auf jeden Fall ist diese Begegnung toll.

    Ich sehe diesen Geist auch von der Seite.
    Ich bin nicht drin.
    Und ich bewundere seine Bereitschaft,
    enfachen Leuten zu helfen.

    Warum hört diese Tragödie nicht auf?
    Das könnte man Rückzuck organisieren.
    Da sind Gelder im Spiel...
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Danke für deinen Kommentar Absurd, weiter geht es mit dem Lernen und Versuchen.
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Heinrich, du machst mir Hoffnung. Ich habe oft den Eindruck, dass gar nicht so viele Menschen die Dramen im Mittelmeer sehen, oder sie ausblenden für sich oder gar wegdiskutieren. Ich habe zur Zeit nur mit wenigen Deutschen zu tun, kann also über die Sicht der Deutschen darüber nur spekulieren und muss dir glauben. Aus dem Land, in dem ich wohne, muss ich leider berichten, dass viel Vergessen, Leugnen, Unbeteiligt und -berührtsein an der Tagesordnung sind. Darüber habe ich kein Urteil, aber ich finde es schade. Mir selbst geht es bei meinen Bildern immer auch um mein eigenes Verstehen und Deuten, mein eigenes Verarbeiten und den Versuch, dies auszudrücken. Dass ich dabei letztendlich immer scheitere und unbefriedigt weitersuche, ist zumindest dafür gut, um den Willen und die Energie zusammenzukratzen, um es erneut, dann besser und treffender zu versuchen - ein sisyphos'sches Unterfangen, ein immerwährendes Scheitern. Vielleicht interessiert mich am Ende immer nur der eigene Bewusstseinserweiterungsprozess... Vielleicht sind ja die Bilder gar nicht das Hauptanliegen? Ich habe eh gemerkt, dass meine Bilder nur eine geringe Wirkungsreichweite haben, also letztlich nur für mich und einige wenige andere Menschen eine kleine Bedeutung haben.
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Mara, danke für deine Gedanken. Eine Tragödie zu malen, ist eigentlich gar nicht so einfach, denn ich wollte es mit der Forderung von Neo Rauch halten und nicht mit der Fotografie konkurrieren. Ein gemaltes Bild soll also nicht mit der Fotografie konkurrieren und so musste ich alles aus der Vorstellung malen, ohne auch nur ein einziges Foto zu verwenden als Vorlage. Ein schweres Unterfangen, jedesmal neu und auch eine, wenn auch selbst gewählte, Begrenzung. Vieles war als Gedankenexperiment gedacht, sollte in der Schwebe und Vieldeutig bleiben. Das gelingt nicht immer, leider.
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Den deutschen Geist wollte ich gar nicht malen, da ich es gar nicht kann. Wie soll er aussehen? Was ist ein Gleichnis, das ihn ausreichend und treffend bildlich darstellen könnte. Überhaupt bin ich mehr am Seelischen, denn am Geistigen interessiert. Aber den deutschen Geist mag ich schon. Hermann Hesse, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Hölderlin, Friedrich Schiller, Thomas, Heinrich und Klaus Mann, Gottfried Benn, Theodor Storm, die mittelhochdeutsche Dichtung, Lessing, Arthur Schopenhauer, Franz Kafka, Friedrich Nietzsche, Peter Sloterdijk, Rüdiger Safranski, Hannah Ahrendt, Manfred Spitzer, Gerald Hüther, Axel Burckart, Hildegard von Bingen, Max Liebermann, Max Klinger, Otto Greiner, Neo Rauch, Max Beckmann, Paul Klee, August Macke, Karl Schmidt-Rottluff, Hans von Marées, Gottfried Bammes und viele meiner anderen HeldInnen des deutschen Geistes und der deutschen Seele sind sicher immer bei mir im Denken und Fühlen und haben mein Verständnis vom deutschen Geist geprägt. Schön, dass doch etwas vom deutschen Geist, ohne es zu wollen, dass etwas von diesem schönen Geist darin ist. Also, ich habe es früh aufgegeben, den deutschen Geist fassen zu wollen, da es unmöglich ist; zu komplex und zu vielschichtig und -deutig ist er mir. Es gibt einfach zu viele Fassetten und Strömungen an und in ihm und er ist zu beweglich, um ihn festhalten zu können. Wenn ich Menschen vom deutschen Geist sprechen höre, im Umgang, kommt es mir immer sehr platt und begrenzt und zu ungenau, oder aber zu ideologisch vor. Wenn meine Instinktnase Ideologie, Politik oder Parteienwesen oder Gutmenschentum oder Deutungshoheit wittert, dann ergreife ich die Flucht; diese Weisheit habe ich aus Philosophie und Psychologie gelernt und bin damit immer gut gefahren.
  • absurd-real
    absurd-real

    Sieht halt auch einfach nicht schön aus. Da gefällt mir der Himmel noch am Besten.
  • MaraGabriela
    MaraGabriela
    Um eine menschliche Tragödie zu erkennen, muss man nicht deutsch sein ... und was ist denn ein Deutscher Geist? Jemand der schon tot ist und spukt?, Jemand der eine Gesinnung hat die typisch Deutsch ist ( und wie wäre die, 2019?) Oder jemand der ohnehin keinen Durchblick hat, weil Deutsche nie den Durchblick haben?
  • heinrich
    heinrich
    Ein Deutcher Geist!
    Typisch!
    So sehen die Deutsche
    die Tragödie, die sich dort abspielt.
  • MaraGabriela
    MaraGabriela
    Lieber Jens,


    wie schon bei Deinem ersten Bild, dass diese Thematik so aussagestark darstellte, bin ich auch hier wieder mittendrin in Deiner Geschichte, die Du erzählst. Neben den Menschen mit den geschlossenen Augen sehe ich in die weit geöffneten Augen der Begleiter/ Retter.Das Entsetzen und die Dramatik der Situation nehmen mich gefangen. Mir geschieht es selten, dass mich Bilder derart in die Tiefe führen ... wirklich phantastisch sensibel gemalt ....
    Ich hatte erst überlegt, ob mich der "einfach" dargestellte Himmel stört, ob da nicht noch mehr Tiefe durch zusätzliche dunklere Farben
    reinspielen könnten ... und dann meinte ich eine Symbolik darin zu erkennen: Was an der Oberfläche einfach scheint ( Die meisten erleben diese Situation eben nur oberflächlich und weit entfernt ) bekommt in der Tiefe zusätzliche Dimensionen .... Liege ich da richtig, oder ist das eine Darstellung, die sich durch malende Intensität einfach dazwischen gesetzt hat ..... so oder so, ein intensives Bild ... LG Mara

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