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  • tsizeolos
    @punx Dank für die Geschichte...
    Im Bild fällt ja auch was. Frag mich nur ob der Trichter dem Narren angesichts der Realität vom Kopf fällt, und ob im Boschschen Sinne oder eher Nürnberger Trichter?

    Erinnert übrigens angenehm an Weber...
    Christian
  • xnup
    Noch ne kleine Geschichte dazu:
    Die in der Kölner Südstadt gelegene Elsaßstraße bietet ein Wandbild mit Geschichte. Es zeigt einen Nazi mit zum Hitlergruß erhobenem Arm und Hakenkreuz, der von einer Frau aus dem Fenster heraus mit einem Blumentopf beworfen wird. Ursprünglich wurde das Bild an der Fassade des Hochbunkers vom Künstler Klaus Paier gemalt. Er stellte damit ein Ereignis dar, das sich am 3. März 1933 ereignet hatte. Damals waren SA-Truppen durch die Straße gezogen und wurden von den AnwohnerInnen verjagt, indem sie aus ihren Fenstern Müll, Flaschen, Blumentöpfe und andere Gegenstände warfen. Daraufhin eröffnete die Schutzpolizei das Feuer auf die AnwohnerInnen und nahm siebzig Menschen in der als kommunistische Hochburg geltenden Straße fest. Das Bild sollte daran erinnern.
    .
  • suilenroc
    Auch der distanzierte Betrachter der Narren wird zum Narren gemacht, da er sich auf der Höhe des Narren auf dem Balkon befindet - ob distanziert oder mitten drin - Narren sind wir Alle. lg cornelius
  • xnup
    hervorragend wie hier die aufmarschstimmung rübergebracht wird man meint fast dabei zu sein bei diesem absurden straßentheater, welches plötzlich die schwelle zur wirklichkeit durchbricht - am ende wird alles auf der straße entschieden - nicht in den parlamenten.

    gruss